Frankreich - Tour 2014 oder auch Die Reise mit Start - Hindernissen

Wer sich die nachfolgende Beschreibung unserer diesjährigen Tour durch Frankreich genau durchliest,

wird schnell zu einem überraschenden Ergebnis kommen: Wir haben in  Frankreich nicht einen einzigen

Cent für Stellplatzgebühren ausgegeben! Wie kann das sein? Etwa, dass wir nur auf "Lau" fahren?

Keineswegs, denn im Grunde verteidige ich Stellplatzgebühren. Die allerdings müssen - auch dafür plädiere

ich - moderat sein.

Wenn ich mir in Deutschland kommunale wie auch private Stellplätze ansehe, denke ich manchmal, dass

ich irgendwo in der Raubritterzeit gelandet bin. Leider ist es so.

Die Franzosen dagegen rechnen und denken anders, sie gucken nicht unbedingt immer zuerst auf die

Einnahmen eines Platzes!!! und das ist das Plus für uns Wohnmobilfahrer. Es gibt fast 7000 Wohnmobil-

plätze in diesem "Wohnmobil - Paradies", wie ich es immer bezeichne. Von diesen fast 7000 Plätzen sind

rund 5400 kostenfrei! Das stelle sich mal jemand in Deutschland vor!? Ganz oft sindkommunale Camping-

plätze in Frankreich erheblich günstiger als deutsche Wohnmobilplätze!!!

So hatte ich es mir dieses Mal zur Aufgabe gemacht, zu versuchen, eine Rundreise mit dem Mobil durch

Frankreich zu unternehmen, ohne einen Cent Stellplatzgebühren zu berappen. Das ist mir fast gelungen,

denn 6 Euro Stellplatz- gebühren für 2 Übernachtungen blieben "hängen".

Dennoch haben wir viel Geld ausgegeben für verschiedene Dinge des täglichen Bedarfs. Diese Tour wie

auch andere Touren gelten für mich als Test, beinhalten einen großen Teil meiner Arbeit, denn ich

bereise dieses Land nicht nur aus Freude und Nettigkeit, obwohl ich die Lebensart der Franzosen und die

Freundlichkeit der Bretonen mag.

Insgesamt steckt schon eine Menge Arbeit in dieser Tour, die irgendwann allen Kollegen zuTeil werden

soll. Ich hoffe, dass manch ein "Leser" dieser Zeilen irgendwann diese Tour "nachfährt". Es lohnt sich,

obwohl dass dann derjenige nicht im "Schnelldurchlauf" machen sollte. Sich ein wenig Zeit nehmen ist nur

von Vorteil.



Freitag, 20. Juni 2014, 9 Uhr in der Frühe.

Wir haben das Letzte im Wagen verstaut und machen uns auf die Socken. Über Edewecht, wo wir

gestern noch mit unserem lädierten Hund beim Tierarzt waren, über Friesoythe und Löningen geht

es auf der B 213 in Richtung Lingen.

Über Nordhorn steuern wir Denekamp an, wo sich Hollands günstigste Tankstelle befindet. Doch

Fleutjepiepen, direkt in Nordhorn wäre der Diesel sogar noch 2 Cent billiger gewesen! Angeschissene

links raus! Wir tanken trotzdem, Diesel und auch LPG - Gas. Nun, frisch gefüllt geht es durch Holland

bis nach Winterswijk zu Obelink. Menschenmassen drängen sich auf den Parkplätzen rund um diese

6,5 ha große Anlage. So viele Besucher habe ich hier noch nie erlebt!

Wir essen einen kleinen Snack und schlängeln uns anschließend durch die Gänge. Hier und da mal

zugelangt und weiter geht's zu den Kassen. Bloß raus hier!!

Wir starten und fahren weiter bis nach Bocholt zu Sonja und Michael auf den Platz an der Uhlandstraße

39. Dort, so ist geplant, wollen wir das Wochenende verbringen. Doch erstens kommt es anders und

zweitens als man denkt! Hier in Bocholt fängt unser Hund an zu mucken. Er kann nichts bei sich halten

und würgt alles wieder raus.

Das zweite Problem ist der gestörte Fernseh-Empfang über DVBT. Eigentlich geht es nur um das "Erste",

Fußball - WM und kein TV? Geht nicht! Also starten wir weiter in Richtung Rees.



Der Stellplatz in Rees

Dort bekommen wir gerade noch einen Platz!!! Knüppeldickedicht stehen hier die Kollegen. Da wir hier

aber alle Programme haben, bleiben wir. Schon beim ersten "Rundgang" über den Platz entdecke ich

einen Wagen mit Bremer Kennzeichen. HB - Ol …. Das Kennzeichen kennen wir doch!!? Franz und Martina

aus Oldenburg sind da! Toll!

Sonntag, 22. Juni
Die Beiden verabschieden sich kurz vor Mittag. Sie wollen weiter nach Wesel. Wir bleiben!



Stellplatz in Issum - Sevelen

Montag, 23. Juni.
Wir starten in Richtung Issum - Sevelen. Dort gibt es den Hexenplatz von Theo Dammertz am Rande von

Sevelen. Toll angelegt ist dieser Platz, heimelig und urgemütlich. Am späten Nachmittag unternehme ich

eine Radtour nach Geldern. Bewegung ist alles!

Gerade davon zurück, kommt Theo auf den Platz und zeigt uns seinen tollen Oldtimer, den er am nächs-

ten Tag mit der Bahn nach Österreich verbringen lassen will. Es entwickelt sich eine große Klönrunde, denn

auch Nachbarn und Freunde sitzen gerne mit am großen Tisch!

Dienstag, 24. Juni.
Unser Hund macht uns wirkliche Sorgen. Es bleibt nichts drinnen! So starten wir nach Brüggen zum Stell-

platz an der Borner Straße (4 Euro, Wasser V+E kostenfrei, Strom 2 Euro.) Der Platz steht voll mit gelben

Nummernschildern. Wir sind die einzigen Deutschen! Platzchef Hermann Cüsters macht wie üblich schon

wieder mal Urlaub! Sei es ihm aber gegönnt!

Mittwoch, 25. Juni.
Ich nehme den Hund auf den Arm und gehe so die 600 Meter bis zum Tierarzt, den wir hier ausfindig ge-

macht haben. Spritzen und Tabletten für die nächsten drei Tage, dann ist alles wieder in Ordnung. Sagt

der Arzt! Sein Wort in Gottes Gehörgang!!!

Unmittelbar danach starten wir in Richtung Wassenberg und sind überrascht, als wir den Platz an der Stra-

ße Auf dem Taubenkamp direkt neben dem Schwimmbad erreichen.


Stellplatz in Wassenberg, Auf dem Taubenkamp 2, Übernachtung 5 Euro, V+E je 1 Euro, Strom 1 Euro

Absolut ruhig, allerdings kann man für die Schräge des Platzes gar nicht genug Keile an Bord haben! Wer

hat das nur geplant? Zwei Tage bleiben wir und beobachten den Hund. Dann kommt die zweite

Hiobsbotschaft in Form eines Anrufs. Unser Mütterlein, ganze 95 Jahre jung, ist in der letzten Nacht mit

schwerem Erbrechen und extremen Bluthochdruck ins Krankenhaus eingeliefert worden. Auch das noch!

Wir rechnen mit dem Schlimmsten und sind fast entschlossen, die Tour abzubrechen. Oma und Hund?

Das reicht!

Freitag, 27. Juni.
Wir machen uns mit schlechten Gedanken trotz Allem auf den Weg in Richtung Frankreich. Alles andere

ist mit unseren Jungs geklärt. Durch Holland - Süd kommen wir nach Belgien. Gerade eben noch fahren

wir auf Hollands Straßen wie auf Wolke Sieben, testen wir jetzt die Reißfestigkeit unseres Mobil, denn

Belgiens Straßen sind das Allerletzte! Ich schätze, dass die Autobahnen in Sibirien weitaus besser

befahrbar sind. Dabei war Belgien in Sachen Straßenbau einmal Vorzeigeland in Europa!?

