Unsere Sommertour 2019

 

5.April 2019, wir beginnen unsere diesjährige Sommertour nach Frankreich mit dem Kilometerstand 127945. Beginnen

soll unsere Tour in Stadthagen auf dem Stellplatz am Schwimmbad und das zusammen mit unseren langjährigen

Freunden Ernst und Sylke aus Brake.

 

Gegen Mittag sind wir da und kurze Zeit später treffen auch die beiden Braker ein. Wir waren ja schon ein paar Mal auf

diesem Platz, für Ernst und Sylke ist es jedoch Neuland. Doch von Anfang an sind auch sie begeistert.

Der Stellplatz ist kostenfrei, WLAN und Entsorgung auch, nur Frischwasser und Strom muss bezahlt werden. Außerdem

ist es hier ruhig!

Zu tollen Radtouren starten wir, u.a. nach Bückeburg. Stadtbesichtigung und Mittagessen im Ratskeller – spitzenmäßig!

Rathaus in Bückeburg

Ernst lässt es sich was kosten zu seinem Geburtstag!

4 Tage verweilen wir hier, dann geht’s am 9.April ein Stückchen weiter nach Bad Eilsen. Dort gibt es einen schönen

Stellplatz für ganze 3,60 Euro pro Tag hinter dem städtischen Bauhof. Auch Strom und Frischwasser muss man zahlen.

Von hier aus wird erst mal die Stadt bewandert, die sich größtenteils aus Reha-Kliniken und Seniorenheimen zusammen-

setzt. Mit dem Rad auf toll ausgebauten Radwegen nach Rinteln, das macht Spaß!

Am 10. April unternehmen wir noch einen Abstecher in die Rattenfänger-Stadt Hameln. Dort will ich versuchen, einen alten

Schulfreund wiederzufinden. Der soll in Hameln wohnen, sagte man mir. Nur gefunden habe ich ihn trotz aller Anstren-

gungen nicht. Schade. Dafür entschädigt uns der Gang durch die Stadt. Ganz ehrlich: eine tolle Stadt!

Dann geht’s am 11. April weiter in Richtung Süden, nächster Zwischenstopp in Blomberg. Auf dem einfachen und

kostenfreien Übernachtungsplatz gibt es außer Strom aber nichts, nur einen Lidl in etwa 200 Meter Entfernung.

12.April. Wir sitzen hinter dem Lenkrad und fahren bis nach Wolfhagen, dem „Revier“ von Stellplatzbetreuer Heinz Zapf.

Dieser Stellplatz gefällt uns immer wieder, weil man hier rundum versorgt ist. Zwei Lebensmittler befinden sich in un-

mittelbarer Nähe (200 Meter), die Innenstadt oben auf dem „Berg“ erreicht man aber auch ohne Steigeisen und Seil!

Außerdem gibt es hier freies WLAN.

Der Stellplatz kostet ganze 5 Euro, das Entsorgen und auch Müll ist frei, nur Strom (50 Cent /Kw) und Frischwasser

(10 L/ 10 Cent) schlagen zu Buche.

Am 16 April starten wir in Richtung Baunatal. Ein tolles Städtchen! Nur etwa einen Kilometer abseits der A 44 stehen

wir auf dem Stellplatz neben dem Stadion. Geprägt von VW und der unmittelbaren Nachbarschaft zu Kassel sieht man

hier überwiegend neue Bausubstanz. Fast keine Altbauten erblicken wir. Obendrein sind etwa 180 Mini-„Käfer“ in allen

Farben sind kreuz und quer durch die Stadt aufgestellt, gesponsert von VW, der hier der Haupt-Arbeitgeber ist.

Wir machen Touren durch die Stadt zum Eisschlecken, mit der Tram nach Kassel in die City und zum „Herkules“ hoch

oben über der Stadt. Ein Erlebnis birgt aber auch die Radtour ins Fuldatal. Wir haben die Tage genossen.

Der Stellplatz war für uns kostenfrei, weil die Parkuhr defekt war, ansonsten kostet es hier 6 Euro, also auch nicht alle

Welt. Wasser bekommt man für 10 Cent/10 Liter, und Strom pro Kw 50 Cent.

Dann aber kommt unausweichlich der Tag, an dem man eine Träne verdrücken muss, denn Ernst und Sylke fahren von

hier aus in Richtung Sachsen und unsere weiter Tour heißt mit Ziel Frankreich. Wir bleiben aber trotzdem per WhatsApp

in Verbindung!

Sonntag, 22. April. Wir starten über die A 49 in Richtung Marburg und dann auf die A 5. An Frankfurt vorbei geht es

bis nach Osthofen in die Pfalz. Dort wollen wir übernachten und nochmals einkaufen.

