Es ist viel passiert!

Vielleicht haben mich ja schon einige vermisst, haben sich evtl. gewundert, dass meine

Website nicht mehr zu erreichen ist!? Ein "Würmchen" hatte alles kaputt gemacht. so war

ich fast 4 Monate ohne Kontakt! Jetzt funktioniert wieder (fast) alles wie bisher.

Das Frühjahr begann nicht gut. Bedingt durch mein altes Mütterlein konnten wir nichts so

fahren, wie wir es gerne getan hätten. Mit fast 99 Lebensjahren kommen nun mal die Zipper-

leinchen und so standen wir stets auf „Abruf“ bei unseren Kurztouren.

Gerne wäre ich im April schon nach Frankreich gefahren, doch im März verschlechterte

sich ihr Gesundheitszustand, es folgte ein Krankenhaus-Aufenthalt, dann wieder ins

Seniorenheim, Wochen, wo sich die gesamte Familie abwechselnd am Krankenbett aufhielt.

Ende April dann starb unsere Mutter, was für sie und uns eine große Erlösung war.

Ein paar Tage später feierte ich meinen runden 70.ten etwas größer als geplant. Grillfest

mit den Nachbarn und Freunden und einen Tag später mit der gesamten Familie ein gemein-

sames Frühstück. Toll! Das Beste aber war das Geschenk, was mir unsere Jungs überreichten:

eine Dashcam Garmin 55, auf die ich schon lange ein Auge geworfen hatte. Mit der Dashcam

habe ich übrigens die komplette Frankreich-Tour aufgenommen! Spitze!

Erst nun begannen unsere Planungen für den Urlaub und am 2. Juni starteten wir. Doch nicht

direkt nach France, denn ich hatte die gesamte Zeit die Hoffnung, dass uns unsere Freunde

folgen mögen. Das klappte aber nicht, weil unserer Freundin das Arbeitsamt im Nacken saß!

Behörden!!???

Andere Kollegen fahren auf dem direkten Wege nach Frankreich, wir nicht! So steuerten wir,

wie kann es auch anders sein, wenn man in Richtung Süden fährt, den Stellplatz in Diepholz

an. Eine Übernachtung, dann folgte Herford. Am H2O (Bad) machten wir jedoch nur kurz Mittag,

dann ging es bis nach Paderborn. Dort war der Stellplatz gut gefüllt. Hier mussten wir feststellen,

dass der alte Stellplatz am Kurpark nicht mehr existierte. Mit dem Rad erkundeten wir die schließ-

lich die Stadt. Nette Kollegen neben uns, was will man mehr.

Mit Nieselregen verabschiedeten wir uns. Es ging nach Büren, unterhalb der A 44.  Drei Tage

blieben wir dort, dann sollte die Tour weitergehen bis quer durchs Sauerland nach Dillenburg.

Ein Stellplatz, umrahmt zur südlichen Seite mit hohen Bäumen, also Fernsehen nur an bestimm-

ten Stellen. Ein Kollege machte uns darauf aufmerksam und zeigte auf einen freien Platz neben

ihm.

Weilmünster war unsere nächste Station, die wir ansteuerten. Dort ist es immer wieder schön

und diesmal gab´s sogar Regen, als wir kamen. Ab dann schien die Sonne, wir hatten aber einen

Platz erwischt, auf dem wir im Schatten standen. Toll!

Koblenz sollte der nächste Halt sein, jedoch gibt es den tollen Stellplatz an der Pastor-Klein-Straße

nicht mehr. So mussten wir notgedrungen weiterfahren bis nach Minheim. Nach einer Übernach-

tung starteten wir bis nach Wasserbillig, Diesel tanken und einkaufen. Geplant hatten wir dann

einen Aufenthalt in Junglister in der Nähe von Luxemburg-Stadt. Dort jedoch stand der Platz

voller Pkw´s, was und nicht so zusagte.

150 km weiter standen wir in Dome les Mesnil unterhalb von Charleville-Mezieres (dort stand der

Stellplatz knüppeldicke voll). Dort findet man einen Stellplatz direkt an einem Seitenarm der Maas,

naturbelassen, aber schön! Uns hats gefallen!

65 km über Landstraßen, dann hatten wir den wunderschönen Stellplatz in Rozoy-sur-Serre.

Eine kleine schöne Blumenstadt mit einem kostenfreien Stellplatz. Große Flächen laden zum Ver-

weilen ein.

