2009 - Unsere Tour durch die Schweiz, Italien und Frankreich.

Dienstag, 9. Juni 2009, Km-Stand 31800

Gerade eben habe ich meine Veranstaltung in der Reha - Klinik durchgeführt und nun um 21 Uhr sitzen

wir schon im Mobil und beginnen unsere Tour mit Regen. Unsere Nachbarin Jutta ist traurig, dass wir fah-

ren. Über Osnabrück und Bielefeld geht es nach Paderborn. Die Autobahn ist um diese Zeit leer. So lässt

es sich gut fahren.

Um 23.30 Uhr sind wir endlich auf dem Stellplatz in Paderborn angelangt und übernachten dort an der

DLRG - Station. Hier ist es einigermaßen ruhig.

Mittwoch 10. Juni. Nach einer ausgeruhten Nacht fahren wir weiter. Die Tour geht quer durchs Sauer-

land. Irgendwo in einem großen Kaufhaus an der Strecke decken wir uns noch mit Lebensmittel ein. Am

späten Nachmittag sind wir in Wipfeld am Main. Dort übernachten wir. Der Platz ist voll. Wetter gut.

Sonnenschein.

Nach dem Frühstück geht es weiter in Richtung Kisslegg kurz vor dem Bodensee. Hier warten Reinhold

und Helga schon auf uns. Nach über 300 km sind wir um ca. 13.30 Uhr dort. Es ist ziemlich warm. Bis Sam-

stag bleiben wir dort. Reinhold muss sich eine neue Starterbatterie besorgen. Die alte Batterie hat den

Geist aufgegeben. Schon in Aalen, so erzählen die Beiden, wären sie in einer Werkstatt gewesen, nach-

dem der Wagen sich nicht mehr starten ließ. Ein neues Zündschloss, neue Schlüssel und alles klappt wieder.

Neben uns stehen Kollegen aus der Nähe von Göppingen. Der Kollege direkt neben uns besitzt einen

kleinen weißen Hund, mit dem unser Peckart gleich Freundschaft schließt.

 

Am Freitag kaufen wir beim LIDL ein. Anschließend machen Reinhold und ich noch eine Radtour zu einer

Käserei. Essen muss ein. Morgen soll es weiter gehen.

Wir beschließen, bis nach Hart in Österreich gleich hinter Bregenz zu fahren dort gibt es einen Stellplatz

an einem Restaurant. Der Stellplatz entpuppt sich als ganz normaler Parkplatz eines Restaurants. Da es

immer heißer wird und es mit Schatten schlecht aussieht, beschließen wir, unsere Tour doch fortzusetzen.

Nach dem Mittagessen ist es soweit. Wir fahren über die Schweizer Grenze, nachdem wir dort die Schwe-

last - Abgabe für unser Wohnmobil entrichtet haben. Schließlich fahren wir ja einen 40-tonner!

Helga hat in der Zwischenzeit bei ihrer Schwester Irmgard in Augio in der Süd-Schweiz angerufen und uns

angemeldet. Die Tour über die A12 in Richtung Süden durch den Sankt Bernhard ist ein Erlebnis,

zumindest die letzten 20 km. Die setzen unseren Bremsen ganz gehörig zu, denn es geht stetig bergab!

A12 durch die Schweiz

Dann noch die 18 km ins Graubündener Seitental nach Augio und wir sind am späten Nachmittag bei Remy,

Irmgard, Matthias und Nachbar Werni vor Ort. Eine herzliche Begrüßung und schon geht die "Fresserei" l

os, die uns Irmgard tagtäglich auftischt. Wir stehen in einem eingezäunten Hof. Somit müssen wir auch

an die Gemeinde keine Gebühren zahlen. Direkt neben unseren Mobilen fließt ein kleiner Bach vorbei. Eine

klappbare Bank dient uns als Sitzbank.

So können wir die Beine ins fließende Wasser halten. Das jedoch nur für einige Sekunden, denn sonst lau-

fen wir Gefahr, dass uns in diesem eiskalten Wasser die Beine abfallen.

Am Montag machen Helga und Sigrid zusammen mit Irmgard eine Tour zum Einkauf nach Bellinzona. Am

Dienstag versuchen Sigrid und ich uns als Bergsteiger. Wir wollen hoch zum Wasserfall, der hier direkt hin-

ter dem Haus aus 150 Meter Höhe herabstürzt.

Ein Felsblock, groß wie ein Haus, ist hier aus 150 Meter Höhe "abgestürzt".

 

Ich mache auf der Hälfte des Weges mit einer 1,80 Meter langen Zunge Schlapp. Sigrid läuft noch ein

paar Meter weiter, um Bilder zu machen. Donnerstags lädt Remy Helga und mich ein, eine Bergtour nach

Selma zu machen. Dort fahren wir mit der Bergbahn hoch zu einem alten Bergdorf. Wirklich toll! Endlich

mal nicht klettern.

Unser Stellplatz in Augio. Zwischen den Zäunen der eiskalte Bach, gespeist vom San Bernadino

 

Berni wirft am Abend frisch geräucherte Forellen auf den Tisch, schließlich handelt er mit diesen Fischen.

7 große Forellenteiche besitzt er. Die Tage vergehen zu schnell.

Am Donnerstagmorgen muss Matthias nach Bellinzona zum Arzt  und wir entschließen uns, auch unsere

Tour fortzusetzen. Die Tour ist geplant.

So fahren wir über Bellinzona ins Tessin, vorbei an Locarno und dem Lago Maggiore rein in die Berge. Was

auf der Karte noch wie eine Landstraße aussieht, entpuppt sich als eine 3 Meter breite Knüppelstrecke

durch die Berge mit zum Teil 18%iger Steigung.

Was bergauf geht, geht aber irgendwann auch wieder bergab. Gleich zu Beginn dieser Steigung quert

eine Bahnlinie und logischerweise müssen wir ja unbedingt einen Zug erwischen. Sonst wäre es ja even-

tuell langweilig geworden! Anfahren bei 18 %  Steigung, eine ganz neue Erfahrung! Es wird viel gebaut

an dieser Strecke, so dass die Strecke manchmal so eng wird, dass man die Spiegel einklappen muss, um

nicht den Felsen zu traktieren. Das wäre ja wirklich zu schade.

Der Dom in Santa Maria Maggiore

Nach 40 km hat uns in Santa Maria Maggiore die Zivilisation wieder. Die Strecke ist ausgebaut und nun als

normal breite Straße zu befahren. Mitten in diesem kleinen Bergort eine riesiger Dom, die St. Maria Maggi-

ore - Kirche, weil man von hier oben bis zum Lago Maggiore sehen kann. Nach dieser Kirche ist auch

der Ort benannt.

Gleich am Eingang dieses Ortes sieht man auch, welches Klientel hier wohnt. Es stehen wahre Paläste an

den Hängen. Ganz gut wird die Straße schließlich ab Domodossola. Wir erreichen den Simplon.

Mit dem Zug durch den Simplon - Tunnel - ist wohl nix! Es gehen nur Pkw`s mit. Wir müssen über den

Pass und 2005 Meter Höhe. Eine hervorragende Sicht entschädigt uns aber für diese Strapaze, die wir un-

seren Autos zumuten. Oben auf dem Pass machen wir ein halbe Stunde Mittagpause. Die Bremsen kön-

nen es gebrauchen!

 

Hier in Chamonix geht der Gletscher des Mont-Blanc bis ins Tal!

Am späten Nachmittag haben wir unser Etappenziel Chamonix unterhalb des Mont-Blanc-Massivs erreicht.

Doch nicht wie im ADAC -Katalog angekündigt als kostenloser Stellplatz zahlt man hier ganz reell 11 Euro.

Ich mache am Abend noch eine Erkundungstour durch Chamonix.