Die erste Station machen wir nach 200 km in Thieu, einem kleinen Ort im Süden Belgiens. Direkt an

einem Hafenbecken befindet sich der Stellplatz an der Rue Saint Gery. (Der Platz ist das Bild auf der

Startseite von CAMPERCONTACT!)

Nur - es steht hier niemand! Komisch! Nach einem Gang über den Platz merken wir schnell, warum. Es

sieht hier aus wie auf einer Müllhalde. Scherben, Dosen und Plastik sind wenig einladend. Ein belgischer

Handwerker, der dort gerade seine Mittagspause macht, erzählt, dass man dort nicht unbedingt über

Nacht stehenbleiben sollte, denn ganze Jugendbanden nutzen diesen Platz als Treffpunkt. Schade!

So fahren wir 80 km weiter bis nach Frankreich rein. Durch die "Käse-Stadt" Cambrai (Tanken für

1,306 Euro) geht es nach Marcoing. Sechs Stellplätze, allerdings in PKW-Breite, erwarten den Gast

am Place de la Gare. Das sagt uns gar nicht zu, trotzdem bleiben wir über Nacht. Am späten Nachmittag

lockert ein kräftiges Gewitter die schwüle Luft!

Samstag, 28. Juni.
Die Nacht war etwas unruhig! Hundegebell und Katzengejaule, dazu ein junger Mann mit wohl reichen Eltern,

ständig unterwegs mit einem Sportflitzer mit Abarth - Anlage. Es brummte jedenfalls richtig gut! Uber die

Landstraße geht es nun in Richtung Amiens.

Eine riesige Stadt erwartet uns. Zwei "richtig gute" Stellplätze sind hier ausgewiesen, einer am Rande eines

Parks, wobei man sich mit dem Mobil zwischen Bäume quetschen muss und der andere, ausgewiesen für

100 Mobile!!!, die eben nur allesamt von Pkws besetzt sind! Außerdem befindet sich der Platz an einer stark

frequentierten Kreuzung. Kurz gesagt: beide Plätze lohnen sich nicht anzufahren! So sitzen wir wieder im

Wagen und fahren weiter in Richtung Rouen. In Buchy, einem kleinen Ort, fällt uns das Stellplatzschild ins Auge.




Stellplatz in Buchy, Route des Forges les Eaux, Übern. kostenfrei, Entsorgung kostenfrei, Strom 2 Euro

Hinter einem Busparkplatz gibt es hier an der Ortsdurchgangsstraße einen Stellplatz für 6 - 8 Mobile.

Strom und V+E ist auch vorhanden! Am Nachmittag besuchen wir den großen Flohmarkt, der sich durch

die gesamte Innenstadt zieht. Leider fängt es an zu regnen, so dass wir den Heimweg antreten. So

verbringen wir den Tag. Insgesamt 4 Engländer stehen unabhängig voneinander auf dem Platz!

Sonntag, 29. Juni
Es regnet! Sauwetter! Alle Kollegen sind vom Platz und zurzeit stehen wir hier ganz alleine. Der Flohmarkt

von gestern findet heute immer noch statt, jedoch noch eine Nummer größer. Er zieht sich fast durch das

gesamte Städtchen! Scheiß Regen! Weltuntergang!

Um 16 Uhr haben wir die Nase voll und beschließen, die 105 km nach La Reviere Saint Saveure unter die

Reifen zu nehmen. Je weiter wir der Seine-Mündung kommen, desto besser wird das Wetter. In La Reviere

scheint die Sonne vom blauen Himmel! Umso mehr sind wir aber erstaunt, dass man den Stellplatz verlegt

hat, ca. 100 Meter weiter in Richtung Pont de Normandie. Schade, denn der alte Platz hinter dem

Kindergarten hat uns gut gefallen.

Hier ist jetzt alles neu, auch die V+E und Stromversorgung. Aber Achtung, Wasser und Strom bekommt

man nur gegen einen Jeton, den man in den Geschäften für 5 Euro erwerben kann. Es gibt 300 Liter

Wasser für diese 5 Euro (wer benötigt das schon?) und ganze 10 Minuten Strom für denselben Preis!!!

Was soll man mit 10 Minuten Strom? Nichts!


  La Riviere - St. Sauveure, Chemin du Banc, Übern. und Entsorgen frei, Strom 5 Euro, Wasser 5 Euro,

Der Stellplatz ist fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Im Augenblick gucken wir Fußball - WM aus Brasilien,

Holland gegen Mexiko. Mexiko führt kurz vor Schluss 1 : 0, was das Aus auch für die Holländer bedeuten

würde. Doch kaum habe ich das geschrieben, schießen auch die Oranjes ein Tor. Dann noch einen

Elfmeter für Holland. Das war´s! Die Nacht ist unruhig, der Verkehr auf der Autobahn macht sich bemerkbar.

Montag, 30. Juni.
Um 5 Uhr ist die Nacht vorbei, denn da kommt die Müllabfuhr durch den Ort geklappert! Liegen bis um

7 Uhr 30, dann Zeit zum Aufstehen. Nach dem Frühstück will ich endlich mal sehen, ob ich irgendetwas

fürs Internet tun kann! Nichts! Auf meiner Tour durch Honfleur fahre ich selbstverständlich auch über den

Stellplatz. Ich erkenne zwei Mobile, die ich nur allzu gut kenne: zwei Kollegen der "Albatrosse" aus Düren!

Gerhard und Carmen, die Freude ist riesig! Ein Schnack muss sein, die Tasse Kaffee auch.

Am Nachmittag verabreden wir uns mit Frauen zum Kaffee. Derweil fahre ich zur Tourist-Info, um dort

meine Mails runterzuladen. Klappt! Ab geht's wieder zum Platz, Frauchen wartet! Heute Abend um 22 Uhr

Fußball Deutschland gegen Algerien. KO-Spiel!!! Deutschland gewinnt 2: 1!

Dienstag 1. Juli.
Wie gerädert stehe ich auf. Heute wollen wir weiter nach Deauville. Im Internet sehe ich, dass der Platz

dort ziemlich eng ist. Wir fahren trotzdem! Der Platz ist so eng, dass dort absolut kein Platz ist. So fahren

wir nur 5 Minuten weiter nach Dives sur Mer. Wir lassen uns überraschen, wie der Platz dort wohl ist. Er ist

spitzenmäßig! Gleich am Nachmittag gehen wir in den Ort. Super!!!



Die Tourist-Info von Dives sur Mer mitten im Zentrum




Der Stellplatz von Dives sur Mer

So bleiben wir ganze 4 Tage und erkunden den Ort und die Umgebung. Traumhaft! Es ist heiß! Am Tage

bis zu 36 Grad! Wir schleichen eigentlich nur dem Schatten des Mobils hinterher. Dazwischen geht es mal

nach McDoof, damit ich Internet habe und zu Hyper-U! So sind wir nun mittlerweile bei Freitag-Mittag angelangt.

Heute Abend am 4. Juli gibt es wieder Fußball. Wer spielt denn nur?? Ach ja, es wird ein bedeutungsloses

Spiel übertragen. Frankreich gegen Deutschland! Hui!!!! Und Deutschland gewinnt gegen eine starke

französische Mannschaft.

Samstag, 5. Juli 14.
Nachdem bis gestern eine Hitze über uns lag, die fast nicht auszuhalten war, begann es in der Nacht zu

regnen. Erfrischend! Um 8 Uhr in der Frühe starten wir. Es geht nach Erquy an die bretonische Küste. Ein

einfacher Stellplatz an der Avenue de Caroual empfängt uns. (6 Euro, Strom und Wasser je 2 Euro mit

Jeton, Entsorgen kostenfrei)

Unmittelbar vor uns in Richtung Strand liegt ein großer nicht genutzter Pkw-Parkplatz. Warum nimmt man

diesen nicht als Wohnmobilplatz??? Wir unternehmen einen Gang nach Erquy, was auf der anderen Seite

der Steilküste liegt. Also heißt das eine steile Rampe hoch. Doch leider bietet die Stadt nicht allzu viel. So

kaufen wir ein wenig ein, dazu noch die nötigen Ansichtskarten und Briefmarken und trotten diese elend

lange Rampe von der anderen Seite hoch. Auf dem Platz angekommen, wird erst einmal Mittag gemacht.