Osthofen= Stellplatz, V+E kostenfrei, Strom 50 Cent(Kw.

Am 24. April steuern wir den Stellplatz in Edenkoben an, doch dort steht nicht ein Kollege. Das ist nicht meine Welt und

Dies ist eine alte Aufnahme!!!

so fahren wir über Landau und durch Frankreich hindurch bis nach Oberkirch im Schwarzwald.

 

Am nächsten Morgen wundern wir uns, dass das Fahrzeug zu einer Seite hängt. Ein Blick nach draußen sagt und: Plattfuß

hinten rechts! Nun ja, ADAC gerufen, denn meine Radwechsel-Gerätschaften liegen schön trocken zu Hause. Nach

2 Stunden ist alles vergessen und ich beschließe, mir eine Werkstatt zu suchen, die mir den Reifen repariert.

Im Internet finde ich den Bosch-Dienst Huber im Gewerbegebiet, eine Werkstatt für Pkw und Transporter, die auch

einen Reifendienst hat!

Rauf auf´s Rad und hin zur Firma Huber. „Chef“ hinter dem Tresen ist Clemens, der den Arbeitsablauf in der Firma koor-

diniert. Ich erzähle ihm von meinem Pech, er dreht sich wortlos um und drückt mir einen Autoschlüssel in die Hand. Mit

der Aussage „dort drüber steht das Auto“ sitze ich nur eine Minute später im Pkw der Firma und hole den defekten Rei-

fen. Drei Stunden später geht die Geschichte andersrum!

Ich bin begeistert!

Nun aber sitze ich vor meinem Mobil auf dem Stellplatz und überlege, ob es nicht doch besser wäre, mir hier bei dieser

Firma gleich einen neuen Satz Reifen draufziehen zu lassen!?

Ich telefoniere und habe die Chefin des Hauses am Hörer. Preis ausgemacht und Reifen bestellt, was natürlich ein paar

Tage dauert. So aber kommt man zu einem nagelneuen Satz neuer Michelin-Ganzjahresreifen, Herstell-Datum 4-19!!!!.

Am 2. Mai werden die Reifen aufgezogen.

Die Firma Huber und deren Entgegenkommen gefällt mir immer besser und das schreibe ich auch so in einer Bewertung!

Wir bleiben noch bis zum Sonntag, d. 5.Mai und fahren dann über die A5 in Richtung Süden bis nach Eschbach. Der

Stellplatz auf einem Firmengelände kostet 8 Euro, die man in einen Automaten wirft, dann öffnet sich das Tor automatisch.

So fahren wir auf das Gelände und sehen erst dann, ob wir überhaupt noch einen geeigneten Stellplatz bekommen. Nun

ja, wir quetschen uns zwischen eine Holzhütte und ein weiteres Mobil, denn ohne Schlüssel können wir den Platz nicht

mehr verlassen.

So warten wir bis Montagmorgen. Dann erscheint der Chef und meine Frau fragt ihn, ob wir noch unsere Wäsche waschen

und trocknen können. Können wir! Danach sind wir kurz nach Mittag wieder auf der Bahn und fahren bis nach Breisach,

etwa 20 km entfernt!

6.Mai Der Stellplatz in Breisach ist nur locker bestückt, so dass wir uns einen schönen Platz aussuchen können. Einkauf,

Bummeln, Eisessen gehören ganz einfach zu einem Besuch dazu.

Am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg, den Wahnsinns-Berg vor unserer Nase zu bezwingen. Stufe um Stufe

schaffen wir es, dann geht’s zur anderen Seite wieder hinunter.

Stellplatz Breisach= 6 Euro, Wasser 1 Euro, Entsorgen ist kostenfrei.

7.Mai. Heute soll es nach Frankreich gehen. Tanken vor der Rheinbrücke und dann hinein in „unser“ Land. Sigolsheim

habe ich als Stellplatz ausgesucht, etwa 12 km westlich von Colmar. Der Stellplatz liegt auf einem Berg neben einem

amerikanischen Kriegsgefallenen-Denkmal.

Unser Pech allerdings ist ein Schild auf dem Platz, das besagt, dass am nächsten Tage die Feierlichkeiten zum Kriegsende

gefeiert werden. Nun ja, weiter geht’s!

Quer durch die Vogesen landen wir in Ventron, einem kleinen Bergdorf. Ein schöner Platz neben einem plätschernden

Bächlein soll unsere Bleibe sein. Der Stellplatz ist kostenfrei, nur Wasser und Strom muss man berappen. Beim Bäcker

(Boulanger) noch ein Baguette für den Abend geholt, dann sitzen wir am Tisch. Es nieselt! Es nieselt stärker, dann regnets.

