Herbst-Urlaub 2016

Das waren wieder mal schöne Wochen, die wir verbrachten. Am 10. September starteten wir unsere

Tour, die allerdings zu Beginn etwas anders begann als vorgesehen, denn nur einen Tag vorher musste

meine Frau ihren Fahrrad-Akku laden. Dabei wurde das Ding so heiß, dass man den verbrannten Kunst-

stoff in der Wohnung riechen konnte. Das bedeutete, dass wir auf unserer Tour in Richtung Mosel/Rhein

noch beim Hersteller des E-Bikes in Rheda-Wiedenbrück vorbeimussten, um Akku und das Ladegerät aus-

zutauschen.

Das war am Samstagmorgen schnell erledigt, so dass wir bald auf der Tour zum nächsten Stellplatz

waren. Der befand sich in Beckum und sagte uns gar nicht zu. Weiter ging es bis nach Datteln, unser

nächster Anlaufpunkt. Dort hatte ich im Februar einen Fernseher für das Mobil gekauft und musste ihn

nun bereits zum dritten Mal austauschen!!! Allerdings stellte ich dann auf der Tour fest, dass der Fern-

seher keinen DVB-T-2- Receiver hatte. Also gebe ich auch den nach unserem jetzigen Urlaub zurück.

Am späten Vormittag macht mich mein Chef 1 darauf aufmerksam, dass unser Toilettenbecken voll

Wasser steht. Voll Wasser? Tatsächlich, und es lief immer noch!

So standen wir schon eine halbe Stunde später beim Händler Josuweck in Witten. Überhaupt kein Prob-

lem, so dessen Aussage, das ist nur das Magnet-Ventil! Auf meine Frage, wann die das denn machen

könnten, bekam ich die Antwort: Fragen sie nächste Woche mal wieder nach!

Statt der Reparatur gab er mir aber die Adresse der Firma Dobrinski in Aspach. Das war gut, denn schließ-

lich wollten wir nach Koblenz. Gott sei Dank rief ich dort an und erhielt auch dort die Antwort, dass ich

gerne in zwei Wochen wieder anfrage dürfe! Tolle Aussichten!

So fuhren wir bis Urmitz, denn dort im Gewerbegebiet gibt es auch die Firma Berger. An der Zufahrt zum

Stellplatz in Urmitz entdeckte ich dann die kleine Firma „La Caravane“.  Auch dort fragte ich nach der Re-

paratur und erhielt die Antwort: Komm morgen früh mal kurz vorbei!

Gleich drauf saß ich schon beim Fahrzeug und zerlegte die Toilette, in der Hoffnung, dass doch nur das Sieb,

welches sich im Magnet-Ventil befindet, verdreckt ist. War leider nicht so. So fuhr ich am nächsten Morgen

zur Firma und begann, die Toilette erneut zu zerlegen. Jedes Schräubchen kenne ich nun mit Vornamen!

Zwischenzeitlich kam der Chef mit einem neuen Magnet-Ventil und meinte, es müsse passen. Es passte!

Schon eine halbe Stunde später hatte ich alles fein säuberlich wieder montiert und getestet. Es klappte! Geld

bezahlt, mich beim Chef bedankt und weg war ich wieder.

Am nächsten Morgen starten wir dann die 15 Kilometer bis nach Koblenz. Der Stellplatz an der Pastor-Klein-

Straße wartet auf uns.  Hier bleiben wir zwei Tage und machen diverse Radtouren an der Mosel entlang.

Doch dann soll unsere Tour weitergehen nach Gau-Algesheim. Wohin auch sonst im Oktober? Außerdem wollen

wir dort mit unseren Freunden Martina und Detlef aus Bad Pyrmont zusammentreffen. 

Mit den Beiden machen wir täglich Radtouren in die Umgebung, dabei sind die „Ziele“ Ingelheim, Gensingen,

Bingen oder Eltville eigentlich “gleich um die Ecke“!

