Kalte Dezember-Nächte!

Wie immer waren wir auch jetzt unmittelbar nach dem Heiligabend wieder mit dem Mobil unter-

wegs, um die Tage zwischen den Jahren zu feiern.  Vorgenommen und angemeldet hatten wir

uns bei Heinz Zapf, Platz-Chef in Wolfhagen.  

Am 1. Weihnachtstag saßen wir recht früh hinter dem Steuer und fuhren über Bremen – Stuhr bis

nach Nienburg. Dort trafen wir Ralf und Inge Freudenberg aus Schleswig-Holstein, auch weitere

Kollegen aus Oldenburg standen dort bei dem nass-feuchten Wetter.

Nur eine viertel Stunde Aufenthalt, ein kurzer Klönschnack und schon ging es weiter nach Rodewald

an der B 214 östlich von Nienburg. Dort stand das Mittagessen auf dem Plan und schon ging´s wei-

ter, Zielpunkt war Stadthagen, wo es uns immer wieder gut gefällt. Wie immer war es dort auch

jetzt himmlisch ruhig.

Am 2. Weihnachtstag machten wir uns dann auf den Weg nach Wolfhagen. Rinteln, Bad Pyrmont und

Blomberg ließen wir links liegen und erreichten Wolfhagen so gegen Mittag. Das Wetter besserte sich,

je weiter wir uns dieser Stadt näherten. Dort angekommen, schien die Sonne. Herrlich.

Unsere Kollegen aus Hude folgten uns am Nachmittag. Da Heinz uns zwei Plätze reserviert hatte,

standen wir nebeneinander. Wie überall  und immer hatte ich auch hier keine Schwierigkeiten, mit

den umstehenden Kollegen ins Gespräch zu kommen.  Einkauf, Stadtbummel, nochmals Einkauf,

schließlich will jeder etwas verdienen und wir Kunden sind dazu da, überall etwas Geld zu lassen.

So vergingen die Tage, Heinz kam morgens und abends zu seinem Kontrollbesuch. Das muss sein,

denn einerseits zählt die persönliche Ansprache und zweiten ist Kontrolle immer gut!

Am Tag nach Weihnachten trafen Kollegen aus dem Siegerland auf dem Platz ein. Eigentlich wollten

sie nur eine Übernachtung machen, aber aufgrund der Tatsache, dass wir die Beiden sofort „in un-

sere Mitte“ aufnahmen, blieben sie bis ins neue Jahr. Mein Spruch bewahrheitet sich immer wieder:

Nicht nur auf der Straße grüßen, sondern auch auf dem Platz das Gespräch suchen!

So lernt man Kollegen kennen!

Leider wurde es von Tag zu Tag, besser von Nacht zu Nacht, immer kälter. Ein feiner, aber eisiger

Wind zog über den Platz, so dass selbst das von Heinz angekarrte Feuerholz für das Lagerfeuer nicht

allzu viel half.

In den Nachrichten sagten die Wetterprognosen  nichts Gutes, Schnee und Eiseskälte waren angesagt,

so dass wir uns entschlossen, am Neujahrsmorgen schon mal ein gutes Stück in Richtung Heimat zu

fahren. Einbeck sollte die nächste Station sein. Dort landeten wir wegen der Straßenverhältnisse erst

kurz vor Mittag. Stellplatz gesucht, gefunden, Strom angeschlossen, so verbrachten wir den Tag schon

kuschelig im warmen Mobil. Am späten Nachmittag trudelten auch unsere Kollegen aus Hude ein.

Montagmorgen weckte uns dann der Schneepflug!!! Alles schön weiß zugedeckt! Wir überlegten nur

kurz, dass wir unmittelbar nach dem Mittag aus Einbeck abfahren wollten. Mittlerweile melde sich

erneut mein Bruderherz und berichtete von den „Problemen“ unserer Mutter. Schließlich ist sie bereits

97 Jahre alt und verbringt ihren Lebensabend im Seniorenheim.

Diese Meldung bedeutete für uns, dass wir möglichst weit in Richtung Heimat fahren würden. Da sich

aber das Wetter von Schnee über Schneeregen in Regen wandelte, bleiben wir noch eine Nacht in Diepholz.

Nun aber sind wir wieder zu Hause, aber nicht ohne bei meinem alten Mütterlein vorbeizuschauen. Der

Alltag hat uns wieder, die Arbeit wartet immer noch und ich warte ab heute auf die nächste Tour!