Es regnet die Nacht hindurch, so dass wir uns entschließen, am nächsten Morgen nach Thaon les Vosges zu fahren. Dort

gibt es einen kostenfreien Stellplatz an einem Mosel-Kanal.

So stehen wir am 8.Mai in diesem Ort und der Himmel weint! Ich überlege nach einem Blick in die Wetterkarte und komme

zu dem Entschluss, dass wir zurückfahren nach Oberkirch, denn dort kann man auch bei Regenwetter viel unternehmen.

Wer diesen Platz kennt, weiß, wovon ich rede!

Durch die verregneten Vogesen erreichen wir kurz vor Straßburg die Nationalstraße. Urplötzlich macht sich eine Leuchte an

meinem Armaturenbrett bemerkbar. Die Anzeige bedeutet, dass irgendetwas mit der Motorsteuerung nicht stimmt!

Rechts ran, Schlüssel auf null, eine Minute gewartet und weiter! Naja, geht doch, denke ich noch, doch schon brennt die

Leuchte wieder. Wir quälen uns durch Straßburg im Berufsverkehr und landen in Oberkirch bei der Firma Huber. Schon

steht ein Mechaniker neben mir und misst die Motordaten aus.

Mit der Aussage: „Kein Riesen-Problem. Es könnte allerdings sein, dass der Wagen irgendwann nur noch auf drei Zylindern

läuft. Dann musst du in die Werkstatt!“

So fahren wir am 16.Mai wieder mal über die A5 in Richtung Süden. Frankreich ruft immer noch. Aber wo wir schon mal da

sind, so bleiben wir auch noch ein bis zwei Tage in der Gegend. Pearl-TV in Buggingen und Pearl-Verkauf in Auggen sind

unser Ziel. Gestöbert, gestöbert und nichts gefunden! Aber Mittagessen: Pommes, Currywurst und eine Cola für sage und

schreibe 2,45 Euro!!! Das muss sein!

Fast neben Pearl gibt es eine große Fiat-Werkstatt und so überlege ich, mir doch noch mal den Rat eines Fachmanns einzu-

holen. Doppelt genäht hält besser!!!

Auch dort wird das Mobil mit dem Diagnose-Center gekoppelt, dann die Aussage: Damit kannst du ruhig weiterfahren! Nun ja,

dann mal rüber nach Frankreich!

16.Mai. Wir erreichen am Nachmittag Belfort, eine Stadt mit einer riesigen Zitadelle! Wahnsinn! Der Stellplatz ist topp,

Blick von der Zitadelle auf die Stadt

es ist alles vorhanden und alles ist kostenfrei, auch der Strom! Wir beschließen zu bleiben, denn zur Zitadelle müssen wir

hoch, unbedingt! Abends unternehmen wir noch einen Stadtbummel, dann geht’s in die Horizontale!

Am nächsten Morgen werden wir um 6 Uhr durch Motorengeräusche geweckt. Ein Blick aus dem Alkoven sagt uns: ?????

Jede Menge Oldtimer und ein Gewusel auf dem Platz. Eine Oldtimerrallye, die Tulpenrallye, hat hier eine ihrer letzten

Stationen in Richtung Holland.

Wir frühstücken und fahren dann noch 14 km weiter nach Montbeliard an der A 36. Ein toller kostenfreier Stellplatz

direkt am Rhone-Kanal. Den wollen wir erreichen, doch schon auf der Anfahrt zur Stadt fängt unser Mobil an, Mucken

zu machen. Ein Zylinder setzt aus!

Ich sage mir, dass es keinen Sinn macht, damit weiterzufahren und rufe „Chef“ Clemens in der Firma Huber an und warne

ihn vor. Nach diesem Gespräch sitzen wir wieder im Wagen und fahren mit nur halber Leistung und spuckendem Motor

bis nach Oberkirch.

Den Termin am nächsten Morgen halten wir ein, stellen das Mobil auf dem Betriebshof ab, steigen in die Bahn und fahren

nach Freiburg. Als wir am Abend aus Freiburg zurückkommen, ist das Mobil repariert und fahrtüchtig.

So lasse ich auf die Firma Bosch-Dienst Huber in Oberkirch nichts Schlechtes kommen. Drei Besuche und drei Mal hat man

uns hier topp Hilfe angeboten. Tolle Jungs in der Werkstatt!!!

Nun stehen wir noch für 3 Tage auf dem Stellplatz in Oberkirch, heute endlich mal wieder mit Sonnenschein, denn gestern

gab es hier das Schauspiel auf den Weltuntergang. Es goss wie aus Kübeln , und das 24 Stunden lang und der kleine Bach,

die Rench, wurde zur reißenden Bestie!