In Beauvais suchen wir den Stellplatz und landen auf einem Kartoffelacker! Das ist nichts für uns

und so geht die Tour weiter nach Buchy. Hier waren wir vor Jahren schon mal und haben auch

jetzt den Platz genossen. Stadtfest in Buchy. Am Abend gegen 22.30 Uhr ein riesiges Feuerwerk –

und wir mitten drin! Super!

Am nächsten Morgen starten wir nach Honfleur. In Amiens überqueren wir die Seine und fahren

auf der südlichen Seite zur „Blumenstadt“. Dort ist der Stellplatz am Hafen sehr gut gefüllt, doch:

„Glück braucht der Mensch!“ Vor uns entsteht eine Lücke, wo wir Frischwasser und Strom (incl.)

direkt am Mobil hinter uns haben.

Gottesdienst in der Holzkirche von Honfleur, das muss man erlebt haben! Radtouren zur „Pont de

Normandie“ und zur Seine-Mündung sind ganz einfach Pflicht!

Vier Tage, dann geht’s weiter nach Dives sur Mer, eine tolle Stadt, nur der Stellplatz ist etwas klein.

So gibt es täglich Kämpfe um die besten Plätze.

Arromanches les Bains, das war einer Schauplätze der alliierten Landung in der Normandie.

Museum besucht und Bilder gemacht, dann geht’s weiter zur Omaha Beach. Dort bekommen wir

einen naturbelassenen Stellplatz direkt an der Steilküste. Ein toller Blick auf die alten Geschütz-

Stellungen und dann – urplötzlich, so als jemand die Gardinen zuzieht, stehen wir im dicksten

Seenebel. So bleibt es bis zum nächsten Morgen.

Nach etlichen Kilometern stehen wir auf dem erweiterten Stellplatz in Hirel, direkt an der Küste.

Große Plätze, auf denen man sich breitmachen kann. Radtouren an der Küste entlang zu den

Fischhändlern in der Stadt müssen ganz einfach sein. Wir verbringen hier 3 Tage.

Dann wartet Planguenoual auf uns. Der Stellplatz, den wir schon kennen, befindet sich auf einem

Bauernhof. In einem angeschlossenen Hofladen bekommt man verschiedene Dinge wie Fleisch,

Eier und Brot.

Am 23. 6. geht’s dann für uns nach St. Thegonnec. Auch hier waren jetzt zum zweiten Mal. Klasse!

Unser Lieblings-Stellplatz aber ist und bleibt Lampaul. Dorthin sind wir am nächsten Tag unterwegs.

Auf der oberen Kante bekommen wir einen tollen Platz mit Sicht auf den Atlantik. Es ist heiß!!!

Und so rutschen wir mit unseren Stühlen immer dem Schatten nach. Zwischendurch geht’s mal

ins Wasser, abkühlen.

4 Tage später sitzen wir wieder hinter dem Lenkrad, es geht nach Pont Aven. Dachten wir jedenfalls!

Dort angekommen, müssen wir feststellen, dass der Stellplatz komplett umgebaut und erweitert wurde.

Wir stehen vor einem leeren Platz und einer Schranke!!! Früher kostenfrei, heute 14 Euro! Über eine

Handy- Nummer in Paris muss man den Parkautomaten freischalten lassen. Das ist nichts für uns und

so fahren wir gleich weiter nach Hevez, etwa 8 Kilometer entfernt. Dort bruzzelt die Sonne vom Himmel!

Starten und weiter geht’s nach Theix. Dort findet man immer Plätze, groß und ausreichend!

Salz kaufen in Mesquer und Piriac sur Mer, das sind Pflichtaufgaben. Eine Übernachtung, dann geht’s

an die Loire. Über St. Naziere an der Mündung fahren wir nach St. Viaud. Aber dort hat sich auch

etwas getan. Den ehemaligen Stellplatz hat man mit einer Sportanlage bebaut. Es gibt aber einen

Ausweichplatz nur etwa 150 Meter entfernt.

Ich benötige WLAN und beschließe, in Champtoceaux Station zu machen. Dort gibt es neben dem

Stellplatz ein Cafe mit Internet. Dort konnte ich dann meine Dinge bei einer Tasse Kaffee erledigen.