Dann kommt ein Paar aus Schweinfurt auf den Platz. Da wir mit dem Gedanken spielen, den Platz wieder

zu verlassen, verkaufen wir unser Ticket für 5 Euro an diese Kollegen. Dann futtern wir noch die Teller leer

und starten wieder. Es geht nur 13 km weiter, dann landen wir auf einem Bauernhof mit einem privaten

Stellplatz mit allem Drum und Dran in Planguenoual. Sogar Internet ist hier kostenfrei! Wo findet man das

sonst? Wasser und Strom gibt an jeder Platzleuchte direkt neben dem Fahrzeug. Es ist toll hier.




Der Stellplatz in Planguenoual bei Ferme Gesbert, Saint Plestan, alles kostenfrei!

Sonntag, 6.Juli 14.
Heute Morgen sind wir um 9 Uhr in Richtung Morlaix gestartet. Dort am Intermarche` gibt es 10 Stellplätze,

allerdings nur in Pkw-Breite und das auch noch mit "Bewachung" durch Obdachlose, die dort ihren Tag

verbringen. So fühlen wir uns hier nicht so richtig wohl, essen nur zu Mittag, gehen noch in den Intermarche`

und fahren dann weiter. Nach nur 11 km kommen wir in den Ort Saint The`gonnec. Mitten in dieser

Kleinstadt gibt es das Areal Park An Illiz. Die eine Hälfte des Parkplatzes gehört den Pkw´s und den Lkw`s

und die andere Hälfte beherbergt 15 kostenfreie Stellplätze mit freier V+E, Strom und Hotspot. Jeder

Stellplatz hat eine tolle Sitzgelegenheit und über Nacht absolut ruhig. Toll!

Das Schönste an diesem Städtchen ist sicherlich die riesige Kirche, einst von Kelten gebaut wie fast alles

in der Bretagne.



Der Stellplatz in St. Thegonnec, Place Park An Illiz, kostenfrei, V+E und Strom mit kostenfreiem Jeton!



Der weltberühmte keltische Dom in St. Thegonnec

Montag, 7.Juli 14.
Gegen Mittag haben wir den Stellplatz in Lampaul an der Rue de Beg-Ar-Vir erreicht. (4,10 Euro,

Entsorgen kostenfrei, Wasser und Strom je 2 Euro, Duschen 1,50 Euro, Waschmaschine und Trockner)

Doch nicht ein einziger Deutscher ist dort!!! TV geht auch nicht! Noch schlimmer!!! So überlegen wir, ob

wir nicht doch nach Brest weiterfahren.


Lampaul am Atlantik

Dienstag, 8.Juli 14.
Wir sind gefahren und haben direkt am Hafen in Brest an der Rue Eugene Berest einen tollen Stellplatz

gefunden. Eine Besonderheit hat der Platz allerdings, denn zwischen 18 Uhr und 9 Uhr 30 ist der Platz

durch eine Schranke geschlossen!! So haben allerdings auch keine Pkws die Möglichkeit, auf diesem Platz

rumzukurven!



Der kostenfreie Stellplatz am Hafen in Brest. Rue Eugene Berest neben dem Oceanopolis. Toll!

Direkt nebenan ist das Oceanopolis, ein riesiges Aquarium und Zoo. Insgesamt ein super Aufenthalt, wenn

nicht die Entfernungzum Stadtzentrum wäre. Ganze 3 km muss man fahren.



Der Stellplatz in Plougastel-Daoulas, Rue de la Fontaine Blanche. Alles kostenfrei!

Gegen Mittag fahren wir weiter nach Plougastel-Daoulas, etwa 14 km entfernt von Brest. Der Stellplatz

befindet sich unmittelbar an einem Sportcentrum. Am Abend ist der Platz mit 9 Wohnmobilen gut gefüllt.

22 Uhr. Das Fußball - WM - Halbfinale Deutschland gegen Brasilien steht an. Wir gucken gespannt und

erhoffen gegen die starken Brasilianer nichts Gutes. Doch schon nach einer halben Stunde steht es 4:0

für uns. Am Ende ist die Sensation perfekt, denn Deutschland gewinnt mit 7 : 1 Toren.

Wahnsinn!

Mittwoch, d. 9.Juli 14.
Am Morgen verabschieden wir uns von den Nachbarn aus Duisburg. Wir fahren nach Hopital-Camfrout. Der

Stellplatz befindet sich mitten in der Stadt, doch leider haben wir keinen TV-Empfang. So fahren wir weiter

nach Crozon, schließlich wollen wir heute Abend Holland gegen Argentinien sehen!.



Stellplatz in Crozon am Boulevard des Pralognan in brütender Mittagshitze. Nur Stellplatz!

Ein großer Parkplatz direkt neben der Tourist-Info, der in dieser sengenden Hitze nicht gerade einladend

wirkt. So beschließen wir, 5 km weiter zu fahren nach Le Fret, was sich als Glücksgriff erweist. TV, Ruhe,

toller Platz, damit ist das Fußballspiel gesichert.

Le Fret befindet sich genau gegenüber von Brest, also hat man auch hier das Wasser direkt vor der Nase.

Fußball, ach ja, Fußball. Fußball ist eigentlich nicht meine Sache. So lege ich mich auch schon mal ins Bett

und schlafe seelenruhig. So auch heute!



Stellplatz in Le Fret bei Crozon, Le Sillon an der D55 (Ortsdurchfahrt) Übernachtung und

Entsorgen kostenfrei, Wasser und Strom je 2 Euro mit Karte

Donnerstag, d. 10.Juli 14.
Chef 1 erzählt, dass Holland im Elfmeterschießen den Argentiniern unterlegen sei. Nun ja, dann ist es so!

Wir starten, denn irgendwann soll es an die Loire gehen. Ich muss nach Angers! So fahren wir erst mal

über Concarneau zum Platz mitten in der Stadt. Dort treffen wir nach unserem obligatorischen Stadtspa-

ziergang Kollegen aus der Nähe von Nürnberg und eine Kollegin mit Tochter aus der Schweiz. Übrigens,

es wimmelt zurzeit von Deutschen, die hier Urlaub machen.



Der Stellplatz in Concarneau, Avenue de la Gare, Übernachtung: 4 Euro von 20 - 8 Uhr, Wasser und

Strom je 2 Euro, Entsorgen kostenfrei

Der Platz kostet nun aber nicht mehr wie ausgeschrieben 2 Euro, sondern 4 Euro, dafür aber nur für die

Übernachtung! Weiter geht's nach Pont Aven, unsere Lieblingsstadt in der südlichen Bretagne. Der Platz

steht voll! So voll, dass man abends keine Luft mehr hat! Mehr als einen halben Meter Platz neben dem

Ausstieg bleibt nicht! Das ist nicht unser Ding.



Der beliebte Stellplatz in Pont Aven, Rue de Bourgneuf, Übern. und Entsorgen kostenfrei, Wasser und Strom je 2,60 Euro,

Freitag, d. 11.Juli 14.
Rauf auf die Schnellstraße in Richtung Süden und fahren bis zur Abfahrt Theix. Nach nur einem Kilometer

haben wir wieder einen Platz erreicht, auf dem man sich breit machen kann. Wir brauchen Luft zum

Atmen! Die haben wir hier, denn jeder Platz hat ca. 100 m². So beschließen wir, bis Montagmorgen

zu bleiben.



Unsere Box in Theix, Rue de Goavert, alles kostenfrei!




Der Stellplatz mit V+E in Theix hinter der Polizei

44320 St. Viaud, Rue du Parc des Sports Der Platz ist incl. Strom, Müll, V+E kostenfrei!!!

Montag 14.Juli 14.
Heute ist Nationalfeiertag in Frankreich! Bis heute Morgen haben wir die Tage in Theix verbracht. Es hat

uns ganz einfach gefallen. Vorgestern bekamen wir "Besuch" von deutschen Kollegen aus Hückelhoven.