Fazit: Oberkirch ist toll, weil man hier fast nie Langeweile hat, die Tage haben für uns aber  rund 2000,- Euro gekostet!!!

Von hier aus machten wir auch jetzt wieder viele Touren mit der Bahn kreuz und quer durch den Schwarzwald. Aber auch

Radtouren kann man hier exzellent unternehmen!

Nun ist Samstag, der 25.Mai. Wir wollen endlich nach Frankreich rein. Um 9 Uhr starten wir in der Frühe, fahren über die

A 5 in den Süden, an Offenburg und Freiburg vorbei, wir sehen auf der rechten Seite in der Ferne die große Achterbahn

vom Europa-Park in Rust, der Breisgau grüßt und gleich danach sind wir schon an der Ausfahrt Neuenburg am Rhein.

Hier fahren wir ab, um noch auf der deutschen Seite zu tanken (in Frankreich zahlt man z.T. erheblich mehr für den Diesel!)

Beim Edeka noch eingekauft, dann geht über den Rhein. Auf der A 36 geht es über Mülhausen bis nach zur Abfahrt Thann,

es geht wieder mal durch die Vogesen. Auf der N66 fahren wir bis Le Thillot und sehen das Wohnmobil-Piktogramm.

Neugierig wie wir sind, stehen wir nur eine Minute später auf einem neuen Stellplatz. Toll angelegt und….alles kostenfrei!

Trotzdem bleiben wir nicht hier, es zieht uns weiter nach Bulgneville. Bis Epinal geht es, dann biegen wir ab in Richtung

Contrexeville und Vittel, die berühmten "Wasser" - Städte!

Wir fahren auf einen unserer Lieblingsplätze, den wir in jedem Jahr ansteuern, der Stellplatz in Bulgneville, auch eine

„Wasserstadt“ in den Vogesen. Auch hier dealt die Weltfirma Nestle` und gräbt in den umliegenden Orten den Einwohnern

das Wasser ab! Drecksladen!!! Übrigens, in Bulgneville ist die Quelle versiegt!!!!

Wir genießen das Wetter und faulenzen neben dem Mobil! Herrlich!

Drei Tage in diesem Ort, der uns seit vielen Jahren immer wieder anzieht!. Eine Radtour nach Contrexeville und sonst

nur faulenzen! Herrlich!

Am Montagabend fahren wir dann mit dem Mobil in diesen Nachbarort, um dort unsere Wäsche zu waschen. Dort gibt es,

wie in ganz vielen Städten Frankreichs, öffentliche Waschmaschinen. Direkt an der Tankanlage vom Einkaufsmarkt Leclerc

gibt es zwei große Waschmaschinen plus Trockner!

28. Mai Unmittelbar nach dem Frühstück brechen wir unseren Aufenthalt ab und fahren nach nur einem Kilometer auf die

Autobahn in Richtung Süden. Es geht nach Beaune. Nach 182 km und 32 Euro weniger im Protemonaie ist die Tour vorbei

und wir erreichen diese tolle Stadt.

Ein großer gemischter Parkplatz mitten in der Stadt soll "unser" sein. Ein Gang in die Altstadt am Vormittag und noch eine

längere Tour am Nachmittag, so lernen wir die Stadt kennen. Doch nicht gut genug, denn am Nachmittag verlaufen wir uns!

Die alten Gassen verlaufen kreuz und quer! So lernen wir aber fast alle Sehenswürdigkeiten kennen!!!

29. Mai Nach dem Frühstück soll es dann weitergehen. 25 km auf der Autobahn, dann stehen wir auf dem Stellplatz in

Chalon sur Saone. Leider müssen wir feststellen, dass der Stellplatz noch im Umbau ist. So bunkern wir noch etwas

Wasser und entsorgen gleichzeitig.

Dann gehts weiter bis nach Tournus. Eine Stadt mit einem alten Stadtkern und einer riesigen Zitadelle. Die müssen

Das war die Bedienung im Cafe: ein Mönch!

Die Saone

wir sehen! Auch diese Stadt und der Stellplatz liegt direkt an der Saone.

Nach dem Gang durch die Altstadt finden wir ein tolles Cafe. Noch toller aber ist die Bedienung: ein Mönch in seiner Kutte.

Wir genießen den Cafe au Laitê, haben noch jede Menge Spaß mit dem "Wirt" und ziehen dann vondannen. Im Mobil noch kurz

gespeist, Mittag muss sein, und fahren dann über die Dörfer die 60 Kilometer bis nach Charolles. Eine Tortur, diese Strecke,

denn es geht nur hoch und runter und die Kurven nehmen kein Ende.

