Wie hoch „klettern“ die Stellplatz-Gebühren?

Ein paar Wochen noch, dann beginnt für viele die neue Saison. Das Mobil ist gepackt, frisch

gewaschen und man fährt auf Tour. Dann aber kommt der erste Übernachtungsplatz und die

Überraschung, die einige von uns zum Schlucken bringt, denn die Stellplatzpreise werden

auch in 2016 steigen!

Die neuen Preise sind nun in den Kommunen vielfach schon „abgesegnet“, so dass uns dann

nur die Möglichkeit des „Schluckens“ oder der Weiterfahrt zum nächsten Platz bleibt.

Viele Kommunen wissen nicht, was sie mit der „Genehmigung“ für einen kräftigen Schluck aus

der Pulle anrichten, denn vielfach sitzen „wohnmobile Laien“ in Rat und Verwaltung, die nicht

die Folgen der Preispolitik bedenken oder zu Ende denken. So werden fast jährlich die Stellplatz-

preise erhöht, ohne zu ahnen, dass man sich damit (oft) ins eigene Fleisch schneidet.

Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung - u.a. 10 Jahre Stellplatz-Erfahrung!- kann ich hier mit

Fug und Recht behaupten, dass man mit einem kostengünstigen oder gar kostenfreien Stellplatz

mehr Finanzen erwirtschaften kann als mit hohen „Eintritts“-Gebühren!

Je teurer ein Stellplatz wird, desto weniger Kollegen können sich dann dazu überwinden, auf

einen solchen Platz zu fahren.

 

Die stärksten Einnahmen, wenn auch nicht direkt, haben die Kommunen, die z.T. ihre Stellplätze

noch kostenfrei und dazu eine gute Infrastruktur anbieten, so dass über die Gewerbesteuer viel

Geld in die kommunale Kasse zurückfließt.

Wenn ich auf einen Stellplatz komme, der einen hohen Preis hat, so zahle ich den (eventuell!), um

dann am nächsten Morgen zum nächsten Platz aufzubrechen. Vielleicht bleibt noch gerade das

Geld für die Brötchen beim heimischen Bäckermeister, mehr aber auch nicht.

 

Ist der Platz aber kostengünstig oder gar kostenlos, so gebe ich unumwunden viel mehr Geld aus!

Psychologie!

Das Geld für Mode, Essen, Getränke oder diverse Mitbringsel, die man sich aus jedem Urlaub mitbringt,

bringen so der Gemeinde oder der Stadt wesentlich mehr Geld ins Stadtsäckel. Leider wird das bei

den Planungen für einen Stellplatz in den Reihen der Bürgermeister, Bauamtsleiter oder Stadtabge-

ordneten gerne vergessen oder überhaupt nicht bedacht. So kann man sagen: es geht nur ums

Geldverdienen! Besser wäre es nach meinem Empfinden, wenn etwas zur Tourismus-Förderung

getan würde!

Wer will, darf sich gerne meine Statistik auf www.egonoetjen.de ansehen. Dort habe ich haarklein

und detailliert beschrieben, wieviel Geld pro Tag (nachweisbar) in einem Ort ohne Stellplatz-

Gebühren „hängen“ bleibt!