Wie so oft bewahrheitete sich mein Leitspruch: Manchmal triffst du Menschen, es sagt Klick, und du hast

einen direkten Kontakt zu denen. So war es auch bei diesen Beiden. Er, so stellte sich im Gespräch heraus,

versieht den Polizeidienst auf dem Revier in Hückelhoven. Vom ersten Augenblick an hatte es zwischen

uns gefunkt. Die Beiden bekamen von mir jede Menge Stellplatz - Tipps, denn sie waren schon auf der

Rückfahrt. Leider, denn so verabschiedeten sie sich am nächsten Morgen in Richtung Lampaul (und waren

begeistert!). Wir dagegen sind noch einen Tag geblieben.

Dienstag, 15.Juli 14.
Heute Morgen dann haben wir uns reisefertig gemacht und sind in Richtung St. Viaud bei St. Naziere

gestartet. Unterwegs finden wir dann durch Zufall einen tollen großen Stellplatz in Muzillac bei Super U.

(Rue des Silenses) Bis auf Strom ist hier alles kostenfrei vorhanden. 25 Plätze hat man hier geschaffen. 

Eine halbe Stunde später sind wir in St. Viaud auf dem Stellplatz etwas abseits und südlich der Loire.

10 Plätze, neu angelegt und direkt am kleinen Stadtsee mit Bademöglichkeit. Uns gefällt es hier immer

wieder. Nun ist auch noch die Wasserski - Anlage fertiggestellt, was

logischerweise viele junge Menschen anzieht. Ein Beispiel auch für andere Regionen, z.B. Bad Zwischenahn.

Mittwoch, 16.Juli 14.
Nach dem Frühstück entsorgen wir noch, dann starten wir in Richtung Oudon, doch den Platz erst einmal

zu finden, ist gar nicht so einfach. Erst als wir von der Suche die Nase voll haben und in Richtung

Chamtoceaux fahren wollen, entdecken wir den Platz kurz vor der Loire-Brücke. Wir finden ihn aber nicht

so pralle und entschließen,weiterzufahren.



49270 Chamtoceaux, Place du Chanoine Bricard, 4 Euro, V+E kostenfrei.



49123 Champtoce sur Loire, Rue de la Hutte, Stellplatz, V+E kostenfrei 


Kurze Bedenkzeit während des Grillens, dann fahren wir nach St. Georges sur Loire. Dort bekommen wir

noch einen Platz direkt neben einem deutschen Kollegen, mit dem wir unvermittelt Kontakt haben. Bei

einem Bierchen lernen wir uns kennen. Es stellt sich heraus, dass die Beiden aus der Nähe von Hückelho-

fen kommen. Welch Zufall, hatten wir doch zwei Tage vorher erst den Polizisten aus dieser Stadt!



49170 St. Georges sur Loire, Place Manche Real, Stellplatz, V+E kostenfrei

Der Platz füllte sich am Abend, dabei auch noch zwei Kollegen aus Peine, die diesen Platz als Treffpunkt

ausgemacht hatten.

Mittwoch, 16.Juli 14.
Wir haben Ruhe bis um 5 Uhr 45, dann rödelt die Müllabfuhr mit viel Spektakel über den Platz. Kurz wieder

eingenickt, dann bimmeln um 7 Uhr die Kirchturmglocken. Dann war es mit dem Schlaf endgültig vorbei.

Gegen 9 Uhr starten die Kollegen neben uns, dann machten auch wir uns auf den Weg. Ich muss endlich

nach Angers. Dort angekommen, ist es gar nicht so einfach, einen Stellplatz zu finden. Dort bei meinem

Ziel in Angers gibt es Parkplätze nur für Pkw`s. So fahren wir auf den riesigen Parkplatz mitten in der Stadt.

Schön schattig am Ufer, jedoch noch 2 km von meinem Ziel entfernt. Rad abgeladen, 2 km hin, Arbeit

erledigt und 2 km retour, das war’s! Hat sich aber echt gelohnt!!!!!



49000 Angers, Boulevard Arago, Stellplatz kostenfrei, keine V+E


Zum einfachen Übernachten hätte es wohl gereicht, wir jedoch fahren weiter bis nach Longue-Jumelles.

Dort gibt es mitten in der Stadt direkt am Park einen tollen Stellplatz. Dort machen wir uns erst einmal breit.

Das Thermometer steigt am Nachmittag auf knapp 35 Grad, obendrein fehlt auch noch der Wind!! Es ist

nicht zum Aushalten! TV mit DVBT ist dort auch nicht zu empfangen!




49160 Longue-Jumelles. Rue de Pre` des Grilles, Stellplatz, V+E kostenfrei

Donnerstag, 17. Juli 14.
Wasser!!! Wir starten nach St. Clement-des Levees, nur ca. 8 km von Longue-Jumelles entfernt und direkt

an der Loire gelegen, jedenfalls was die Beschreibung hergibt. Was uns dann allerdings erwartet, ist nicht

mal als Übernachtungsplatz brauchbar!!!

So fahren wir weiter über Saumur bis nach Turquant. Dort sind wir nun schon zum wiederholten Mal und

es gefällt uns dort immer wieder. Und wie der Zufall es will, bekommen wir unseren alten Platz schön im

Schatten gelegen. Das Thermometer zeigt im Augenblick 44 Grad in der Sonne!



49730 Turquant, Rue des Ducs d`Anjou,

Freitag, 18.Juli 14.
Es hat sich etwas abgekühlt. So beschließe ich, mit dem Rad die 10 km nach Saumur zum Leclerc zu fahren,

um ein paar Dinge einzukaufen. Doch nicht wie erwartet um 8 Uhr öffnet der Markt erst um 8 Uhr 30, so

dass ich dann um halb zehn wieder in Turquant bin. Im Augenblick bruzzeln wir wieder in der Sonne bei

40,2 Grad. Neben uns stehen seit 3 Stunden Kollegen aus Mannheim, die auch schon wieder auf dem

Heimweg sind.

Seit heute Morgen steht ein Franzose neben uns und ein Franzose vor uns. Gegen 18 Uhr kommt unser

Nachbar aus dem Fahrzeug des Kollegen gegenüber, steigt plötzlich in sein Mobil und fährt bis auf einen

halben Meter an unser Fahrzeug ran. Ohne Grund, denken wir, doch auch der Mannheimer diagnostiziert

sofort, dass man uns vertreiben will, um Platz für seinen Kumpel zu machen. Komische Sitten! Ich bin dann

sehr deutlich und laut geworden, so dass sich der Franzose wieder hinter sein Lenkrad setzt und nun

30 cm weiter abrückt. Das ist uns dann doch zu dumm, so dass wir unsere Sachen packen und losfahren.

In Chouze sur Loire machten wir einen Zwischenstopp, um uns den neuen und schönen Stellplatz

anzusehen. Topp gemacht!

Dann geht's wieder auf die Straße bis nach Villandry. Gleichzeitig mit uns kommt ein Pkw mit Osnabrücker

Kennzeichen an, deren Besatzung hier Urlaub machen will.


Eine große Schloss- Anlage in Villandry.

Bis um 22 Uhr sitzen wir noch vor dem Fahrzeug, doch dann entlädt sich die Schwüle zu einem Gewitter

der allerfeinsten Art. Eine Stunde Gewitter, eine halbe Stunde Pause, dann wieder eine Stunde Gewitter,

so geht das bis in die Morgenstunden. Viel Schlaf ist also nicht!

So sind wir genervt und ungewaschen um 7 Uhr schon wieder auf Tour. Bis nach Montlouis zum Stellplatz

beim Super-U soll es gehen. Doch dort gibt es allerdings keinen ausgewiesenen Stellplatz, man stellt sich

also hin, wo man will. Also kurzer Einkauf, dann tanken und weiter nach Amboise. Der erste Stellplatz ist

direkt bei einem riesigen Leclerce- Markt und nebenan ein McDonald.