Der Stellplatz in Charolles für 3 Euro

...und der Campingplatz für 14,50 (alles incl.)

Trotzdem haben wir es geschafft und landen schließlich auf dem Campingplatz am Rande der Stadt. Wir suchen uns einen tollen

Stellplatz, melden uns an und genießen den Nachmittag. Nach 2009 und 2014 ist das der dritte Besuch in dieser Stadt.

Der Gang in die Stadt und zum ALDI muss aber noch sein. Dann ist endlich Feierabend. Ach ja, die Kosten für diesen Platz sind

schon gewaltig! So zahlen wir alles inclusive für Mobil, 2 Personen und Hund, Müll, Dusche, Toilette und Strom, Wasser und

Abwasser ganze 14 Euro pro Tag!! Daran sollten sich unsere deutschen Campingplatz-Betreiber einmal orientieren!

30.Mai Heute ist Himmelfahrt, Vatertag und......Silke hat Geburtstag! Der Anruf muss sein. Leider haben Ernst und sie Schmuddel-

wetter im Norden, bei uns dagegen scheint die Sonne vom blauweißen Himmel.

In Charolles gibt es heute einen großen Flohmarkt direkt hinter der Kirche.

31.Mai, Weltuntergang! .....aber nicht bei uns. Wieder werden wir mit Sonnenschein und Vogelgezwitscher geweckt und schleiche

ich mich kurz nach 6 Uhr aus den Federn, schnappe mir unseren Peckart und unternehme einen langen Gang durch die Vororte.

Mit einem Baguette komme ich zum Frühstück zurück.

Dann wartet der Einkauf beim Intermarche`! So verbummeln wir faulenzend den Tag!

Das Gläschen Roten gehört am Abend aber noch dazu!

1.Juni Heute morgen war ich in der Anmeldung, um unsere Übernachtungen zu bezahlen. Es wird wieder heiß! Aus dem Grunde

habe ich schon eine Radtour kreuz und quer durch die Stadt und das Umland unternommen. Diese Radwege sind ganz in Ordnung,

nur ein paar leichte Steigungen muss man bewältigen. Nun sitze ich im Mobil bei geöffneten Fenstern, denn so ist es schön kühl!

2.Juni 7.30 Uhr – raus aus dem Bett! Heute ist der letzte Tag auf dem Campingplatz in Charolles. Es hat uns hier wieder

mal sehr gut gefallen. Nach 2009 und 2014 waren wir jetzt zum dritten Mal hier.

Gassi gehen mit Peckart, dann Wasser auffüllen, Toilette entsorgen, Grauwasser ablassen und dann endlich frühstücken.

Es wird warm!

An Abschiedsgruß noch an die Chefin, dann geht’s quer durch die Stadt auf die N 79. Die sind in Frankreich teilweise so

gut ausgebaut, dass sie den Autobahnen in Nichts nachstehen.

So fahren wir gewollte 98 km, aus denen dann letztendlich 202 km werden!!! Drei überfüllte Stellplätze, u.a in

Montlucon und dann der vorletzte schließlich unter Bäumen in Gouzon. Zwar schön kühl bei der Hitze, aber kein TV!

Ein Platz aber hat uns überrascht, leider komplett ohne Schatten, der Stellplatz in Thiel sur Acolin. Ein Stellplatz

hinter dem städtischen Friedhof, mit V+E – Anlage und auch mit Stromsäulen. Komplett kostenfrei!!!

Hier treffen wir einen deutschen Kollegen aus Lörrach, der sich aber schon wieder auf der Rückfahrt bewegte.

Durch die Schweiz wolle er zurückfahren, so erzählte er, weil das günstiger sei als durch Frankreich!?

So fahren wir am Abend noch 15 km weiter bis nach Jarnages, direkt an der N 145, und stehen auf einem wunder-

schönen Platz an einem kleinen See. Herrlich!

38,9 Grad ziert die Anzeige zeitweise auf dem Thermometer! Am späten Abend wird es merklich kühler, aber

die ersten dunklen Wolken ziehen auf. Jetzt aber können wir endlich Luftholen!

3.Juni. 6 Uhr! Glockenläuten???? Von wegen! Blitz und Donner ziehen über uns hinweg, und das vom Feinsten.

So frühstücken wir um Sieben und fahren dann über die N 145 bis kurz vor Poitiers nach Nieuil lÈspoir, etwa

10 km vor dieser Großstadt.

Dort scheint die Sonne dann auch wieder! Leider ist es aber auch wieder so warm! Wir fahren auf den Stellplatz

in einem großen Park. Und als ich noch so überlege und glaube, den Platz zu kennen, da fällt es mir bei einem

Spaziergang durch die Stadt wie Schuppen aus den Haaren.