Die Beiden bleiben zwei Wochen, wir hängen noch eine Woche dran. In dem Ort gefällt es uns immer wieder,

weil es dort wunderschön ist und wir dort viele Kollegen treffen, die dort auch immer den Herbst-Urlaub ver-

bringen. Es macht dort ganz einfach Spaß. 24 Jahre lang kennen wir den Ort und in diesem Jahr war es bereits

der 4. Besuch.

Im Laufe der Woche sind auch Sylke und Ernst aus Brake eingetroffen. Sie wollen auch bis zum Weinfest bleiben.

Eine Woche später fahren Martina und Detlef, sie müssen wieder arbeiten, wir aber bleiben. Am 2. Wochenende

im Oktober wartet immer das „Fest des jungen Weines“ auf uns, welches wir immer mit Begeisterung feiern.

Nach 4 Wochen stehen wir nun in Sinsheim, zusammen mit Sylke und Ernst. Bei unserer Ankunft wird hier das

Herbstfest gefeiert, verbunden mit einem verkaufsoffenen Sonntag. Menschenmassen quälen sich zusammen mit

uns durch die Straßen. Mit der Hoffnung auf eine ruhige Nacht kriechen wir in die Federn. Es ist hier absolut ruhig,

obwohl direkt hinter dem Stellplatz die Züge fahren. Kaum zu glauben!

Nach drei Tagen fahren wir, jedoch nicht allzu weit! Die Braker gehen noch den ganzen Tag ins Technik-Museum

und sind schier begeistert. Für mich ist das wegen meiner Fußprobleme leider nichts! Am späten Nachmittag folgen

sie uns nach Weinsberg, etwa 35 km entfernt von Sinsheim.  Auch hier läuft die Bahnstrecke direkt über unsere

Köpfe hinweg, stört aber auch nicht!

Am nächsten Morgen sind wir dann aber doch auf der Autobahn und fahren erst mal bis nach Ellhofen über Land-

straßen, um das berüchtigte Autobahnkreuz zu umfahren. Es klappt nur zum Teil, dann haben wir doch noch einen

Riesenstau. Gegen Mittag sind dann aber an unserem Zielpunkt Wolframs-Eschenbach, den ich vorgeschlagen habe.

  Sylke und Ernst sind begeistert vom Stellplatz, vom Städtchen und der sauberen Umgebung.

Etliche Radtouren unternehmen wir bei herrlichem Spätsommerwetter. Eine Tour führt uns auch nach Merkendorf,

etwa 3 km vom W.-Eschenbach entfernt. Auch dort gibt es einen Stellplatz, der nun jedoch nicht belegt ist.

So bleiben wir 3 Tage, bevor es uns weiterzieht. Wir fahren nach Wassertrüdingen. Dort, so hat man uns erzählt,

wäre der Stallplatz neu gebaut worden. Das ist leider nicht der Fall, so dass wir nach einer kurzen Inspektion die

Landstraße nach Oettingen befahren. Dort haben wir Glück und bekommen noch zwei Plätze auf dem Pflaster. Es

könnte ja schließlich regnen!?  Aber … statt Regen haben wir Sonnenschein! Oettingen ist eine schöne alte Stadt mit

einem alten Stadtkern. Und…..jeder kennt das Bier aus dieser Stadt.

Am nächsten Morgen starten wir in Richtung Nördlingen. „Dort müsst ihr unbedingt hin!“, so erzählte uns Tage zuvor

ein Einheimischer! Wir zweifeln noch, denn die Beschreibungen des Stellplatzes verheißt nichts Gutes. Eine belebte

Hauptstraße vor uns und die Bahnlinie hinter dem Platz! Und das soll ein toller Stallplatz sein?

Es ist ein toller Stellplatz, absolut ruhig. Selbst die Bahnlinie hinter uns hört man nicht! Und die Stadt, die wir schon

am ersten Tag inspizieren, ist der absolute Hammer! Nördlingen ist die einzige Stadt in Deutschland mit einer kom-

plett erhaltenen und begehbaren Stadtmauer. Wie im Mittelalter!