Dort lade ich mir logischerweise erst mal wieder meine Mails runter. Dann gucken, wo es hier einen richtigen

Stellplatz gibt. Logisch, am Schloss! Doch dort wartet ein absolutes Hundeverbot und der Wink eines

Aufpassers, doch mit unserem Fahrzeug bis auf absolute Nähe an das nächste Fahrzeug ranzufahren. Das

ist nicht unser Ding, also geht's zum dritten Platz. Dort steht eine junge Familie aus München, die gerade

am Packen sind. Er macht uns darauf aufmerksam, dass dieser Platz gerne als öffentliches Urinal genutzt

wird. So riecht es auch!!! Das wars dann auch für uns. Wir verlassen diese Stadt und fahren bis nach

Cheverny. Dort gibt es leider keinen Schatten, aber der Platz ist trotzdem gut gefüllt.



Stellplatz in Cheverny, sehenswertes Schloss!


Am Nachmittag besichtigen wir das Schloss. Da wir beide einen Schwerbeschädigten-Ausweis besitzen,

kostet uns dieser Rundgang nichts. So ist das nun mal in Frankreich! Es lohnt sich dieser Gang!

Am Abend sitzen wir noch lange vor dem Mobil und warten mit Sehnsucht auf einen erfrischenden

Gewitterguss. Erst um 23 Uhr fängt es an zu tröpfeln, das Gewitter aber hält sich weit entfernt von uns

auf. Gegen 22 Uhr kommen 2 Pkws auf den Platz, so wie es scheint, rumänische Staatsbürger (sonst

nenne ich sie anders!). Bis um 5 Uhr stehen sie uns schräg gegenüber, der Durst der jungen Leute wird

wohl immer schlimmer und die Stimmen immer kräftiger und lauter.

Sonntag, 20.Juli 14.
Dann um 5 Uhr starten die Pkws und fahren mit Power und letzter Platzrunde vondannen. Für uns folgt

auch der letzte Versuch mit erneutem Schlaf, doch um kurz vor 6 Uhr drehen erneut Pkws auf dem

Platz ihre Runden. Nur 15 Minuten später sitzen wir schon im Führerhaus und fahren in Richtung Meung

sur Loire, vorher jedoch machen wir noch eine Platzrunde auf dem alten, jetzt gesperrten Stellplatz in

Beaugency. Schade! V+E jedoch geht dort immer noch.



Stellplatz in Meung sur Loire,

In Meung sur Loire stehen zwei weitere Deutsche. Mit den Nachbarn, Kollegen aus Mainz, kommen wir ins

Gespräch, die Kollegen aus dem Hunsrück schlafen noch. Nach  dem Frühstück drehen wir eine Runde

durch die Stadt. Es ist Wochenmarkt! Kuchen für den Kaffee und frische Eier, dann geht's wieder zum

Mobil. 63 km liegen noch vor uns, denn das nächste Ziel heißt Sully sur Loire.

Und dort haben wir wieder Glück mit dem Stellplatz. Schön in der Ecke mit Schatten, so lässt es sich

aushalten. Es lässt sich hier sogar sehr gut aushalten. Am zweiten Tage kommen dann die Kollegen aus

dem Hunsrück, die wir schon in Meung gesehen hatten. Der Tag besteht aus Einkaufen, Stadtbummel

und Faulenzen. Einmal pro Tag bin ich in der Touristik zu finden, denn erstens sind die Damen richtig nett,

sprechen gut Deutsch und ich darf hier meine Mails runterladen.



Stellplatz in Sully sur Loire

Es ist immer noch heiß an der Loire, selbst nach den Gewittern. Nun warten wir schon wieder auf ein

paar Regentropfen, jedoch wandern alle Gewitter rund um uns herum.

Donnerstag, 24.Juli 14.
Heute morgen sind wir dann doch los nach 4 Tagen Aufenthalt in Sully. Entsorgen, versorgen, von den

Nachbarn und den Deutschen verabschieden und schon sind wir  wieder auf der Straße. 26 Grad und

blauer Himmel um 8 Uhr! Wir fahren über Landstraßen, bis wir ca. 35 km vor Auxerre auf die Schnellstraße

stoßen. Kurz vorher biegen wir dann ab in Richtung Gurgy. Der Stellplatz an der Yonne ist spitzenmäßig!

Am Nachmittag beschließen wir, eine kurze Radtour in Richtung Auxerre zu unternehmen. Immer an der

Yonne entlang kommen uns ein paar dunkle Wolken bedrohlich nahe. Es grummelt und blitzt immer mehr.

Wir beschließen, umzukehren, kommen jedoch nur bis unter die Autobahnbrücke. Die nutzen wir als

Schutz, denn es gießt wie aus Kübeln. Irgendwann nach ca. einer Stunde können wir unsere Tour

fortsetzen in Richtung Stellplatz.


Stellplatz in Gurgy direkt an der Yonne, kostenfrei, Entsorgen kostenfrei, Frischwasser 2 Euro.

(Das Foto habe ich direkt nach dem schweren Gewitter aufgenommen!! )


Morgen Früh soll es weitergehen, wir haben beschlossen, einen "Fahr-Tag" zu unternehmen, denn bis

zum nächsten anvisierten Ziel Bulgneville sind es 230 km.

Freitag 25.Juli 14.
Ohne Frühstück sitzen wir nun um 8.30 Uhr im Wagen und fahren durch Auxerre. Irgendwo unterwegs

wollen wir erst frühstücken. Über Chablis und Fleys fahren wir auf der D 965 bis nach Tonnere. Dort bei

Auchan tanken wir, heute leider für 1,32, 3 Euro. Andere Tankstellen sind noch teurer! Dann gleich um

die Ecke stehen wir beim Lidl. Erst einkaufen, dann frühstücken.

Anschließend steuern wir Tanley an. Der kostenfreie Stellplatz dort ist fast direkt an der Armancon. Nur

dieses Städtchen bietet nicht viel. Dann geht's weiter bis nach Laignes. Die Daten eingestellt, dann sind

wir auf dem Stellplatz, der nicht nur kostenfrei ist, sondern auch alles andere kostenfrei anbietet. Und

über dieses schmucke Städtchen mit toller Fußgängerzone sind wir begeistert. Ein Tipp für die nächste

Tour.

Der nächste Stellplatz, den wir auf unserer Tour ansteuern, ist in Chaumont, eine große Stadt. In der

für das Stehen, V+E und Strom, das ist schon ein Super Angebot! Leider gibt es dort keinen Schatten,

sonst wären wir eventuell dageblieben. So aber machen wir kurz nach Chaumont in einer Waldeinfahrt

dieses riesigen Waldgebietes (ca. 20 km haben wir nur Wald gesehen!) eine kurze Mittagspause.

Dann nehmen wir die letzten 60 km unter die Reifen und landen um 14 Uhr in Bulgneville. Dort ist ein

Rand-Stellplatz für uns "reserviert", so dass wir viel Rasen vor uns haben. Am Nachmittag rummelt es

wieder am Himmel, jedoch Regen und Abkühlung gibt es nicht! Erst in der Nacht tröpfelt es. Am Abend

zahlen wir übrigens die ersten 3 Euro Stellplatzgebühr auf unserer Tour!!!



Ein wunderschöner Stellplatz in Bulgneville, 3 Euro für die Übernachtung, alles andere kostenfrei


Samstag, 26.Juli 14.
Heute ist Samstag, der Tag beginnt bedeckt, doch dann reißen die Wolken auf und die Sonne macht

wieder das Beste aus dem Tag. Mein Chef 1 will einkaufen bei Vival, einem kleineren Laden mitten in der

Stadt. Ich dagegen sattel meinen "Mustang" und fahre nach Contrexeville. Apotheke, Mittel gegen Juck-

reiz kaufen, hervorgerufen durch Mücken, dann McDonald, Mails abrufen und dann Einkauf bei LeClerce

im Hypermarche. Ein Riesenladen! Dort gibt es übrigens auch 10 kostenfreie Stellplätze mit V+E.

Dann geht's an die Rücktour. 4 km stetig bergan, so dass ich trotz Unterstützung kräftig in die Pedale

treten muss. Gegen 11 Uhr 30 bin ich dann wieder beim Platz.

Heute Mittag wird gegrillt!

Nachmittags überrollt uns dann ein weiteres Gewitter. Herrlich, diese Abkühlung. Am Abend unternehmen

wir noch einen ausgiebigen Spaziergang durch die Stadt. Fast neben uns in der Halle des Sports findet

zurzeit eine große arabische Hochzeit statt. Es könnte laut werden, so erzählt man uns.