Am 25.Juli 2009, also fast genau vor 12 Jahren, waren mit unseren Freunden Helga und Reinhold schon mal auf

diesem Platz. Er hat sich aber mächtig geändert, daher habe ich den Stellplatz auch nicht sofort wiedererkannt!

 Am späten Vormittag beschließe ich, mit dem Rad zu einem Leclerc – Markt nach Poitiers zu fahren. 13 km laut Tante

Google. Nur eine Flasche Terpentin kaufen.

Nun muss man aber bedenken, dass es in Frankreich (fast) keine Radwege gibt. So führt mich mein Smartphone dann

über Ackerwege zwischen Korn- und Kartoffelfelder hindurch. Aber…ich schaffe es! Dabei sause ich im Laufschritt durch

diesen riesigen Markt, schnappe mir die Flasche Terpentin und schon sitze ich wieder auf dem Rad. 50 Minuten, dann

bin ich wieder beim Mobil.

Am Nachmittag zieht sich der Himmel zu, es fängt an zu stürmen. Und so beschließen wir, nach L`Aiguillon sur Mer

Zwei Stellplätze gibt es in dieser Stadt!

zu fahren. In Portiers auf die Autobahn und nach 192 km wieder runter - macht 24,70 Euro!

Hier vor dem Kaufcenter Super U bekommen wir einen guten Stellplatz mit dem morgendlichen Baguette und WLAN!

Übrigens, hier ist der Diesel wohl am günstigsten, denn hier schlägt er mit nur 139,4 zu Buche.

Übrigens, wer hier einmal seinen Urlaub verbringt, braucht sich wie an vielen anderen Kaufhäusern wie LeClerce oder

Super U oder anderen ganz bequem seine Wäsche waschen und trocknen.

6. Juni. Ab zum nächsten Stellplatz und zwar nach Saint Foy (man muss ja auch mal neue Plätze kennenlernen!).

Ein kleiner Ort, nur bestückt mit einer Festhalle, Schule, Kindergarten, Spielplatz, Skaterbahn, natürlich mit einem

Lebensmittler und Bäcker und nebenbei auch noch einem vollkommen kostenfreien Wohnmobil-Stellplatz (V+E

und Strom!).

Dort sind wir nun nach 45 km angekommen und werden mit Sonnenschein empfangen.

Da wir aber absolut keine Bezüge auf Alleinstehen haben, fahren wir noch 9 km weiter bis nach Olonnes sur Mer.

Dort am Super U gibt es einen großen Stellplatz ohne Beschränkungen, falls sieben Tage eine Beschränkung ist!?

Die Stellflächen sind groß, auf denen auch schon mal lange Mobile genügend Platz finden!

Das Schöne hier ist der kühle Wind, der vom Atlantik rüber weht. Herrlich! Ach ja, noch etwas: hier ist der Diesel

noch um 2 Cent günstiger als in  l`Aiguillon sur Mer.

Und dann noch der Kaufladen. Schätzungsweise 1,5 Fussballfelder würden darin Platz finden!

8.Juni Der Diesel ist nochmals um 1 Cent runtergegangen auf nunmehr 136,4 Cent !!!

Bei dem Preis muss ich volltanken! Dann geht’s auf die Piste in Richtung Norden. Wir fahren bis nach Saint

Michel-Chef-Chef, der Ort liegt kurz vor der Loire.

Gott sei Dank scheint die Sonne wieder! Als wir dort ankommen, steht dort nicht ein Mobil. Also weiter! 10 km

weiter kommen wir nach St. Pere en Retz. Dort jedoch ist der Stellplatz belegt. Unser Pech! Also nochmals 9 km,

dann sind wir wieder mal in St. Viaud.

Dort findet an diesem Wochenende ein großes See- und Surferfest statt, durch die Zelte ist der Stellplatz belegt,

wir finden jedoch noch einen Platz. Leider aber gibt es jetzt auch keine Ver- und Entsorgung mehr! Schade!

So etwas passiert schon mal!?

Nach 15 Minuten überqueren wir die Brücke über die Loire bei St. Naziere. Auf der N 171 geht es ein paar

Kilometer in Richtung Nantes. Neben uns startet gerade ein Beluga Airbus, der wohl wieder nach Toulouse oder

nach Hamburg fliegt, um Teile zu holen.

Dann machen wir noch Halt in Muzillac beim Super U, um noch ein paar Dinge einzukaufen. Nochmals 18 km,

dann sind wir endlich in Theix.

Nur….ich habe mir irgendwo einen Bazillus eingefangen. Seit ein paar Tagen habe ich ein starkes Kratzen im

Hals und die Hustenanfälle nerven mich!