Ich habe umdisponiert und die Tour in Richtung Süden umgeworfen. Eigentlich sollte es nun in Richtung

Sestriere und damit durch die größte und längste Schlucht Europas gehen. Wir aber fahren nach dem

Frühstück an diesem Morgen weiter durch die Berge in Richtung Genf. Helga und Reinhold immer hinter

uns. In einer etwas größeren Stadt verlieren wir die beiden. Im Rückspiegel sehe ich, wie sich ein großer

LKW durch den Ort quält und Reinhold halten muss. Wir fahren noch ein paar hundert Meter weiter bis

auf ein Tankstellengelände direkt an der Straße. Da müssen die Beiden ja irgendwann vorbeikommen.

Sie kommen auch, Helga guckt auch noch zu uns rüber, registriert uns jedoch nicht. Reinhold brackert

weiter durch den Ort.

Nun sind wir hinter den Beiden. Ein Stück gefahren, da sehe ich, wie sich die Straße teilt. Rechts geht es

auf die Autobahn. Und wie ich noch so denke, dass Reinhold doch wohl auf die Autobahn gefahren sein

könnte, sind wir schon dran vorbei. Wir schlängeln uns wie verabredet auf Landstraßen bis nach Genf.

Eine wahnsinnig quirlige Großstadt. Auch das Hotel Beau Rivage, in dem der holsteinische Ministerpräsident

ermordet wurde, liegt hier am Genfer See vor uns. Nur schrittweise geht es voran.

Eine Stunde quälen wir uns durch den Verkehr dieser Großstadt. Ein paar Kilometer aus der Stadt heraus

machen wir auf einem Parkplatz Mittagspause. Dort bietet allerdings gerade eine Dame vom horizontalen

Gewerbe ihre Dienste in einem alten Mobil an. Alle gucken!

Der Stellplatz in Nantua direkt am Lac Nantua

Reinhold ruft an, der bereits an unserem nächsten Treffpunkt Nantua angekommen ist. Eineinhalb Stun-

den später sind auch dort. Eine kleine Stadt mit Kurpark und kleinem See. In ca. 100 Meter Entfernung

ist der nächste LIDL. Wir sind gerettet. Der Stellplatz befindet sich unmittelbar an einer viel befahrenen

Straße. Nachts ist es aber ruhig. Gebühren pro Nacht 5 Euro plus 40 Cent Kurtaxe pro Person. Und…. die

Gebühren werden durch die Polizei kassiert!! Eine tolle Idee. Was mir auffiel, war, dass die Polizei auch

mal zu einem längeren Klönschnack bei den Mobilisten stehen blieb! Einmal eine ganze Stunde. Bei uns un-

vorstellbar, wo doch alle Polizisten stets auf Verbrecherjagd sind.

 

Der Stellplatz in Charolles 3 Euro vor dem Campingplatz!

Sonntag, der 21. Juni, über Bourg en Bresse und Cluny fahren wir nach Charolles. Eine kleine und schöne

Stadt. Noch besser aber ist der Municipal - Campingplatz, vor dem wir stehen. 3 Euro vor einem Camping

platz soll man in Deutschland erst mal suchen!

Blumen uns Wasser - das ist Charolles. Wunderschön!

Ein toller und sauberer Platz. Große und breite Buchten mit V+E und Strom. Alle Dinge auf dem Camping-

platz kann man nutzen! Wir sind begeistert. Sigrid und ich machen einen Stadtrundgang und suchen 2

große Kaufmärkte auf. Eine tolle Innenstadt, mit Cafe`s und Restaurants. Nachmittags geht's noch mal

zum ALDI.

Premilhat im Limousin erwartet uns nach 4 Stunden Fahrt. Der Platz entschädigt uns für alles. Nagelneu,

kostenlos. Nur das Wasser ist mit 5 Euro für 150 Liter etwas teuer. Auch der Stausee direkt vor uns darf

nicht zum Baden genutzt werden. Am nächsten Morgen fahre ich mit dem Rad zum McDonald. Dort habe

ich Internet - Verbindung. Kostenlos. So kann ich bis zur leeren Batterie meine Mails runterladen.

Stellplatz in Premilhat (Limousin)

Das riesige Kaufhaus im Stil von Famila XXL direkt daneben dient uns als Versorger in Sachen Lebensmittel.

Nach zwei Tagen ist unser Aufenthalt beendet.

Reinholds Kühlschrank versagt wieder einmal. Wieder zusammengeschraubt und schon läuft das Ding wie-

der. Die fehlende Bademöglichkeit zieht uns nach Nieul-I`Espoir kurz vor Poitiers. Dort haben wir Wasser

und zwar von oben! Ein Gewitter zieht über uns hinweg, welches die brütend heiße Luft erträglich abkühlt.

Wir wollen unbedingt ans Wasser. Die Ile d`Oleron haben Kollegen uns empfohlen. Dicke Regentropfen

kommen vom Himmel. Für die verdorrte Pflanzenwelt sicherlich eine Erlösung. Wir hätten nun aber gerne

wieder mal ein wenig Sonne. Die bekommen wir dann auf der Insel und zwar von einem strahlend blauen

Himmel. 37 Grad! Zu heiß, um barfuß auf Steinen zu laufen. Die Insel selbst entpuppt sich als Reinfall,

denn in Bezug auf die französischen Ferien sind viele Plätze für Mobile gesperrt. Schade. Wir entscheiden

uns, wieder von der Insel runter zu fahren, was sich letzten Endes als Glücksfall herausstellt.

Ein erster Halt an der Festung Marennes ca. 15 km vor Rochefort zwingt uns zum Abendessen. Wir verab-

reden, dass doch noch ein Platz am Wasser gesucht werden soll.

Wir fahren durch die Dörfer in Richtung Rochefort. Über Umwege - denn ein Einheimischer zeigt uns plötz-

lich auf seinem Moped sitzend im Vorbeifahren nach links und fährt weiter geradeaus. Wir biegen links ab.

Nach 2 km erreichen wir eine Klippe direkt am Wasser. Dort steht ein französischer Kollege, der uns einen

Tipp auf einen Stellplatz direkt am Atlantik gibt. Über schmale Wege erreichen wir ein kleines Wäldchen

mitten in einem Naturschutzgebiet, wo wir schon mehrere Mobile entdecken. Dort bauen wir unser Lager

auf. Eine traumhafte Ruhe erwartet uns! Samstag 39 Grad!

Heute ist nun Sonntag, der 28. Juni. Zuhause gibt es normale Temperatur und auch schon mal ein

Gewitter. Hier brüten wir nun um genau 12.15 Uhr bei 41, 8 Grad.

Auf dem Platz haben Einheimische Zelte aufgebaut und heute Morgen begonnen, den Strand von Müll zu

säubern. Nun aber haben alle das Weite gesucht und machen Siesta. Auch ein angemeldeter Quetsch-

kommodenspieler gönnt sich die Mittagspause. Bin mal gespannt, wann die wieder auftauchen. Apropos

Auftauchen, Es gibt hier nichts zum Auftauchen. Nicht mal abtauchen kann man. Zurzeit wäre es sogar

möglich, durch den knöcheltiefen Schlick bis auf die Ile d` Oleron zu laufen. Die gesamte Bucht ist über

viele Quadratkilometer im wahrsten Sinne des Wortes trockengelegt. Im Radio wird fast nur noch Musik

von Michael Jackson gespielt, der auf tragische Weise zu Tode kam.

Wir warten auf Abkühlung und hoffen auf ein Gewitter. Die kleinen Fliegen sind schon zu Tausenden da.

Da die Hitze immer unerträglicher wird, entschließen wir uns, am späten Nachmittag abzureisen. La Rochel-

le soll die nächste Station sein. Eine quirlige Großstadt mit 3 Stellplätzen, wovon allerdings nur einer zu ge-

brauchen ist.

