Sommer-Tour 2016

Eigentlich ist das, im Nachhinein betrachtet, gar keine Sommer-Tour, denn ganz gleich, wohin

man sein Ohr drehte, es gab nur Regen und Unwetter.

Aber nicht bei uns!

Am 14. Mai starteten wir zu Hause und fuhren durch bis nach Koblenz. Solche langen Strecken

haben wir früher  in jungen Jahren mal bewältigt, eben dann, wenn wir nur zwei oder drei

Wochen Urlaub hatten. Nun jedoch können wir uns Zeit lassen und „machen“ höchstens mal

200 Kilometer am Tag.

Die Schwebebahn über den Rhein

Heute aber ist es anders. Es ist Samstag, es gibt keinen LKW-Verkehr und so rauschen wir ohne

Unterbrechungen durch bis Wuppertal. Dort zieht sich der Verkehr nur schleppend durch eine

lange Baustelle. Dann aber rauf auf die A3, die B9 und auf die A 61. So steuern wir Koblenz an

im strahlenden Sonnenschein!! Der Stellplatz an der Dr. Klein-Straße ist unser.

Der Stellplatz vor dem Campingplatz am Deutschen Eck

Am nächsten Morgen frische Brötchen, dann unternehmen wir eine Radtour an der Mosel entlang

bis zum Deutschen Eck, unserer alten Wirkungsstätte (Stellplatz).  Es bleibt so heiß und dort im

Café unter den Bäumen genießen wir den Kaffee und das Eis.

Am nächsten Morgen starten wir aber doch in Richtung Gau-Algesheim. 84 Kilometer, dann sind

wir dort. Wir haben immer noch Sonnenschein. Am Abend  allerdings braut sich ein Unwetter zu-

sammen, welches jedoch in der Nacht auf der östlichen Rheinseite „hängen“ bleibt. So säuft z.B.

Rüdesheim komplett ab. Wir aber bleiben verschont.

Auf dem Platz stehen auch Wolfgang und Gisela mit meiner Freundin Kira aus Reinfeld in Schles-

wig-Holstein. Kira ist eine Kernterrier-Hündin und verrückt nach mir. Sie freut sich über alle Maßen

und ist fast nicht zu beruhigen, wenn sie mich sieht!

Die "guten Seelen" des Stellplatzes in Gau-Algesheim

Nach 4 Tagen Gau-Algesheim mit allerlei Unternehmungen starten wir dann aber doch in Richtung

Donaueschingen. In Schwetzingen machen wir aber Station und genießen an der „Futterstation“ bei

herrlichem Sonnenschein unser Mittagessen. Dann geht’s weiter.

Der Stellplatz in Schwetzingen direkt neben Aldi und Lidl

Über die A8 und die A81 geht’s inRichtung Süden bis nach Donaueschingen. Allerdings hat sich nun die

Wetterlage geändert und derHimmel bezieht sich, aber immer noch ohne Unwetter. Ganz normales

Wetter eben!

So bleiben wir bis zum Wochenende. Dann aber starten wir in Richtung Frankreich. Über die B 31

geht es bis nach Neu-Brisach auf der französischen Rheinseite. Allerdings haben wir hier wieder das

Pech, dass uns dort auf dem Platz ein paar Jugendliche ärgern wollen. So beschließen wir, weiterzu-

fahren bis nach Colmar. Es ist schon dunkel, als wir dort ankommen. Im Internet hatte ich mir einen

Stellplatz in Sigolsheim, etwa 12 km außerhalb von Colmar, ausgesucht.

Blick von oben auf Sigolsheim

Quer durch den Ort und hoch nach oben, so landen wir auf einem Stellplatz oben auf einem Hochplateau

neben einem amerikanischen Kriegsdenkmal. Für mich ist das ein Traum, denn allein der Blick auf die Rhein-

ebene und das beleuchtete Colmar entschädigt  für alles!

Trotzdem geht es am nächsten Morgen weiter nach Col de la Schlucht. Dort bleiben wir über Nacht,

weil in den Nachrichten Unwetter angesagt sind, die aber Gott sei Dank nicht eintreffen.  Ventron in

den Vogesen ist die nächste Station. Ein kleiner Ort, etwas abseits der Ferienroute, mit einem kleinen

Stellplatz und Einkaufsmöglichkeit. Selbst eine V+E-Anlage hat man hier erstellt! Allerdings hängt der

Ort bei unserem Eintreffen im Nieselregen. Schade.