Sonntag, 27.Juli 14.
Es bleibt ruhig in der Nacht! Heute morgen haben wir uns nach dem Frühstück und dem Entsorgen von

Platznachbarn verabschiedet und sind dann in Richtung Epinal gestartet. Es soll auf den Campingplatz

gehen, damit wir unsere Wäsche waschen können. Leider erweisen sich die Hinweise auf den Preiscodes

dieses Platzes als ständig zunehmend. Insgesamt 18 Euro hätte uns die Übernachtung gekostet plus

Waschen!

Wir ziehen es vor, nochmals 8 km weiterzufahren nach Thaon les Vosges. Direkt am Seitenkanal der

Mosella stehen wir hier wunderschön. Ein Traum!


Thaon les Vosges, Rue du Coignot

Sonntags Wäsche waschen? Kein Problem in Frankreich!


Rund 20 Mobile passen auf diesen Platz, und - man hat noch Platz zum Luftholen. Besonders von Anglern

wird dieser Platz geschätzt. Einmal über die Brücke und schon ist man mitten im Städtchen. Fast direkt

neben dem Stellplatz befindet sich ein Kinder - Spielplatz, ein Boule - Center und ein wunderschöner Park.

Wer es unbedingt mit "großer Wäsche" hat, kann dieses beim Super U, genau 2 km vom Stellplatz entfernt,

erledigen.

Montag, 28.Juli 14.
Nach dem Frühstück fahren wir nochmals zum Super U zum Tanken. 1,29,2 Euro! Über Landstraßen geht

es in Richtung Colmar. Es wird hügelig! Ein Stellplatz in Colmar???

Doch, direkt an einer der Hauptverkehrsstraßen auf einem Parkstreifen und das Ganze für 12,50 Euro.

Naja, wer`s denn mag! Wir tanken für 1.25,4 Euro!!! Gegen Mittag sind wir in Neuf-Brisach und stehen

ganz alleine direkt am Rheinufer. Am Himmel ziehen bedrohlich dunkle Wolken auf. So ziehen wir es vor,

weiterzufahren. Wir wollen nach Donaueschingen. Gerade, als wir auf die Autobahn in Richtung Freiburg

auffahren, öffnen sich die Schleusen. Wie aus Kübeln gießt es, so dass der Verkehr fast zum Erliegen

kommt. Als wir durch Freiburg durch sind, scheint schon wieder die Sonne.

Um 14 Uhr sind wir dann in Donaueschingen. Der Platz ist voll. So parken wir auf Warteposition. Schon

eine halbe Stunde später fährt ein Italiener von Platz und wir "rücken ein", direkt unter einer mächtigen

Kastanie.

Aber genau das passt einem durchgeknallten Strategen aus Ulm, der anscheinend auch auf eine Lücke

wartet, gar nicht! Während ich schon rückwärts in die Lücke setze, sitzt der Stratege noch nicht mal

hinter seinem Lenkrad. Da war ich wohl etwas schneller, allerdings unbewusst.

Wie ich da nun aber mit meinem Fahrzeug rückwärts unter die riesige Kastanie fahre, reiße ich mit meiner

DVBT-Antenne einen kleinen Zweig von diesem Baum. Oh, was für ein Frevel!? Da ich mir nicht auch noch

diese Antenne oder gar das Dach beim Wegfahren beschädigen will, zwänge ich mich durch das große

Dachfenster und breche noch ein Zweiglein, wie schon das erste ca. 30 cm lang, vom Baum. Plötzlich ein

wildes Hupen vom Wagen des Ulmers, die "Dame des Hauses" kommt wie eine Furie aus dem Fahrzeug

und beschimpft uns auf übelste Weise. Ich wäre ein Verbrecher, wegen mir würde der Stellplatz gesperrt

und eine solche Handlung müsste angezeigt werden. Das Ganze in einem Ton und Lautstärke, die alle

Kollegen auf dem Platz zusammenlaufen lässt.

Im selben Augenblick ruft der Fahrer des Fahrzeugs auch noch die Polizei und will mich anzeigen.

Polizeieinsatz wegen eines 30 cm langen Zweiges!!! Wie krank muss man sein, um so zu handeln??? Ich

vereinbare mit den Polizisten, dass ich unmittelbar am nächsten Morgen das Rathaus und den zuständigen

Menschen aufsuchen würde, um die Sache zu klären. Nachdem die Polizisten die Daten aufgenommen

haben, fahren sie vondannen.

Dienstag, 29.Juli 14.
Unmittelbar nach dem Frühstück fahre ich ins Rathaus. Bewaffnet mit dem Corpus Delicti, zwei kleinen

Zweiglein in der Plastiktüte, frage ich die nette Dame an der Rezeption. Sie schüttelt nur ungläubig den

Kopf und schickt mich zum zuständigen Mitarbeiter des Rathauses in den ersten Stock. Dem lege ich die

Tüte auf den Schreibtisch, beschreibe den Fall und, was soll ich sagen? Nun habe ich ihn auf dem Gewissen.

Er ist tot! Er hat sich ganz einfach totgelacht. Totgelacht über solche Hirnies von Mitmenschen, die wohl

nichts anderes zu tun haben als sich zu ärgern! Ich nenne so ein Verhalten durchgeknallt, und solche

Mitbürger bezeichne ich als hirnamputierte Vollpfosten! Am nächsten Tage verlassen die Strategen den

Platz und wir und die übrigen Kollegen lachen noch stundenlang! Der Stellplatz unter diesem Blätterdach ist

dann allerdings unser Untergang, denn es beginnt wie aus Kübeln zu schütten, die ganze Nacht hindurch

bis zum Morgen. Das Tropfen auf`s Dach nervt!

Mittwoch, 30. Juli 14.
Bis um 11 Uhr regnet es ununterbrochen, dann hellt es auf. Mittlerweile haben zwei Kollegen den Platz

verlassen, so dass wir uns neu ordnen können. Endlich unter diesem Blätterdach weg! Trotz allem machen

wir einen Gang in die Stadt. Der Friseur ist angesagt! Und Einkauf!

Am Abend sitze ich nochmals auf dem Rad und stöbere noch mal ein wenig im Baumarkt rum. Doch das

Wichtigste sind die Pfandflaschen, die wir schon durch halb Frankreich spazieren fahren. Die müssen

endlich entsorgt werden! Gegen 19 Uhr kommen erneut Mobile, zwei davon mit Windhunden an Bord.

Am Wochenende ist Europas größtes Windhund - Treffen angesagt!


 Stellplatz Donaueschingen, Prinz-Fritzi-Allee

Donnerstag, 31.Juli 14.
Wir brechen hier ab, entsorgen nochmals an der Kläranlage in Donaueschingen und schon sitzen wir wieder

im Wagen. Es geht in Richtung Memmingen. Unterwegs machen wir noch kurz Station in Biberach an der

Riss (Riss-Straße), dann geht's weiter.

In Memmingen bekommen wir einen tollen Platz mit richtig viel Grün vor der Tür. Den Wagen abgestellt

und rein in die Stadt. Mittagessen, Kaffeetrinken, dann geht's wieder zurück zum Platz. Wir staunen nicht

schlecht, als neben uns ein Wohnwagen steht.

Eigentlich ist das hier doch ein reiner Wohnmobilplatz, oder? Auf dem Schild mit den Platzregeln ist es so

vermerkt. Doch die Besitzer sind sich keiner Schuld bewusst! Naja!? Deren Aussage: Wir haben ja die Ge-

bühr bezahlt!

Eine supertolle Innenstadtin Memmingen


Freitag, 1. Aug. 14.
Es geht nach Landsberg am Lech. Eine schöne Stadt soll es sein, so erzählte man uns. Also lassen wir uns

überraschen. Es stimmt, es ist wirklich eine tolle Stadt! Der Stellplatz aber??? Und dafür 7 Euro?? Entschie-

den zu viel!