Der wunderschöne Bahnhof von La Rochelle am Atlantik

47 km bis in diese Stadt, dann alles gesperrt wegen eines Filmfestivals, auch der Stellplatz. Weitere 50 km

sind wir dann in L´Aiguillon sur Mer. Mitten in diesem Ferienort stehen wir auf einem Schlackenplatz zwi-

schen zwei Seen. Salzseen! Davon hat der See direkt vor unserer Nase einen solch hohen Salzgehalt, dass

man ihn mit dem Toten Meer vergleichen kann. Man kann sich ganz einfach auf das Wasser legen und

schlafen. Ein großes Einkaufszentrum direkt am Eingang des Ortes und eine ständiger großer Rummelplatz

mit einem riesigen Riesenrad bringen Abwechslung.

Stellplatz in L`Aiguillon sur Mer

L´Aiguillon sur Mer. Es ist heiß. Zu heiß zum Spazierengehen, zu heiß zum Luftholen und zum Rest sowie-

so. Unser Peckart geht zum ersten Mal freiwillig ins Wasser und schwimmt eine Runde. Wir treffen im Su-

per-U deutsche Urlauber, die sich dort in diesem Ort vor 25 Jahren ein Häuschen gekauft haben. Sie er-

zählen uns, dass am nächsten Morgen Markttag vor der Kirche ist.

Immer noch in L´Aiguillon sur Mer. Heute ist Markttag. Naja, Markttag in diesem kleinen Ort. Was mag das

denn schon sein. Umso überraschter sind Sigrid und ich dann aber, als wir diesen Markt sehen, Durch die

gesamte Innenstadt zieht sich das Treiben. Wir kaufen Paprika und lernen so auch gleich Französisch. Gel-

be und rote Paprika heißt ganz einfach juen und rouge Paprik. Der Marktbetreiber lacht über uns und

wünscht uns einen schönen Aufenthalt.

Wir beeilen uns, wieder zum Wagen zu kommen, denn der Hitzepegel steigt. Kurz vor Mittag mache ich

noch eine Tour zum Einkaufcenter in ca. 2 km Entfernung. Dann gegen Mittag um 13 Uhr verzieht sich

die Sonne, da in weiter Ferne starke Gewitter niedergehen. Leider haben wir nichts davon, denn so ca.

um 15 Uhr knackt es wieder im Gebälk. 47,8 Grad in der Sonne und 41,2 Grad im Schatten!!! Man wird

verrückt. Die Devise heißt, rein ins Wasser, so oft es geht. Reinhold und ich sind schon ganz schrumpelig

vom vielen Wasser. Uns wachsen Schwimmhäute zwischen den Fingern. Morgen früh soll es aber weiter

gehen, erst mal nach L`Tranche sur Mer und nur ca. 12 km entfernt. Dort am Leuchtturm soll es einen

schönen kostenlosen Platz geben, der allerdings ziemlich umkämpft sein soll. Warten wir’s ab.



1. Juli, 8 Uhr 30. Wir starten, nachdem wir versucht haben, Wasser zu bunkern. Anlage defekt! Tanken

bei Super-U und ab nach L`Tranche sur Mer. Die Stellplätze - das Letzte! Der am Leuchtturm ist so eng,

dass man kaum Luft holen kann. Die Hitze hat uns die vergangenen Nächte nicht schlafen lassen. Nun war

in der letzten Nacht auch noch richtig Trubel auf dem Platz. Das erste Wohnmobil kam um Mitternacht,

ein weiteres um 1 Uhr 30. Um 3 Uhr musste Sigrid dann aufstehen, um das große Heki zu schließen.

Um 4 Uhr 30 donnert dann der Müllwagen über den Platz und um 5 Uhr schließlich treffen unsere Platz-

nachbarn mit viel Geschnatter ein, die gestern Abend offensichtlich von Bekannten mit dem Auto abge-

holt wurden und die Nacht durchzecht hatten. Dann war für mich die Nacht auch vorbei. Genervt! 10 Mal

genervt!!

Weiter in brütender Hitze 80 km bis nach St. Gilles Croix de Vie. Stellplätze ohne Schatten und immer noch

kein Wasser. Ich schwinge mich aufs Rad und fahre ca. 2 km bis zur Tourist- Info, um einen Chip zu kaufen.

2,60 Euro und wieder zurück zu den Fahrzeugen. Wasser gebunkert und weiter geht es nochmals 80 km

bis nach St. Viaud an der Loire-Mündung. Ein kleiner Platz am Sportstadion und alles kostenfrei. Uns ge-

fällts, weil in unmittelbarer Nähe ein kleiner See lockt. Die drückende Schwüle allerdings ist auch da. Als

Reinhold und ich den See anschwimmen, grollt am Himmel schon der erste Donner. Doch von Gewitter

ist bei uns nichts zu merken. Die Schwüle stört in der Nacht. Irgendwann fallen dann die ersten Tropfen.

Es gibt Probleme mit Jugendlichen, die mit ihren frisierten Mopeds durch die Anlagen fahren.

Der Morgen beginnt mit Regen. Dick verhangen ist der sonst blaue Himmel. Es ist warm. 19,6 Grad zeigt

das Thermometer. Was uns zu schaffen macht, ist die Schwüle.

Die vergangene Nacht war schlimm. Frankreich hat Ferien und das nutzen die Jugendlichen mit ihren

Mopeds aus. Bis morgens um 3 Uhr sind sie um unsere Mobile und durch die Park-und Sportanlagen gebret-

tert. Mit viel Krach, so als wenn sie es drauf angesetzt hätten, uns zu vertreiben. Selbst die Polizei war

machtlos! Also ein Stellplatz zum Vergessen.

Nun sitzen wir im Auto und fahren 49 km bis nach Le Croisic. Dabei geht es über die imposante Loire -

Brücke und über Nazaire hinweg. 3 Kreuzfahrtschiffe sehen wir von oben im Hafen liegen. In Le Croisic ist

der Stellplatz hinter dem Bahnhof angelegt. Ziemlich eng, was uns nicht zusagt. Also beschließen wir, wei-

ter zu fahren. Mesquer am Atlantik heißt das Ziel. Doch nach dem ADAC - Atlas den Stellplatz zu finden,

ist schier unmöglich, wie übrigens fast alle beschriebenen Stellplätze.

Durch Zufall haben wir schließlich doch einen von vier Plätzen gefunden. Ein einfacher Wiesenplatz. Zum

Stehen ganz gut und auch ruhig. Jedenfalls die erste Nacht.

Was uns allerdings heute auf dem Platz erwartet, wissen wir nicht, denn am Abend ist ein irischer Abend

angesetzt. Wir warten!

Sonnenschein und 28 Grad. Lilly kommt. Lilly ist ein großer schwarzer Hund, an seiner Leine zwei kleine

Mädchen. Ein Ruck und Lilly läuft ohne Halsband und ohne Leine. Die Chance für unseren Peckart. Er hat

die nächste Freundin.

Es ging ruhiger aus als erwartet. Nur bis um 4 Uhr war die Musik zu hören. Obwohl, die Veranstaltung war

nicht auf unserem Platz. Dort war nur das Zeltlager! Die Veranstaltung war ca. 2 km entfernt, jedoch

durch die Windrichtung war es so, als wenn sie neben unserem Mobil stattfand.

Die Sonne scheint (wie fast immer) und nun warten Reinhold und ich auf das, was unsere Mamsells zu Mit-

tag auftischen. Der Tag endet mit einem kurzen Regenschauer. Mittendrin: Sigrid und ich auf unserer kur-

zen Radtour.

6. Juli. Der Montag beginnt, wie der Sonntag endete. Es regnet leicht. Wir fahren ab, nachdem wir

erst entsorgt haben. Es geht nach Pont-Aven in der südlichen Bretagne. Fahrstrecke 147 km. Sigrid, Hel-

ga und ich machen eine Stadtbegehung. Der Kauf von Ansichtskarten gehört dazu. Ich bin begeistert.