Thaon les Vosges, an einem Seitenkanal der Mosel gelegen nehmen wir nur als Zwischenstation, dann

geht’s weiter nach Bulgneville. Das ist in den Vogesen immer „unser“ Platz. Ein toller Ort, der uns wieder

einmal zum Übernachten einlädt. So bleiben wir zwei Nächte, bis es dann nach Chaumont weitergeht.

Hier steht man direkt am Marne-Kanal. In der Anmeldung kann man duschen, einen Kaffee trinken und

Der Stellplatz in Chaumont

man bekommt einen WLAN-Zugang. Nur etwa 500 Meter entfernt gibt es einen großen Leclerc – Einkaufs-

markt am westlichen Marne-Ufer. Eigentlich kann man hier gut Urlaub machen und ein paar Tage ver-

bringen!

Etwas Unvorhersehbares treibt uns wieder nach Deutschland und so nehmen wir am nächsten Morgen

Hornbach in der Südpfalz ins Visier. Schade, schade, denn gerne wäre ich in Frankreich geblieben! Knapp

260 Kilometer, dann sind wir in diesem kleinen Städtchen in der Nähe von Zweibrücken. Ein toller Stellplatz

mit allem Drum und Dran und ein Ort mit Einkaufsmöglichkeiten.

Mit Sonnenschein starten wir am nächsten Morgen in Richtung Gau- Algesheim. Unser zweiter Besuch in

nur wenigen Tagen.  Drei Tage verweilen wir wieder dort und unternehmen einige Radtouren nach Ingel-

heim und Bingen. Es ist ganz einfach schön hier.

Leidersbach südlich von Aschaffenburg „wartet“ auf uns. Es tröpfelt ein wenig, als wir dort ankommen. Der

Stellplatz ist ganz einfach schön und bietet eine V+E und auch Strom. Leidersbach ist übrigens die Stadt der

Brautmoden! Am nächsten Morgen muss ich leider zum Arzt, denn die Erkältung, mit der ich mich schon

zu Hause rumgeplagt habe, nervt mich immer noch.

Einen Tag später sitze ich wieder hinterm Lenkrad und steuere Wertheim an. Am Hymer-Center bekommen

wir einen schönen Platz. Und nun knallt uns auch die Sonne wieder auf´s Haupt.

Wohnmobile vor dem Village-Center

Im Center besorge ich mir zwei Karten für eine Busfahrt nach Wertheim. Superwetter erwartet uns und so

beschließen wir, eine Rundfahrt  durch Wertheim mit der Stadt-Bimmelbahn und rauf zur Burg zu unter-

nehmen. Es hat sich gelohnt und das Mittagessen im Burgrestaurant war hervorragend und günstig! Hätte ich

nicht erwartet!

Wertheim von oben

Unsere Tour geht weiter. Wir unternehmen eine Fahrt durch´s wunderschöne Taubertal. Külsheim, Hardheim

und Weikersheim sind die Ziele. In Röttingen steht man direkt an der Tauber. Der Stellplatz ist mit V+E,

Strom und Dusche. Spitzenmäßig! Ich muss zum Friseur, meine Loden schneiden lassen. Genau gegenüber

im Café lassen wir den Herrgott einen guten Mann sein und genießen den Tag. Ich unternehme von hier aus

Radtouren nach Tauberrettersheim und zur anderen Seite nach Creglingen. Es ist etwas hügelig in dieser

Gegend, aber mit einem E-Bike ist das ein Klacks!

Zwei Tage später ziehen wir weiter nach Ansbach. Es ist heiß in der Stadt, so dass man den Schatten sucht. 

Es gibt aber keinen!!! Nun ist es aber erst ein paar Tage her, dass Ansbach bei einem Unwetter unter Wasser

stand (wenn Engel auf Reisen gehen!). Leider sagt mir dieser Stellplatz an dieser Stelle überhaupt nicht zu,

denn der Bahnverkehr, der hier direkt in 25 Meter Entfernung am Platz vorbeigeht, nervt doch schon gewaltig!

Schade, aber ein Stellplatz, verlegt zur anderen Seite des großen Parkplatzes, wäre viel besser!

Nach nur einer Übernachtung zieht es uns weiter zu einem der schönsten Stellplätze, die ich kenne, nach

Wolframs-Eschenbach. Platzchef Wolfgang ist immer noch dort und erzählt jedem, der es wissen will, kleine

Geschichten aus der Stadt. Es gefällt uns hier!