In der folgenden Nacht bricht sich die Krankheit ihren Weg. Hohes Fieber (40 +), Wadenwickel, Medikamente

und zwei Decken durchgeschwitzt!

Davon habe ich jedoch nichts mitbekommen, denn der Fieberanfall war so stark, dass ich ohne Verstand durch

die Nacht gekommen bin. Weder, dass meine Krankenschwester mich ausgezogen, getrocknet, Wadenwickel

gemacht und weitere Pflegearbeiten gemacht hat, ich habe absolut nichts davon gemerkt!

Nun ja, heute am 9. Juni, stehen wir auf dem Stellplatz in Theix und warten darauf, dass endlich der verdammte

Regen aufhört.

Heute Morgen kam ein Kollege aus Haren an der Ems neben uns. Auch die Kollegen sitzen jetzt im Mobil und

warten auf die Sonne!

10. Juni Endlich mal mit Sonnenschein aufgestanden und dann nach meinem Krankentag einen kurzen

Spaziergang durch Theix gemacht.

Nach dem Mittagessen machen wir uns dann auf die Socken. Wir wollen nach Elben an der N 166. Just in

dem Augenblick, als wir unseren Stellplatz eingenommen haben, knallt es gewaltig. Es zucken Blitze! Ein

Wahnsinns-Gewitter.

Da der Rasen - Untergrund hier ziemlich weich aussieht (an Sonnentagen ist es bestimmt schön hier!!!)

schleichen wir uns wieder vom Platz, denn bei Campercontact haben einen weiteren Stellplatz nur 20 km

weiter entdeckt. Malestroit heißt der Ort. Doch knapp wieder auf die Hauptstraße raufgefahren, ist alles

Attacke! Die Drei auf dem Rasen warten schon!

weiß. Wir kommen uns vor wie Weihnachten, etwa 10 cm Hagelkörner türmen sich auf der Fahrbahn.

Nach einer guten halben Stunde sind wir auf dem Platz angekommen. Auf den ersten Blick ein schöner

Ort und schöner Stellplatz.

Nun überlegen wir aber stark, den Urlaub hier abzubrechen, denn das Wetter soll sich auch die nächsten

Tage nicht bessern.

Nun ja, wir überlegen!!!!

Nach dem Unwetter allerdings standen wir auf dem Stellplatz wieder mal in der .....SONNE! so entschlossen wir uns,

einen Stadtbummel zu machen. EINE TOLLE STADT! Alle Achtung!

Auf dem Marktplatz hörten wir dann bekannte Stimmer: deutsche Urlauber, die einen aus Bamberg und die anderen

aus der Pfalz.

Das Zusammentreffen endete natürlich wieder im Regen! Schade.....

Gerade eben um 18 Uhr habe ich mich mal auf`s Rad gesetzt und haben mir den zweiten WoMo-Stellplatz in dieser

Stadt angeguckt. Ich muss neidlos anerkennen, dass diese Stadt viel für den Tourismus macht. Übrigens: gleich

nebenan gibt es noch einen kommunalen Campingplatz (Municipal). Der kostet pro Tag/Nacht auch nur 14,50 Euro!

11. Juni. Heute Morgen aufgestanden, und…..es nieselte! Anfangs, dann regnete es.

Ich habe erst mal verschiedene Dinge erledigt wie Hund rauslassen, Baguette aus der Stadt geholt, nach dem Frühstück

die Toilette auf dem nahen Campingplatz entsorgt, das Rad aufgeladen, und dann…? Dann sind wir ins Auto

gestiegen und ganz einfach losgefahren.

144 km liegen vor uns. Über die N 166 gehts in Richtung Rennes, dann weiter bis kurz vor St. Malo und nun stehen

wir fast auf dem Strand der Kanalküste in Hirel.

Hinter dem Turm verläuft die Straße, dann kommt der Strand!

Endlich scheint die Sonne auch wieder. Nun werden wir abwarten, wie das Wetter sich weiterentwickelt.

Trotzdem ist nicht alle eitel Sonnenschein, denn meine gesundheitlichen Probleme werden nicht weniger! Mir

ist schummerig! So krabbel ich auch schon gegen halb Zehn ins Bett.

12. Juni. Heute Nacht hat es wieder geregnet, zwar nicht viel, trotzdem kann dieses Getröpfel nerven! Nun gegen

9 Uhr kommt die Sonne wieder durch.

Ich bleibe heute doch lieber im Mobil, denn meine Probleme sind immer noch vorhanden. Ich lebe fast nur

noch von Medikamenten und das ist auch nicht gut! Ich schätze mal, dass es morgen wieder ein Stückchen

weiter in Richtung Heimat geht.