Noch nie in meinem Leben habe ich eine Stadt gesehen, die so viele Kunst - Ateliers beheimatet.

Haushohe Hortensien in der Künstler,- Blumen,- und Wasserstadt Pont Aven

 

Wahnsinn. Hier reiht sich Atelier an Atelier. Tolle Kunstwerke sind zu sehen. Das Mittagessen lockt und un-

mittelbar danach starten wir in Richtung Brest und Lampaul. Denn der Ort lockt auch. Der Kollege Dieter

Schmidt und seine Gisela haben uns von ihrem Urlaub eine Ansichtskarte aus diesem Ort geschickt und ich

war begeistert. Naja, Bilder und Texte sind geduldig. Nun stehen wir hier in den Sanddünen fast direkt

am Strand des Atlantiks und sind hin und weg. Der beste Stellplatz, den ich bislang gesehen habe. Eine

steife Brise und toller Sonnenschein begleiten uns in den Abend hinein. Vor uns stehen Kollegen mit Hund

aus Oldenburg mit ihrem Hymer. Sie kommen bereits zum 15. Mal nach Frankreich.

Heute wollen wir einkaufen. Bevor wir allerdings loskommen, gesellen sich Kollegen aus Kempten, auch

mit Hund, zu uns. Wir strampeln los. Der Markt ist ca. 5 km entfernt. Nach 10 Minuten haben wir uns voll-

kommen verfranzt und landen im Nachbarort vor dem Wasser. Weiter geht's es nicht. Das bedeutet um-

drehen und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Dann erneut eine andere Strecke. Am Nachmittag stehen

fast 19 km auf unseren Tacho. Das wäre im Normalfall gar nicht so schlimm, wenn nur die elenden Steigun-

gen nicht wären. Ich fühle mich wie nach einer Tagesetappe bei der Tour d`France.

8.Juli Heute, am Mittwoch, strahlt die Sonne immer noch. Wir sind immer noch in Lampaul. Bereits um

9 Uhr habe ich die ersten großen Wellen hinnehmen müssen bei einer Wassertemperatur von 18 und ei-

ner Lufttemperatur von 17 Grad. Reinhold hat Respekt vor diesen Wellenbergen und bleibt im Wagen.

Sein Kühlschrank macht bei dieser Hitze schon wieder Schwierigkeiten. Am Nachmittag machen wir eine

Tour zum Super-U. Reinhold fährt mit dem Wagen, weil die Tour zu anstrengend ist.

Heute ist Freitag. Das Wetter hat sich beruhigt. Bis Dienstagmorgen wollen wir noch hier bleiben. Das hat

einen ganz bestimmten Grund, denn am Dienstag, d. 14. Juli, ist hier Nationalfeiertag und am Abend vor-

her gibt es hier das größte Feuerwerk Frankreichs. Das wollen wir sehen. Der Platz füllt sich schon fürs lan-

ge Wochenende.

Wir waren zum Einkauf. Ein kleiner Laden, der total überteuerte Sachen anbietet. Wir kaufen trotzdem,

um uns die 5km -Tour zum Super U zu ersparen. Anschließend noch der Besuch beim heimischen Bäcker,

der erstklassige Ware anbietet.

Es sieht nach Regen aus und nun meldet "unser Franzose" Pierre, der Kassierer, auch noch, dass dieses

Wetter noch eine ganze Woche anhalten soll. Kollegen aus Edewecht treffen ein, die sich aber eine Etage

tiefer platzieren. Eventuell reisen wir nun doch schon früher ab. Schade.

18 Grad. Es regnet seit 18 Uhr und wir beschließen, schon morgen früh weiterzureisen. Sigrid ist traurig,

denn sie wäre gerne noch vier Wochen geblieben. Dicht und grau verhangen ist der Himmel über Lam-

paul. Wir verabschieden uns von den Kemptener und Oldenburger Kollegen (Ingrid und Gisbert) und fah-

ren rund 250 km bis nach St. Malo. Der Stellplatz mitten in der Stadt ist fast knüppelvoll. Also heißt es

weiterfahren, jedoch, es ist Mittag und der Magen knurrt. So suchen wir uns einen Platz neben einem

Abstellgleis und futtern erst mal. Hinter uns in einem Privatgarten steht ein Pfirsichbaum mit reifen Früch-

ten. Doch ohne den Blick der Besitzerin läuft hier nichts!

Schade!

 

Mitten im Watt: Le Mont St. Michel

Weiter nach Cancale in der Bucht von Le Mont St. Michel, den man durch die Bucht im Watt stehen sieht.

Der Stellplatz (7 Euro) ist voll. Weiter geht's in Richtung St. Vivier sur Mer. Kurz vor dem kleinen Ort sehen

wir Wohnmobile auf einem riesigen Areal stehen. Kehrtwende gemacht und rauf auf den Stellplatz. Riesig

groß und ruhig, das ist wichtig. Reinhold und ich machen anschließend eine Radtour nach St. Vivier sur Mer

und besichtigen die Stellplätze. Alle 500 Meter ein Stellplatz, jedoch fast alle direkt an dieser stark befah-

renen Uferstraße. Wir haben das große Los gezogen. Hier bleiben wir über Nacht, weil wir Morgen die

19 km weiter nach Le Mont St. Michel wollen. Übrigens, die Sonne scheint wieder wie eh und je!

Der Weg nach Le Mont St. Michel ist schwierig, weil mein Navi und diverse Verkehrsschilder uns in die Irre

leiten. Wir landen auf riesigen Gemüsefeldern. Retour zur Hauptstraße und ab in das Chaos von St. Michel.

Abartig! Bloß weg hier. 143 km in Richtung Honfleur. Unterwegs auf einer Autobahn - Raststätte machen

wir Mittag.

In Deauville ist kein Stellplatz zu finden, daher machen wir kehrt und fahren nach Honfleur. Reinhold hinter-

her! Dort angekommen, sehen wir plötzlich an einem Kreisverkehr ein Hinweiszeichen auf einen Stellplatz.

Wir erkennen,dass das nicht der Stellplatz in Honfleur ist. Viel zu klein ist dieser. Also machen wir wieder

eine Kehrwende und kreuzen durch die Stadt. Dann endlich erkennen wir am Hafen die absolute Abartig-

keit eines Stellplatzes. Der Anblick dieser Mobile, so eng, dass man tatsächlich noch die Türen öffnen kann,

lässt uns auf der Stelle Kehrt machen. Wir fahren zu dem ersten Stellplatz, den wir entdeckt haben und

bekommen zwei ganz tolle Plätze. Kostenlos!


Der Stellplatz in La Riviere.

La Riviere-St.-Sauveur heißt dieses Nest, welches sich als direkter Nachbarort von Honfleur und als Schmuck-

kästchen entpuppt. Hier steht man fast unter der "Pont de Normandie", der zweitgrößten Hängebrücke

Frankreichs. Absolut ruhig trotz der Nähe zur Autobahn. 3 Bäcker und ein riesiger Einkaufsmarkt in der Nä-

he runden das Bild ab.

14. Juli. Nationalfeiertag in Frankreich. Sämtliche mobilen Fahrer Frankreichs befinden sich zurzeit in Hon-

fleur. So sieht es jedenfalls aus. Wir sind außen vor. Sigrid und ich machen eine Radtour (12,8 km) an die

Pont de Normandie, an die Seine und durch Honfleur. Tausende Menschen sind heute unterwegs, um zu

feiern. Nachts um 23 Uhr hören wir die Raketen und Böller, die diesen Feiertag beenden. Dann allerdings

machen Jugendliche ihren eigenen Feiertagsabschluss. Bis um 2 Uhr knallen sie ununterbrochen. Reinhold

und Helga hören nichts.