Stellplatz in Landsberg am Lech

So sitzen wir kurz nach 14 Uhr wieder im Fahrzeug. Es geht über die Autobahn an München vorbei bis nach

Landshut. Dort hat man die Möglichkeit, auf dem riesigen Parkplatz an der Wittstraße, unmittelbar an der

Innenstadt, zu übernachten. Stellt man sich hier auf die geschotterte Umrandung dieses Areals, so steht

man kostenfrei, ansonsten kostet dieser Parkplatz 1 Euro pro Tag!!!




Stellplatz in Landshut, (Parkplatz an der Wittstraße und direkt an der Isar), 


Unmittelbar an der viel Wasser führenden Isar steht man in Landshut. Brütend heiß knallt die Sonne wie-

der auf uns runter, so dass wir uns zwischen die Bäume am Isarufer verdrücken.

Samstag, 2.Aug. 14.
Gleich nach dem Frühstück unternehmen wir eine Radtour auf dem Isar - Fernradweg. Super! Gegen Mit-

tag sind wir retour und machen uns schon auf den Weg in die Stadt. Heute ist Kids -Day in Landshut. Die

Veranstaltungen ziehen sich durch die gesamte Innenstadt.

Vor dem Rathaus (bekannt aus der Fernsehserie "Um Himmels Willen") laute Musik. 3 Paare lassen sich heu-

te hier trauen. Kaffee bei Tschibo, dann Mittag im Restaurant von Karstadt. Lecker! Am Nachmittag zie-

hen von Süden her dunkle Wolken auf und es beginnt zu regnen.

Tolle Abkühlung!

Leider ist das ein Parkplatz, den junge Leute nutzen, um spät abends zur Disco zu kommen. Disco bedeu-

tet heutzutage der Beginn um Mitternacht und Ende um 5 Uhr in der Frühe. So haben auch wir es er-

wischt. Um 23 Uhr beginnt der Lauf mit viel Gejohle und lautem Lachen. Um 6 Uhr morgens werden wir

dann mit lautem Türenknallen, Lachen und Kreischen geweckt! Das sagt uns dann, dass wir diesen Platz

verlassen.

Sonntag, 3.Aug. 14.
Nach dem Frühstück und der nicht so tollen Nacht sitzen wir nun im Mobil und fahren nach Landau an der

Isar. Zwei Mobile stehen hier. Die Frischwassersäule ist defekt!!

Unter den schattigen Bäumen finden wir einen schönen Platz. So verbringen wir den Tag mit Dösen und

Faulenzen.



Stellplatz in Landau a.d. Isar


Am frühen Nachmittag unternehme ich eine kurze Radtour durch die Stadt, jedoch wegen der Hitze breche

ich dann irgendwann ab. Als ich zurückkomme zum Platz, treffen gerade zwei Mobile aus der näheren Um-

gebung ein. Wir sitzen unmittelbar neben der Stromsäule, an der die Vier sich zu schaffen machen, so cir-

ca 6 Meter entfernt. Doch von Grüßen haben diese Strategen wohl noch nichts gehört. Wohl an die zehn

Mal laufen sie direkt an uns vorbei, bis endlich die Stromversorgung verlegt ist, doch von deren Seite kommt

nicht ein Ton oder Kopfnicken. Nun ja, dann hat sich das auch für mich erledigt. Da soll noch einer sagen,

die Norddeutschen wären stur!!!!

Am Abend ziehen wieder dunkle Wolken auf, die jedoch wie gewohnt nur ein paar Tropfen fallen lassen.

Leider!

Montag, 4.Aug. 14.
Die Nacht war ruhig! Schlafen bis um 7.30 Uhr! Dann frühstücken wir gemütlich, räumen alles beiseite und

starten in Richtung Roding. Unterwegs in Straubing tanken wir noch Frischwasser, dann geht's weiter. Ge-

gen 11 Uhr sind wir dort. Ein Kollege aus Kitzingen steht schon auf dem Platz. Nach dem obligatorischen

"Schnack" mit den Kollegen unternehmen wir einen Fußmarsch in die Stadt. Einkaufen bei NORMA. Ein-

kaufen! Was auch sonst?

Dunkle Wolken und viel Wärme. Wieso sollte es heute auch anders sein?! Eigentlich sollte es heute noch

weitergehen nach Schwandorf.


Stellplatz in Roding, Oberpfalz,

Wir fahren weiter in die Stadt an der Naab. Dort angekommen, ergießt sich gerade ein Wolkenguss über

uns. Doch so schnell, wie er gekommen, ist er auch wieder weg. Dann ist es wieder warm.

Am Nachmittag telefoniere ich mit Gisela, unserer früheren Nachbarin Gisela aus Ocholt. Wir verabreden

uns für den Mittwochmorgen in ihrem neuen Geschäft am Rande der Altstadt. Dort sei sie am Arbeiten, so

erzählt sie. Wir freuen uns schon, denn es gibt viel zu erzählen, schließlich sind es schon 30 Jahre her, als

sie und ihr Mann das Ammerland verließen.

Gleich vorne auf dem Platz steht ein Edewechter Kollege mit seinem Sohn. Mit dem sprechen wir einige

Male, so wie es normal sein sollte!

Mittwoch, 6.Aug. 14.
Wir sind bei Gisela im Geschäft, welches im September eröffnet werden soll. Das Wiedersehen ist toll! Es

gibt tausend Dinge zu erzählen, aus dem Grunde schließt sie den Laden ab und wir gehen in eine Seiten-

straße zu einem tollen Cafe. Nach zwei Stunden müssen wir abbrechen, denn unser Hund wartet schon

mit zusammengekniffenen Beinen auf uns. Er muss!!!

 


Der Stellplatz in Schwandorf, direkt an der Naab. Alles kostenfrei.


Nach dem Mittag fahre ich mit dem Rad circa 9 km zum Steinberger See, ein Tipp von Gisela. Den will ich

mir ansehen und bin begeistert von der Anlage.



Wasserski-Anlage am Steinberger See, daneben befindet sich direkt am Ufer ein Wohnmobilplatz


Donnerstag, 7.Aug. 14.
Nun geht es doch weiter, ca. 80 km bis nach Kemnath. Dort sind wir fast die Einzigen, die den Platz bevöl-

kern, denn unsere Freunde stehen dort mit Motorschaden! Am Nachmittag trifft ein Kollege aus Kassel ein,

ein "Schulmeister" mit seiner Frau. Ein richtiges Gespräch kann mit denen nicht aufkommen, warum, weiß

ich nicht!

Am Freitag treffen dann noch zwei weitere Kollegen ein, ein Paar aus Osnabrück, mit denen wir sofort

Kontakt haben und ein Paar aus der Schweiz, die einen Hund dabei haben, mit dem sich unsere Kampfratte

hervorragend versteht.

Kurz vor Mittag besuche ich den Bürgermeister der Stadt. In unserem Gespräch geht es um den Stellplatz.

Dort steht eine kleine Pappel, die es unmöglich macht, TV zu empfangen! Er verspricht Abhilfe!

Nachmittags unternehme ich in der brütenden Hitze eine Radtour zur Waldecker Burg, etwa 8 km entfernt.

Doch ich schaffe es nur bis an den Fuß des Berges. Dann mache ich schlapp und fahre zurück. So vergeh-

en auch hier die Tage.



Der Stellplatz in Kemnath in der Oberpfalz.

Samstag, d.9.Aug. 14.
Heute ist der Himmel etwas bedeckter als sonst, trotzdem aber ist es immer noch warm. Am Nachmittag

machen wir noch mal einen Stadtbummel und sitzen beim Italiener mit seinem leckeren Eis. Der Rest des

Tages wird rumgedödelt!

Sonntag, 10.Aug.14.
Nun geht es nach Kulmbach. Der Stellplatz Am Schwedensteg ist gut gefüllt. Wir bekommen aber noch

einen guten Platz neben Kollegen aus Herzberg im Harz.



Der Stellplatz in der Bierstadt Kulmbach.

Das Mobil abgestellt und schon sind wir auf Tour in Richtung Innenstadt. Dort sind noch die Überbleibsel

der Italienischen Nacht" vom gestrigen Samstag zu erkennen. Es wird fleißig aufgeräumt.