Dann führt uns unsere Tour weiter nach St. Florent le Vieil. Der Stellplatz liegt oberhalb der Stadt und

hoch über der Loire. Ein Wahnsinns-Blick über das Loire-Tal. Neben uns steht ein Schweizer mit

seinem Mobil. Doch als der Besitzer zum Mobil zurückkommt, begrüßt er uns mit einem herzlichen

Moin Moin! Nanu?? Es stellt sich heraus, dass er ein gebürtiger Bremer ist und nun in der Schweiz

wohnt.

Ich mache eine Radtour durch die Stadt und entdecke einen SuperU, genau vor dem Eingang mehrere

Groß-Waschautomaten. So fahre ich zurück zum Platz und mit Frau und Wäsche geht retour zum

SuperU. Wäsche waschen, anschließend trocknen, dann ist alles wieder im Reinen!

Weiter geht’s nach La Dagueniere, ein rustikaler Stellplatz direkt an der Loire. Aber ….es gibt eine

V+E! Hier bleiben wir bis zum nächsten Abend und fahren dann nach Turquant, die Stadt mit den

Höhlenwohnungen.

Zwei Tage später fahre ich zum ersten Mal durch Orleans und das auch noch im Berufsverkehr.

Irgendwann landen wir in Beaugency. Doch dort ist der Stellplatz aufgehoben, so fahren wir notge-

drungen nach Meung sur Loire, doch dort haben wir einen Stellplatz in der prallen Sonne. So fahren

wir noch ein paar Kilometer bis nach Sully.

Vier Tage Sully an der Loire, dann biegen wir von ihr weg und landen in Chaource, nördlich von

Auxerre. Dort verbringen wir zwei Tage bei brütender Hitze unter Bäumen. An Stadtbummel ist

nicht zu denken.

Wir starten zu unserem vorletzten Punkt in Frankreich, nach Bulgneville in den Vogesen. 165 km

auf der Autobahn. Was mag das kosten? 25 Euro zahlen wir an der Mautstelle in Bulgneville. Gut!

Sehr gut! Dann stehen wir wieder auf einem unserer Lieblingsplätze.

Natürlich stehen auch diesmal wieder Radtouren nach Contrexeville an, etwa 6 km entfernt. Dort

gibt es das große Einkaufszentrum Leclerc, ein Paradies!

Nach drei Tagen sind wir im Glauben, dass es nun doch an der Zeit zur Heimreise ist, fahren wir

nach Dudelange in Luxemburg. Den Stellplatz hatte uns ein Kollege empfohlen. Das war aber wohl

das Allerletzte, was man finden kann. Ein Platz, auf dem Wohnmobile über länge Zeit abgestellt

werden, mehr nicht! So fahren wir weiter nach Wasserbillig zum Tanken. Mittagessen muss auch

noch sein! So kommen wir am Nachmittag nach Minheim. Hier bleiben wir über Nacht und fahren

am nächsten Morgen bis nach Gau Algesheim. Drei Tage reichen, dann machen wir noch einen

kurzen Abstecher nach Sprendlingen, um dann in Stromberg zu landen.

Habt ihr schon mal drei Tage ohne Internet erlebt?? Fahrt nach Stromberg, dann wisst ihr, wie

das ist!

330 km, dann stehen wir bei Obelink vor dem Camping-Paradies. Einkauf, Essen und weiter nach

Coesfeld. Dort ist der Stellplatz klasse. Und ruhig!

Wo war noch gleich unsere erste Station??? Ach ja, in Diepholz! Und das wird auch unsere letzte

Station werden. So fahren wir über die A 43 und A1 bis in diese Kreisstadt, in der mein Kindheits –

Freund Hajo wohnt. Am Freitag fragt unsere Freundin Sylke an, ob wir denn schon wieder zu

Hause wären. Ich schreibe zurück, wo wir stehen und wie lange wir bleiben. Es dauert nur ein paar

Minuten, als sie zurückschreibt, dass sie und ihr Mann Ernst ihr Mobil packen und sich auf den Weg

zu uns machen!!! Eineinhalb Stunden später stehen sie neben uns! Super und die Freude ist groß!

Wir verleben ein tolles Wochenende, fahren dann am Abend noch nach Wardenburg. So hat es jeder

von uns am nächsten Tage nicht mehr so weit!

Hinter uns bleiben 2 Monate Urlaub, knapp 6000 km Fahrstecke und der Dieselverbrauch von 630 €.

Vor uns aber schon die Vorfreude auf den nächsten Urlaub!