Der Stellplatz in St. Valery en Caux an der Kanalküste

15. Juli Wir fahren nach Fecamp in der Normandie. Die Nachwirkungen vom Nationalfeiertag sind noch zu

merken, denn auch hier stehen die Mobile fast gestapelt am Hafen. Also heißt es weiterfahren ach

St.Valery en Coux. Dort findet gerade im Augenblick unserer Ankunft der Wechsel statt. So bekommen

wir dann auch einen Platz.

Am Nachmittag treffen dann noch Kollegen aus Edewecht, die wir schon in Lampaul trafen, ein. Auch ste-

hen hier Kollegen aus Verden und Bunde. Sigrid und ich machendann nach dem Kaffee einen Gang durch

die Stadt. Die Sonne brennt wieder mal vom Himmel, das türkisfarbene Wasser wälzt sich im Meeresrau-

schen. Gerade eben war der Kassierer da. 4,40 Euro, also zahlt m an auch hier eine Kurtaxe von 20 Cent

pro Person.

 

Criel sur Mer. Vorne der kostenfreie Stellplatz, im Hintergrunf der Campingplatz

Morgen früh soll es trotzdem weiter gehen mit unserer Tour. Dieppe und Criel sur Mer sollen unsere letz-

ten Stationen am Kanal sein, bevor wir dann ins Binnenland in Richtung Luxemburg und Deutschland ab-

schwenken.

Dieppe und einen wunderschönen kostenlosen Stellplatz direkt am Hafen haben wir links liegen lassen,

weil Reinhold schon seit über einer Woche nur noch vom kostenlosen Stellplatz in Criel sur Mer erzählt.

Der Stellplatz muss ja toll sein!!?? Angekommen in Criel sur Mer, einem Kaff allererster Güte ohne Einkaufs-

möglichkeit, ohne V+E und ohne Blick - wie in Promobil vorgekaukelt - aufs Meer, stehen wir nun auf einer

Hundescheisswiese. Macht nichts. Spitzenklasse. Hauptsache kostenlos!

Die Sonne brennt vom Himmel bei nun 28 Grad. Ich treffe einen Hannoveraner, der dort in der Wohnan-

lage eine Ferienwohnung besitzt. Der erzählt mir, dass man nur am offiziellen Badestrand baden darf. An

anderen Stellen, so wie vor unserem Stellplatz ist das Baden verboten. Gülle wird dort ins Meer geleitet!

Spitzenmäßig!!

Am Abend braut sich über dem Ärmelkanal ein mächtiges Gewitter zusammen. Rund um uns blitzt es un-

unterbrochen. Viele Kollegen stehen bis 23 Uhr oder noch später draußen und sehen sich das Wahnsinns -

Schauspiel an. Der ganze Himmel scheint zu brennen.

Um 23 Uhr 50 entlädt sich dieses Gewitter in einem Orkan mit sintflutartigem Regen. Sigrid steht fertig

angezogen mit Regenjacke und Rucksack an der Tür, um beim Kippen des Mobils sofort rausspringen zu

können. Um 0 Uhr 30 ist dann das Meiste vorbei.

Am nächsten Morgen ist um 7 Uhr die Nacht vorbei. Sofort nach dem Frühstück fahren wir ab in Richtung

Le Treport. Dort auf dem Stellplatz wollen wir ver- und entsorgen. Der Platz ist bis auf den letzten Platz

gefüllt. Wir entsorgen und sehen dann, dass auch Frischwasser kostenlos ist. Logischerweise füllen wir auf.

Dann geht es ab in Richtung Trier. 525 km liegen vor uns. In Abbeville tanken wir für 92,2 Cent.

Weiter geht's. Am späten Nachmittag sind wir in Charleville-Mezieres angelangt. Aber so viel wir auchsu-

chen, der Stellplatz ist einfach nicht zu finden. Dann, durch Zufall entdecken wir erste Hinweise auf den

Stellplatz. Als wir den endlich finden, sind die 8 Plätze gefüllt. Anfangs suchen wir in der Stadt, bis wir

irgendwann einen riesigen Platz entdecken, auf dem Zigeuner lagern. Wir beschließen, weiterzufahren.

Durch die Ardennen, durch Belgien und durch Luxemburg erreichen wir schließlich um 20 Uhr Wasserbillig

an der deutschen Grenze. Wir tanken für ganze 82,6 Cent. Um 20 Uhr 30 sind wir dann auf dem Stellplatz

in Trier. Ich telefoniere mit Hanke. Der erzählt mir, dass das Auto schon für den vierwöchigen Norwegen

Urlaub gepackt ist. Der soll am 18. Juli beginnen. Die Nacht ist ruhig!

Gemischtes Wetter, welches sich im Laufe des Tages aber noch ganz gut entwickelt. Ein paar kleinere

Schauer sind alles, was der Himmel hergibt. Sigrid geht nach in die Stadt und ich fahre zum REAL. Zu Mit-

tag wollen wir zu McDonald zum Essen. Auch Reinhold will mit, jedoch essen will er nicht. Nach dem Essen

wollen wir mit den Mobilen nochmals nach Wasserbillig. Ich fahre los und warte auf Reinhold. Dann müssen

wir sehen, dass er mit seinem Mobil auf die Moselbrücke fährt. Total in die falsche Richtung.

Wir fahren nach Wasserbillig. Dort kaufen wir nur einige günstige Sachen in dem sonst überteuerten La-

den und fahren zurück. Irgendwann sind auch Reinhold und Helga auch wieder da. Am Abend scheint die

Sonne, es ist warm und wir Vier sitzen noch draußen zusammen.

Sonntag, 19. Juli 2009 Regenschauer und Sonne wechseln sich ab. Ich spiele heute Morgen "Faule Sau"

und komme ganz einfach nicht in Schwung. Sigrid dagegen hat schon den Hund Gassi geführt, Frühstück

gemacht, den Müll weggebracht und Mittag vorbereitet. Nun am Vormittag sind Helga und Sigrid zum

Brombeerenpflücken. Nach 10 Minuten sind die Beiden aber schon wieder da, weil es zu regnen beginnt.

Kurz nach dem Mittag fahren wir in Richtung Enkirch (Mosel) ab. Dort angekommen, findet dort ein Trach-

tenfest statt. Sigrid, Helga und ich machen einen Gang zum Fest.

Am Abend gehen Sigrid und ich nochmals dorthin, um Spießbraten zu essen. Lecker! Die Musik begleitet

uns noch bis 23 Uhr.

Montag 20. Juli. Der Tag beginnt wettermäßig durchwachsen. Bereits um 10 Minuten vor 8 stehe ich vor

der Gemeindeverwaltung, um den Schlüssel für den Waschmaschinenraum zu holen. Heute ist Waschtag.

Reinhold fährt zum Wasserbunkern, obwohl sein Tank noch von Frankreich her zu 75 % gefüllt ist. Ich

verstehe es nicht. Deutsches Wasser ist wohl besser!

Nun um Mittag stehen noch ein Waschgang und ein Trockengang an. Sigrid und ich gehen im Hotel Stef-

fensberg essen. Lecker.

Die Sonne scheint. Vielleicht fahren wir heute noch nach Sprendlingen?? Wir fahren! Nachdem um 17 Uhr

alle Wäsche gereinigt, gewaschen und getrocknet ist, und wir unser Mobil mit Wasser aufgefüllt und die

Toilette entleert haben, machen wir uns auf den Weg nach Sprendlingen. Nun stehen wir hier auf dem

EURA - Stellplatz. 20.30 Uhr, die Sonne scheint, es ist warm. Im Fernsehen läuft Fußball, Wolfsburg gegen

Bremen oder auch Superpokal.