Zum Mittag grillen wir, das Wetter ist wieder mal brütend heiß und sonnig. Laut Wetterbericht soll es aber

am Abend noch Gewitter geben. Es gibt! In der Nacht!



Hier bei km 0 "entsteht" der Main kurz hinter Kulmbach


Montag, 11. Aug. 14.
Heute Morgen ist es richtig frisch. Nach dem Frühstück erst einmal zum Einkauf und danach Ausruhen. Ge-

gen 11 Uhr sitze ich auf dem Fahrrad und fahre zum Stellplatz an der Brauerei. Dort steht aber keiner.

Obwohl, der Platz ist nicht schlecht! Gleich nach Mittag fahre ich quer durch Kulmbach in Richtung Melken-

dorf. Dort "entsteht" der Main nach dem Zusammenschluss von Weißer und Roter Main. Zum ehemaligen

Kloster (jetzt Ruine) und Schloss Melkendorf muss die Zeit auch noch sein. Gegen 14.30 Uhr und 18 km

Fahrstrecke bin ich wieder am Platz.

Dienstag, 12.Aug. 14.
Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von den Nachbarn und schon geht es los. 217 km über Kro-

nach, Coburg, über die A 73 und quer durch den Thüringer Wald fahren wir nach Bebra. Als wir um 11 Uhr

45 dort ankommen, sind wir überrascht, dass dort so wenige Kollegen stehen. Gott sei Dank, denn so

können wir uns wieder den Platz vom vergangenen Jahr aussuchen.



Der Stellplatz in Bebra

Alles klargemacht, Tisch und Stühle ausgepackt und schon machen wir es uns gemütlich. Radtouren nach

Rotenburg, Wanderungen entlang der Fulda und Shoppen in der Stadt, so verbringen wir die Tage.

Samstag, 16. August 2014.
Wir sind immer noch in Bebra. Es regnet, so dass man nichts richtig unternehmen kann. An diesem Wo-

chenende ist wieder mal das alljährliche Fischerfest. Die Veranstalter leiden unter diesem Wetter. Heute

Nachmittag sind wir zum Fest gegangen und haben uns leckeren Kaffee und Zwetschgenkuchen gegönnt.

Spitzenmäßig! Regen! Mist! Alles ist nass!!! Am Montag werden wir wohl abreisen!

Montag, 18. August 2014. 9 Uhr 30.
Entsorgen, Wasser tanken, dann geht's los in die Stadt. Wir wollen noch einkaufen bei HAFU. 5 Minuten

später sind wir dann auf Tour in Richtung Kassel. Eigentlich sollte es heute nach Bevensen gehen. Dort

aber wird auf dem Platz gebaut und gebuddelt, so dass wir uns kurz vor der Abfahrt Waldeck entscheiden,

dort schon von der Autobahn abzufahren. Zehn Kilometer später stehen wir in Wolfhagen. Mit uns kommt

der Platzchef Heinz Zapf dort an. Den kenne ich schon von Bad Zwischenahn her und habe seinen "Werde-

gang" immer begleitet.

Zum Mittagessen geht's in die Stadt, nur zur obligatorischen Kirchenbesichtigung lässt man uns nicht rein.

Höchstwahrscheinlich liegt die Pastorin im Koma und hat vergessen, die Türen aufzuschließen. Am Nach-

mittag unternehme ich eine kurze Radtour. 13 Mobile stehen zurzeit hier. Logischerweise zieht auch mal

wieder ein Regenschauer, wenn auch nicht schlimm, über uns hinweg.



Der Stellplatz in Wolfhagen

Dienstag, 19. August 2014.
Strahlend blauer Himmel, als ich um 8 Uhr Brötchen hole. Nur etwas kühl ist es geworden. Das soll uns

nicht abschrecken und so sitzen wir nach dem Frühstück wieder mal hinter der Frontscheibe und fahren

in Richtung Bad Pyrmont. Da wir erst am Nachmittag einen Termin bei unseren Freunden haben, bleibt

uns noch genügend Zeit, den neuen Stellplatz in Bad Pyrmont in Augenschein zu nehmen. Er ist gut ge-

macht, aber leider mit 15 Euro viel zu teuer. So viel Geld ist mir dieser Platz nicht wert, schließlich sind 15

Euro immer noch 30 DM und wer hätte früher schon 30 DM für einen Stellplatz ausgegeben??? Mein mo-

natliches Salär ist auch nicht verdoppelt worden!!!



Der Stellplatz in Bad Pyrmont,

Am Nachmittag während des Kaffeetrinkens bei Martina und Detlef öffnet dann Petrus wieder die Schleu-

sen, leider etwas zu viel!

Noch während des Regens verabschieden wir uns und fahren nach Rinteln. Dort ist es gar nicht so einfach,

einen akzeptablen Platz zu finden, der Platz steht fast komplett unter Wasser. Am Abend zeigt sich aber

wieder die Sonne versöhnlich. Ein paar nette Kollegen treffen wir auch wieder auf dem Platz. Toll.



Der Stellplatz in Rinteln,

Nun stehen wir schon die Tage in Rinteln. Direkt vor dem Weserdeich.

Donnerstag, 21.August 14.
Wir beschließen, in Richtung Heimat zu fahren, da das Wetter sich nicht zu ändern scheint. Doch erst ein-

mal geht es bis nach Diepholz. Ein schöner Außenplatz wartet auf uns. Doch das Wichtigste zuerst! Wir

laufen zum Fleischer Kessler gegenüber vom Rathaus. Der hat wie immer ein supergünstiges und tolles

Mittagessen für uns.

Anschließend stöbern wir noch im Zimmermann - Markt durch die Gänge, doch dann geht's zum Mobil zu-

rück. Noch vor dem nachmittäglichen Kaffee rufe ich unsere Bekannten an. Die wollen wir am Sonntag-

morgen noch mit einem Besuch überraschen. Nur haben die schon eine kleine Tour nach Papenburg ge-

plant, wollen sich die "Quantum oft he Seas" ansehen, die bei der Meyer-Werft an der Pier liegt. Was

bleibt also für uns?

Freitag, 22. August 2014.
Nun stehen wir auf dem großen Platz vor der Meyer- Werft! Es regnet! Unsere Bekannten stehen neben

uns. Wir warten ab, wie sich das Wetter entwickelt. Mit Blick auf das riesige Schiff genießen wir unseren

Kaffee.



Die "Quantum of the Seas" vor der Meyer-Werft

Dann fängt es richtig an zu schütten. Innerhalb von 30 Minuten steht fast das gesamte Gelände unter

Wasser. Ab 20 Uhr beruhigt sich das Ganze. Wir beschließen, am nächsten Morgen zuerst mal nach Rhede/

Ems und anschließend nach Haren an der Ems  weiterzufahren. Alles nur Kurzstrecken für uns!



Der Stellplatz in Haren a.d. Ems in der Schleusenstraße.

Samstag, 23.August 14.
Der Stellplatz in Rhede a. d. Ems (Straße: Kold`n Hauk) entpuppt sich dann als reiner Übernachtungsplatz

ohne jegliche Infrastruktur. In Haren dagegen wurde der Stellplatz direkt unterhalb der Emsbrücke instal-

liert, allerdings auch ohne Infrastruktur. Zur City aber mit allen Einkaufsmöglichkeiten sind es gerade mal

500 Meter!

Hier bleiben wir bis Montagmorgen, dann ist der diesjährige "lange" Urlaub wieder vorbei. Zu Hause warten

die Nachbarn und diealltägliche Arbeit.

Insgesamt leistete unser Mobil 4510 km, dass Wetter war in Frankreich oft zu heiß, dann in

Deutschland aber oft zu nass. Supertolle Kollegen lernten wir wieder auf dieser Tour kennen,

aber auch zwei durchgeknallte Vollidioten in Donaueschingen.

An Diesel und Gas verbrauchten wir fast genau 620,- Euro. Somit ziehen wir wieder eine posi-

tive Bilanz!!!

Als Fahr- "vorlage" diente uns die holländische App CAMPERCONTACT auf meinem IPAD.

Absolut Spitze!