Am Nachmittag warten wir auf eine kurze Unterbrechung dieser „Klimakatastrophe“ und unternehmen eine

Radtour durch den Ort. Dabei wird natürlich auch die örtliche Wirtschaft unterstützt. Diese „örtliche Wirtschaft“

besteht aus einem kleinen Lebensmittelladen.

Dann steht unser Entschluss fest, am nächsten Morgen weiterzufahren.

13. Juni. Frühstück, dann entsorgen und los geht’s. Wir fahren nach Sains, nur etwa 24 km entfernt. Das ist

ein Stellplatz, bei dem ich gesagt habe: wären wir mit Kollegen zusammen, könnte ich es hier ein paar Tage

aushalten! Aber so ganz alleine????

Wir steuern wieder die Schnellstraße an mit Ziel Honfleur. Zur Abwechslung regnet es mal wieder, auch dann,

als wir in diesem Touristenort an der Seine ankommen. Es regnet, es gießt, es schüttet! Das macht keinen Spaß.

Kurz nach dem Mittag unternehmen wir einen Gang in die Stadt, müssen uns jedoch auch dann in ein Cafe flüchten.

Der Regen kommt mal wieder quer! Somit kann man nicht mal draußen unter den riesigen Schirmen sitzen! Zwei

Cafe au Lait im Werte von 10 Euro!!!, dann dackeln wir notgedrungen wieder zum Mobil.

Ich hasse dieses Wetter!

Der Entschluss steht: Wir fahren in Richtung Heimat! Am selben Tag noch fahren wir bis nach Roubaix an der

belgischen Grenze. Es ist schon nach Mitternacht, als wir das kleine Örtchen Nevele in Belgien erreichen. Alle

Achtung, ein toller Stellplatz! Mit V+E und Strom und das alles kostenfrei!

Eine absolut ruhige Nacht bekommen wir. Dann wird nur kurz gefrühstückt und dabei überlegt, wohin wir denn

fahren. Wassenberg kommt mir in den Sinn. 240 km, dann stehen wir mit einem Dieselpreis von 1,19 fast vor dem

Platz. Doch auf dieser Tour müssen wir um Brüssel um zu. Wer das nicht kennt, sollte es mal ausprobieren!!!!!!

Um kurz vor Mittag haben wir es dann geschafft!

Wagen aufgebockt, das Rad runter, dann unternehme ich eine kurze Tour zum Lidl. Mist, den hat man platt-

gemacht! Also, nach nebenan zu Tante Aldi. Ein paar notwendige Dingen und schon bin ich wieder am Stellplatz.

Sigrid hat derweil das Mittagessen fertig. Es gibt Sauerkraut und Stampfkartoffeln.

L e c k e r!!!!

ES IST WARM!!! 28 Grad, für uns ungewohnt! Nun ja, wir machen das Beste draus!

Silke schickt Meldungen und Bilder: Sie sind wieder zu Hause, Ernst hat sogar schon den Rasen gemäht! Fleißig,

der Knabe!!

Ich glaube, den muss ich mir mal ausleihen!! Hihi!

15. Juni Keine Nacht ohne Regen! Um 5 Uhr war die Nacht vorbei!

Nach dem Frühstück und der Stärkung starte ich das Mobil. Wir wollen noch mal kurz bei Obelink  in Winterswijk

reingucken.

Etwas gebrauchen kann man ja immer. Gefunden haben wir fast nichts! Sämtliche Parkplätze bis zum Stehkragen

belegt und drinnen nur Kindergeschrei und genervte Eltern! Das passte zu meiner Laune.

Übrigens, Obelink hat wieder gebaut, zwei Hektar Glaspalast in zwei Geschossen, oben Wohnmobile und unten

Caravans. Und Mittagessen muss sein!

Dann fahren wir um kurz nach 13 Uhr weiter bis nach Coesfeld und dort bekommen wir tatsächlich noch einen

PLatz und Strom.

Ein paar nette Kollegen stehen hier auch! Das passt!

Heute nun kommt für uns die letzte Übernachtung, denn morgen früh gehts nach Hause. Insgesamt war es wieder

eine tolle Tour über zweieinhalb Monate. Wieder mal viel gesehen und viel erlebt und neue Plätze gefunden.

Nur der Regen, besonders in den letzten beiden Wochen, das war schon nervig.

In der kommenden Woche fahren nun unser Junior und Schwiegertochter nach Frankreich. Geplant war eigentlich

von unserer Seite, dass man sich in Frankreich trifft, das hat leider nicht geklappt! Schade!!!

Der Kilometerstand am Ende der Tour 132705 macht insgesamt 4760 km