Nach dem Frühstück gehe ich zur Werkstatt von EURA, weil ich ein neues Magnetband für die Fliegentür

benötige. Nach 15 Minuten ist alles gelaufen.

Mein Laptop ist abgestürzt und kann nicht mehr gestartet werden. Gestern Nachmittag habe ich mir aber

noch den UMTS - Stick vom Aldi geholt und nun kann ich ihn nicht gebrauchen. Ich finde auch keine

Telefonnummer, um diesen Stick anzumelden. Also setze ich mich nochmals aufs Rad und fahre zu ALDI.

Dort ist die Sache schnell abgeklärt und als ich dann wieder auf dem Platz ankomme, erklärt Reinhold mir,

dass die Beiden nicht weiter mitfahren wollen. Sie wollen alleine weiterfahren. Einerseits

schade, auf der anderen Seite aber auch erleichternd.

Der Stellplatz in Gau-Algesheim

Wir beschließen, meinen Laptop nach Ingelheim zu einem Händler zu bringen. Wir machen uns auf den

Weg, anscheinend ist dieser Händler aber völlig überarbeitet. Wir fahren wieder in Richtung Gau-Algesheim.

Noch im Ort kommen uns die beiden in ihrem Mobil entgegen. Ein kurzes Tschüß, dann gehts weiter.

Nach dem Mittag fahren Sigrid und ich nach Bingen, einerseits um uns die Stadt anzusehen, andererseits

aber auch, um eine geeignete Werkstatt für den Laptop zu finden. Die haben wir schnell gefunden. Ich

erkläre, was mit dem Laptop ist und nach Ausfüllen der Papiere und Hinterlegung der Telefonnummer lau-

fen wir durch die Stadt.

Wieder ist es brütend heiß und man kann es nur im Schatten aushalten. Ein Gang durch die Parkanlagen

der Gartenschau 2008 lässt uns auf andere Gedanken kommen. Gegen Abend fahren wir zurück nach Gau -

Algesheim. Die Schwüle macht uns zu schaffen. Bis um 23 Uhr 30 sitzen wir draußen und sprechen mit

Kollegen. Nachts kommt dann das erlösende Gewitter.

Donnerstag, 23. Juli 09. Am Morgen ist es regnerisch. Immer noch ziehen Gewitter über uns hinweg.

Gegen Mittag ruft der Händler aus Bingen an und teilt uns mit, dass der Laptop wieder läuft. So machen

wir uns nach dem Mittag auf den Weg, um diesen abzuholen. Danach machen wir uns auf den Weg nach

Neustadt/ Weinstraße.

Der erste Platz in der Stadt sagt uns nicht zu. So beschließen wir, nach Hambach zu fahren. Auch dort

gibt es einen Platz, der aber nicht das Pralle ist. So geht es schließlich weiter nach Edenkoben. Fünf Fahr-

zeuge stehen dort und wir gesellen uns dazu.

Nachdem auf der Tour hierher Regen ohne Ende niedergeht, scheint am Nachmittag die Sonne. Jetzt

aber um 20 Uhr 30 kündigt sich wieder ein Gewitter mit Grollen an. Nun komme ich auch endlich ins Inter-

net. Der Stick läuft prima.



Freitag, 24. Juli 09 Nachbarin Anne ruft aus der Heimat an und fragt, wann wir denn nun endlich wieder

nach Hause kommen!? Alle warten auf uns. Wir fahren aus Edenkoben ab. Ein Kollege dort auf dem Platz

erzählt noch, dass es in der Nähe von Straßburg und Kehl in Oberkirch einen tollen Platz gibt. In Straßburg

gehen wir noch in ein Kaufhaus und zum Tanken. 95,4 Cent!

Dann geht's nach Kehl auf den Stellplatz am Stadion. Da uns der Stellplatz nicht zusagt, entschließen wir

uns, nach Oberkirch zu fahren. Der Stellplatz ist wirklich klasse. Strom 50 Cent. Nur der Stellplatzpreis ist

mit 3 Euro pro Übernachtung und 10 Euro für eine ganze Woche doch etwas zu hoch. Hihi!



Samstag, d. 25. Juli 09 Es soll weitergehen. In Freudenstadt an der Schwarzwald- Hochstraße soll es

an einem Hotel und einem kleinen See gelegen einen tollen Platz geben. Es gibt jedoch kein Hotel. Je-

doch finden wir auf der Tour dorthin eine ganz tolle Stellplatz - Möglichkeit mit einem Blick, der bis nach

Straßburg reicht. Einmalig!

Über Freudenstadt fahren wir übers Land bis nach Bad Dürrheim. Michael Bertsch und sein Platz. 360 Stell-

möglichkeiten! Nur mal kurz angesehen und weiter nach Donaueschingen. Dort angekommen, steht neben

uns ein Fahrzeug aus Bonn. Eine Arschkrampe allererster Güte, wie sich herausstellt.

Am Abend um 20 Uhr reisen wir ab. Das aber auch nur, weil wir am Tage jede Menge Katastrophenmel-

dungen im Verkehrsfunk hörten. Jede Menge Staus. Nun am Abend ist alles frei. Über die B 31 am Boden-

see entlang mit einem Super - Ausblick sind wir am Abend um 22 Uhr 15 in Kisslegg. Es geht ins Bett!

Nachtruhe!



Sonntag, d. 26. Juli 09 Ich warte auf die Formel 1. Massa ist gestern beim Training schwer verunglückt!

Hier in Kisslegg kann ist die Formel 1 über den Österreichischen Sender sehen. Auf dem Platz findet eine

Kleintierschau statt, die wir besuchen. Nachdem ich mit mehreren Kollegen geklönt habe, machen wir

eine kleine Radtour durch die angrenzenden Gebiete von Kisslegg. Habe nun gerade eben mit Detlef in

Bad Pyrmont gesprochen und uns angekündigt.

Montag, d. 27. Juli09. Es ist heiß in Kisslegg. Jetzt um 10 Uhr 30 ganz genau 25 Grad. Wir waren schon

zum Aldi einkaufen, anschließend noch zu Netto und dann zu Edeka. Mückenspray kaufen für eine einzige

Mücke, die uns heute Nacht geärgert hat.Der Tag verläuft ohne nennenswerte Vorkommnisse.

Dienstag, d. 28. Juli 09. Wir fahren. Über Kempten, wo wir unsere defekte Kühlschranktür reparieren las-

sen und anschließend in ein Einkaufscenter gehen, fahren wir nach Nesselwang. Der Stellplatz ist gut,

wenn auch mit 8 Euro zu teuer. Der Ort allerdings ist das allerletzte. Der Schwerlastverkehr quält sich Stoß-

stange an Stoßstange durch die engen Straßen, so dass man sogar auf dem Bürgersteig Angst um sein

Leben haben muss. Ein Geschäftsleben gibt es fast gar nicht. Wir gehen mittags essen in einer Fleischerei.

Für 5,79 Euro sind wir satt! Und es hat lecker gescheckt. Dann geht es weiter über Reute nach Garmisch.

14 Euro für den Stellplatz an der Wankbahn. Nix wie weiter.

Wir entschließen uns, in einer Tour nach Waging zu fahren. Um 18 Uhr ist die Freude über ein Wieder-

sehen groß. Auch das Wetter spielt mit. Sonnschein bis in die späten Abendstunden. Für 6,50 Euro pro

Person und 2,50 Euro für das Fahrzeug dürfen wir vor dem Platz stehen bleiben, entscheidet der Platzbe-

sitzer. Wir bleiben.



Mittwoch, d. 29. Juli 09. Kurt Evers ruft an und erzählt, dass Dieter Grimm im Krankenhaus liegt und

zwei Bypässe erhalten hat. Auch er fragt, wann wir denn wieder zu Hause sind. Ich vertröste ihn.