Essen beim Fleischer, lecker. Tolle Cafe`s und Fachgeschäfte füllen diese tolle Stadt aus. Das ist im Geschäftsleben

noch nicht alles, denn direkt hinter dem Stellplatz nach der Bahnunterführung gibt es einen riesigen Lebensmittel-

und Elektronikmarkt. Beide öffnen schon am frühen Morgen um 7 Uhr! Also nach beiden Seiten 5 Minuten Fußmarsch

und man hat das nächste Highlight! Der absolute Höhepunkt aber ist der Besuch der riesigen Stadtkirche. Die sollte

man unbedingt gesehen haben!

Wettermäßig? Schöner geht’s nicht! 24 Grad und strahlend blauer Himmel! So genießen wir die Tage.

Dann machen wir uns auf den Weg. Das nächste Ziel an der romantischen Straße heißt Dinkelsbühl.  Die Tour dort-

hin jedoch kostet Nerven, denn an der B25 wird alle paar Kilometer gebaut. Das bedeutet Vollsperrungen alle 10 Kilo-

meter und etliche Umleitungen. Trotzdem schaffen wir den Weg und landen in der nächsten tollen alten Stadt. Nur

hier sind die Stellplätze etwas beengter! Trotzdem genießen wir auch hier die Zeit, den Stadtbummel und die tollen

Lokalitäten.  

Die nächste und leider auch letzte Station auf unserer Rundreise ist Feuchtwangen. Auch eine Stadt an der touris-

tischen Fachstraße, die einen schönen Stellplatz hat, der aber leider direkt an der B 25 liegt. Störend und Lärmver-

ursachend sind auch die großen Märkte, die direkt anschließend in der Nacht von den Anlieferfirmen angesteuert

werden. So ist es nicht ganz ruhig hier.

Die Nacht schaffen wir aber und trotz der sehr früh beginnenden Bauarbeiten für die neue Ver- und Entsorgungs-

anlage. Die Bagger wühlen sich schon kurz vor Sieben Uhr durch den Sand!

Wir starten um 8 Uhr 30, rauf auf die A 7, es soll nach Niederwerrn gehen, in der Nähe von Schweinfurt gelegen.

Dort soll es einen schönen Stellplatz geben. Bei strömendem Regen kommen wir dort an und sind maßlos ent-

täuscht! Eine große Parkfläche, mehr nicht!

Das bedeutet nun für uns, sich von Sylke und Ernst zu verabschieden, denn die Beiden wollen noch einige Tage

in der Gegend verbringen. Wir aber wollen in Richtung Heimat, denn das Wetter soll auch die nächsten Tage so

bleiben.

So sitzen wir mit einem Kloss im Hals wieder im Auto mit der Gewissheit, einmalig tolle Kollegen kennengelernt

zu haben. Die Tour mit denen war Spitze. Wir haben gelacht, zusammen gegessen und getrunken, so, wie es

sich gehört, wenn man gemeinsam auf Tour ist. Kurz gesagt: es war schön und sagen in Nachhinein Danke!

Für uns geht’s schließlich bis nach Fulda. Zum ersten Mal in unserem mobilen Leben sind wir in Fulda. Enttäu-

schung pur über diesen Stellplatz, so dass wir fünf Minuten später wieder auf Tour sind. Im strömenden Regen

geht es bis kurz vor Kassel, dann kommen die ersten Sonnenstrahlen. So kommen wir in Wolfshagen an.

Nun ist der Urlaub, der über viele Wochen ging, ist nun wieder zu Ende. Wir steuern unsere Heimat an, um uns

dann wieder Gedanken zu machen über den nächsten Urlaub!

 

Stellplätze, die wir angefahren haben:

Urmitz, 6 Euro

Koblenz, 0 Euro

Gau- Algesheim, 4 Euro

Sinsheim, 6 Euro

Weinsberg, 0 Euro

Wolframs-Eschenbach, 5 Euro

Öttingen, 0 Euro

Nördlingen, 3 Euro

Dinkelsbühl,  O Euro

Feuchtwangen, 0 Euro

Niederwerrn, 0 Euro

Fulda, 5 Euro

Wolfhagen, 3 Euro

Diepholz, 0 Euro