Die Sonne brennt vom Himmel. Die Frauen bereiten das Essen zum Grillen vor. Ich bin mit Jan-Dirk fast je-

de halbe Stunde im Wasser. Spitze! Es gibt viel zu erzählen.

Trotzdem entschließen wir uns, am Abend nach dem Grillen aufzubrechen. Jan-Dirk ist traurig. Wir fahren

gegen 19 Uhr in Richtung Inzell. Dort ist alles voll geparkt, weil im angrenzenden Park eine Musikveranstal-

tung stattfindet. Weiter geht's nach Ruhpolding an das Biathlonstadion. Ein kurzer Spaziergang und weiter

geht's in Richtung Reit im Winkl. Auf dem Parkplatz Seegatterl wird gebaut. Ein neuer Lift entsteht, mit

dem man sicherlich dann ganz nach oben kann. Eventuell fallen dann auch die Bustouren auf die Alm weg.

Ein kurzes Stück noch und wir sind auf einem Parkplatz oberhalb von Reit im Winkl. Wir schlafen traumhaft.

Donnerstag, 30. Juli 2009. Erst werden Brötchen geholt und dann stellen wir uns mitten in Reit im Winkl

auf einen Parkplatz, um zu frühstücken. Anschließend geht es weiter über Marquartsstein. Eine Strecke,

die wir noch nie gefahren sind. Toll!

Um 9 Uhr 30 sind wir an unserem nächsten Zielpunkt Bad Aibling. Ein toller Stellplatz direkt an der Therme.

Kostenlos! Erst ab dem dritten Tag muss man hier die Kurtaxe von 2 Euro pro Person zahlen. Bis zum Kaf-

fee um 3 Uhr bleiben wir. Hätten wir uns das mit dem Abfahren nur besser überlegt. Über Land geht es

bis nach Vaterstätten. Dann aber geht es los. Auf der rechten Fahrspur Lkw an Lkw. In der Mitte, soweit

das Auge reicht, holländische Plastikcontainer. Es ist Urlaubsende bei den Kaaskoppen.

Auf der linken Spur quälen sich die Pkw´s in Richtung Norden. Um 18 Uhr sind wir Nürnberg auf dem Stell-

platz. Zwischen Schnellstraße und Bahnlinie hat man hier Alibi - Stellplätze geschaffen. Auch hier stehen

schon die Kaaskoppen. Die wissen eben, wo es kostenlos ist.

Wir entschließen uns, bis nach Adelsdorf weiterzufahren. Durch Nürnberg geht es ja noch, jedoch gerade

auf der Autobahn angekommen, baut sich ein Stau nach dem anderen auf. So brauchen wir für 20 km

gute 1,5 Stunden. Genervt erreichen wir Adelsdorf. 3 Stellplätze sollen hier sein. Platz 1 am Stadion. Wie

dort während eines Fussballspiels oder auch nur beim normalen Training Wohnmobile stehen sollen, weiß i

ch nicht. Der nächste Stellplatz ist gleich um die Ecke bei einem Hotel.

Hier steht man auf dem Parkstreifen an der viel befahrenen Straße. Super! Platz 3 finden wir beim Gasthof

und Hotel zum goldenen Löwen. Wären wir nur 30 Minuten später angekommen, so wäre auch dieser

Platz besetzt gewesen- von holländischen Pkw´s!!!

Freitag, 31. Juli 09. Die Nacht ist ruhig bis um 6 Uhr. Dann rollen die ersten Lkw´s zu einer benachbarten

Baustelle. Gegen 8 Uhr fahren wir in den nächsten Ort zum Penny - Markt. Brötchen geholt und erst ein-

mal gefrühstückt. Dann machen wir uns wieder auf den Weg, jedoch nur 50 km weiter in Richtung Würz-

burg. Nach Dettelbach wollen wir.

Dort sind jedoch alle Plätze belegt. So geht es 4 km weiter bis nach Mainstockheim. Dort stehen wir toll

direkt am Main. 5 Euro und alles inclusive.

Neben uns treffen Kollegen aus dem Sauerland ein, die auch den "Eugen" vom Zwischenahner Stellplatz

kennen. Als ich mich oute, ist die Freude groß. Am Nachmittag machen wir eine Radtour nach Kitzingen.

Eine tolle Stadt mit einer besseren Innenstadt. Kaffee, Eis und ab zum Radflicker. Mein Reifen löst sich in

Wohlgefallen auf. Nachts schlafen wir wie im Himmelbett. Übrigens, die Bürgermeisterin trifft man hier

auch tagsüber oder auch am Abend, wenn sie mit ihrem Mann die Wohnmobil - Kollegen besucht.



Samstag, d. 1. August 09. Es ist warm wie an jedem Tag. Die Sonne brennt mit Kraft vom Himmel.

30 Grad im Schatten. Ein Regenguss wäre nicht schlecht.


Die Radtour nach Kitzingen bringt nichts. Es ist zu heiß. Nach einem Kaffee in einem Straßencafé geht es

retour zum Wagen. Heute Morgen habe ich Reinhold angerufen, der heute Geburtstag hat. Die Beiden

stehen immer noch in Aschaffenburg am Main.

Seit über einer Woche schon! Ach ja, der Platz ist …….. und dreckig!! Sonntag, d. 2. August 09.

Es regnet! Wenn auch nur 24 Tropfen und zehn Minuten lang, aber so ist es nun auch erträglich.

Nach dem Frühstück tratschen wir noch ein wenig mit den Platznachbarn. Und dann nach dem Mittag

machen wir uns auf den Weg nach Bebra. Doch auch dorthin geht es nur über Umwege. Das Hinweis-

schild nach Bad Kissingen sticht mir ins Auge. Von der A7 sind es nur 13 km bis in den Kurort. Dort ange-

kommen stehen auf dem Stellplatz 7 Eura`s, jedoch, was mein Stellplatz - Empfinden stört, auch 3 Cara-

vans, trotz des Hinweisschildes am Platzeingang, dass hier nur Wohnmobile stehen. Wo kein Kläger, da

kein Richter!

Mit den Kollegen vom Eura vor uns, sie kommen aus Bremen, komme ich ins Gespräch. Sie schwärmen

von dem Platz direkt an der Therme. 3 Euro zahlt man nur für den Platz. Toll. Fast bin ich schon drauf

und dran, Tische und Stühle nach draußen zu holen, um dort zu bleiben. Doch dann die Ernüchterung:

Logischerweise zahlt man auch hier Kurtaxe. 3,50 Euro pro Person! Wir verabschieden uns nett und fah-

ren vom Platz.

Es geht weiter in Richtung Bebra. Gegen 16 Uhr sind wir da. Ich erkenne den Platz fast nicht wieder.

Standen wir beim letzten Besuch noch zu dritt auf dem Platz, stehen hier nun 24 Kollegen. Was eine Ver-

und Entsorgung und Stromsäulen doch ausmachen. Wir bekommen einen Platz in der zweiten Reihe.

Raus aus den Klamotten und rein ins Wasser. Herrlich. Das Wasser ist toll.



Montag, d. 3. August 09. Wir schlafen bis 9 Uhr!!!! Nach dem Frühstück sehe ich so gegen 10 Uhr,

dass der Kollege vor mir zusammenpackt. Ich spreche ihn an, ob er fahren will. Er bejaht die Frage. So

kommen wir in die Pole - Position. Neben uns der Kollege aus Erfurt rückt etwas näher an uns ran. So

hat auch er Platz zum Luftholen.

Er bedankt sich für mein Entgegenkommen.

Dann aber schleunigst in die Stadt. Ein Bummel durch Bebra, was absolut nicht viel bietet. Der Einkauf bei

LIDL muss aber sein. Die Sachen zum Wagen und wieder los zum ALDI. Von dort geht es, schließlich ist es

schon Mittag, zu McDoof. Hamburger und Pommes. Zurück zum Platz, denn das Wasser wartet auf mich.

Mit den Nachbarn aus Bebra und Erfurt verstehen wir uns prima.

Am Nachmittag machen wir eine Radtour nach Rotenburg. Immer an der Fulda entlang sind diese 7,5 km

eine Wohltat. Auf der Rücktour fahre ich gleich durch zum Baumarkt. Wir wollen uns einen Shower - Sack

kaufen und ich will sehen, ob es diesen dort gibt. Es gibt ihn. Zurück zum Platz und Geld geholt. Ab zum

Baumarkt und

diesen Sack gekauft. Mit Wasser gefüllt hängt dieser Sack nun zum Erwärmen am Mobil.

Dienstag, d. 4. August 09. In der Nacht hat mich mal wieder eine Mücke malträtiert, obwohl ich ges-

tern Abend im Wagen sprühte. Eine Mücke hat wohl doch überlebt. Nun aber geht es ihr an den Kragen,

denn beim Baumarkt habe ich eine Fliegen- und Mückenfalle gekauft. Den Biestern werde ich helfen!!!

Pellkartoffen mit Hering und dann mal wieder ins Wasser. Es ist toll hier!

Mittwoch, d. 5. August. Die Sonne knallt so dermaßen vom Himmel, dass mein Shower - Sack fast

kocht. Als ich einmal aus dem Wasser komme und mir die Füße abduschen will, verbrenne ich mir fast die

unteren Extremitäten.

Donnerstag, d. 6. August. Es kommen so viele Einheimische, dass es schon ungemütlich wird auf die-

sem Platz. Nun ja, jeder will ins Wasser. Als ich heute Morgen um halb acht ins Wasser gehe, bemerke ich

die starke Algenblüte. Am Nachmittag mache ich noch eine Radtour nach Bebra - Nord. Dort soll es ja

einen Händler geben, der auch Campingartikel führt. Den finde ich auch, bin jedoch stark enttäuscht vom

Angebot. Außerdem habe ich meine Rezepte vergessen. So kann ich dessen überteuerte Dinge nicht

kaufen. Ich fahre zurück zum Platz.

Freitag, d. 7. August 09. Unsere Platznachbarn zur Linken und auch die hinter uns wollen weiterfahren.

Somit überlege ich kurz und rufe bei Detlef in Bad Pyrmont an. Zufälligerweise haben beide am Wochen-

ende frei. Somit ist dieser Termin klar. Da ich meinen Wagenschlüssel verloren habe, mache ich noch eine

Tour zum Rathaus. Im Meldeamt berichte ich von einigen Dingen, die mir in Bebra nicht gefallen haben.

Daraufhin werde ich beim Bürgermeister angemeldet, der sich auch die Zeit für ein Gespräch nimmt. Toll.

Wir sprechen über Bebra, den Tourismus und die Politik. So erfahre ich, dass im Magistrat der Stadt Bebra

auch nur 37 Ratskollegen incl. Bürgermeister sitzen.

Ich fahre zurück zum Platz. Sigrid hat die wichtigsten Dinge weggeräumt und somit können wir abfahren.

Es geht bis nach Göttingen. Dort soll es laut Katalog 2 Händler geben, die auch Stellplätze anbieten.

Leider ist das nicht der Fall. Es gibt nur noch einen Händler, der auch keinen Stellplatz hat. Dafür hat er

Original Fiat - Radzierblenden, die ich schon lange suche. 4 Stück für nur 20 Euro. Das zahlt man sonst

schon für eine einzige Blende!

Weiter geht's nach Bodenwerder an die Weser ran. Mit viel Umleitungen und Stockungen erreichen wir

Bodenwerder, um festzustellen, dass die Mobile auf dem Platz gestapelt stehen. "Die Weser berennt" und

das Eulenspiegelfest stehen auf dem Plan, so dass uns diese Veranstaltungen zum Weiterfahren zwingen.

Über die Dörfer fahren wir nach Schieder- Schwalenberg.

Dort kann man ja baden im angrenzenden See und auch sonst haben wir den Platz in guter Erinnerung.

Was wir allerdings bei unserer Ankunft sehen, gleicht einer Katastrophe. Der See ist fast komplett zuge-

wachsen und von der Anzahl der Kollegen, die hier stehen, haben wir auch schon erheblich mehr gesehen.

Trotzdem bleiben wir über Nacht.

Samstag, d. 8. August 09. Ich muss meinem Ärger erst einmal Luft machen. Beim Platzwart, der alles

andere zu tun hat, als das, was seine Aufgabe ist, finde ich kein Gehör. Also marschiere ich weiter zur

Geschäftsleitung. Wir fahren ab nach Bad Pyrmont.


Gegen 13 Uhr sind wir bei Detlef und Martina in Löwensen angelangt. Das Hurra ist groß! Es gibt viel zu

erzählen. Noch vor dem Kaffee fahren wir Felix besuchen. Esel Felix! Er wird gestreichelt, gesäubert und

wieder in die gereinigte Box geführt. Dann geht es durch Bad Pyrmont wieder zu den Beiden. Das Grillen

muss noch vorbereitet werden.

Die Wohnung wird gezeigt und alles inspiziert. Auch Detlefs Reich, seine Werkstatt, welche sich im Keller

befindet, kann ich begutachten. Er ist ein Tüftler.

Bis um 22 Uhr sitzen wir draußen am Teich und warten auf den Wahnsinns- Regen, der angekündigt ist.

Ein paar Tropfen fallen! Um kurz nach 22 Uhr liegen wir in den Federn.



Sonntag, d. 9. August 09. Heute sind wir genau 2 Monate auf Tour. Immer noch sind wir bei Martina

und Detlef. Um 7.30 Uhr starten wir wie vereinbart zu einem Spaziergang durch den wunderschönen Kur-

park von Bad Pyrmont. Die Brötchen geholt und dann geht es zum Frühstück. Lange und ausgiebig! Doch

dann machen wir uns auf. Wir wollen nach Rinteln.

Ein Hallo und Dankeschön an die Beiden und schon sind wir weg. In Rinteln angekommen, müssen wir

feststellen, dass der Platz sehr gut gefüllt ist. Es ist Altstadtfest!

Wir finden dennoch einen guten Platz und machen uns dann auf den Weg in die Stadt. Zu viele Menschen!!

Im Lokal am Weseranger essen wir eine Portion Pommes, dann geht es zurück zum Wagen. Es ist schwül.

Nachts beginnt es zu regnen. Ein Gewitter zieht über uns hinweg. Das wäre ja weiter nicht schlimm, wenn

wir nur nicht vergessen hätten, das Dachfenster zu schließen. Aber das bisschen Wasser schadet auch

nicht.



Montag, d. 10. August 09. Der Urlaub geht zu Ende und man merkt es. Auch wir sind mit unseren Ge-

danken fast schon wieder zu Hause. Am späten Nachmittag fahren wir weiter nach Minden. Dort ange-

kommen, müssen wir feststellen, dass wohl an die Tausend Zigeuner dort stehen. Dass müssen wir uns

nicht antun. So geht es weiter nach Stolzenau. Dort bleiben wir nur eine Nacht, denn der Verkehr über

die Brücke nervt doch schon gewaltig.

Dienstag, d. 11. August 09. Über Nienburg fahren wir nach Hoya. Dort stehen die Mobile schon hoch-

kant. So bleiben wir nur bis zum Nachmittag, dann geht es nach Bruchhausen-Vilsen. Am Abend überlegen

wir dann aber schon wieder, ob wir nun nach Lemwerder, Brake oder doch nach Hause fahren. Wir bevo-

rzugen Letzteres.

So sind wir nun um 20 Uhr in Bad Zwischenahn und werden von den Nachbarn und von Bernd und Co-

rinna mit Hallo empfangen.

Ein toller Abschluss für einen tollen Urlaub.


Km- Stand Ende 38200