Mit einem Rundschlag über Donauwörth kommen wir nach Rain, die Stadt mit dem „Pflanzen-Dehner-Haupt-

quartier“! Es ist toll und man muss diese Anlage ganz einfach gesehen haben! Mit dem Rad erkunde ich fast

alle Hallen, die zum Dehner-Konzern gehören und mache so „notgedrungen“ eine riesige Tour. Über den Lech-

Radweg gelange ich zum Platz zurück.

Der „Freistaat“ in Sulzemoos ist unser nächstes Ziel. Leider wurde dort gerade gebaut, so dass doch ein wenig

Unruhe entstand. Interessant ist aber das gesamte Areal mit über 1000 Neufahrzeugen!!! Das muss man ge-

sehen haben!

Der vordere Teil ist der Stellplatz in Sulzemoos

Wir wollen nach Tutzing an den Starnberger See. Dort angekommen stehen auf dem Stellplatz nur noch große,

weiße Zelte. Unsere Neubürger wohnen hier! So fahren wir ganz einfach weiter nach Weilheim. Der Stellplatz

ist war nicht groß, aber gut! Man steht nur wenige Meter von der Ammer entfernt und auch zum nächsten Markt

sind es nur wenige Meter. Weilheim hat übrigens eine tolle Innenstadt, die man in wenigen Geh-Minuten erreicht.

Der Stellplatz in Murnau am Bahnhof ist gut, aber diesmal haben mich die Stadtbusse, die direkt vor uns über

Nacht standen, doch gut genervt, denn morgens um 5 Uhr ließen die Fahrer die Motoren warmlaufen, so dass an

Schlaf nicht mehr zu denken war. Schade, denn ein Aufenthalt fast direkt am Staffelsee und einer wirklich tollen

Innenstadt.

Das Rathaus in Landshut

Eigentlich war nun Gmund am Tegernsee angesagt, aber am Alpenrand hatte man wieder mal Unwetter angesagt,

so dass wir uns entschliessen, nach Landshut zu fahren. Leider ist dort der riesige Parkplatz ziemlich nass.

Trotzdem bleiben wir und unternehmen einen Spaziergang in die quirlige Innenstadt. Hier wird übrigens die

Serie „Um Himmels Willen“ gedreht und das Rathaus in der Serie ist auch gleichzeitig das reale Rathaus. Lands-

hut ist eine supertolle Stadt!

Ein paar Kilometer weiter und wir sind in Dingolfing. Leider aber sind auch diesmal wieder die Jugendlichen

mit ihren Boliden auf dem unter uns liegenden Parkplatz, so dann wir uns auch bei diesem Besuch entschliessen,

weiterzufahren. Rennen fahren auf einem Parkplatz?, da warte ich auf den Moment, dass die Polizei mal ein-

schreitet!

Nur 10 Minuten später sind wir in Landau an der Isar, aber auch dort haben wir Pech, denn just an diesen Tagen

wird das Schützenfest aufgebaut. Gute 70 km weiter auf der B20 und wir stehen in Roding. Zwei Nächte und wir

fühlen uns wohl. Auch dort lohnt sich ein Besuch! Ein trockener, ebener Platz mit Strom und V+E. Was will man

mehr und das Ganze fast mitten im Zentrum direkt am Regen.

Einkaufen und Übernachten an der Naab in Schwandorf ist immer ein Muss auf unserer Tour und so ist es auch

diesmal. Nur haben wir jetzt nicht so viel Zeit, denn meine Einstiegssstufe, die ich in Sprendlingen bestellt habe,

wartet auf mich. So geht´s am nächsten Morgen bis Wertheim. Den Platz nutzten wir als Zwischenziel. Gott sei

Dank, denn der Ausbau der A3 auf einer Länge von fast 20 km nervt doch schon.  

Der Rest der Baustelle kommt am nächsten Tag unter die Reifen und so landen wir schließlich zum dritten Mal in

diesem Jahr wieder in Gau-Algesheim. Diesmal sind es fünf Tage- zwischenzeitlich habe ich meine Stufe bei Schmitz

in Sprendlingen abgeholt und auch beim Sutter in Ingelheim eingekauft.

Die neue Einstiegsstufe

Unseren Freunden in Mörsdorf statteten wir einen Besuch ab: Helmut und Karin Nöfer (die Gasfachfrau). Einige

Dinge eingekauft und weiter geht`s bis nach Koblenz. Eine Übernachtung und dann steuern wir am nächsten Tag den

Stellplatz in Bergisch Gladbach an. Nieselregen, und so erscheint uns der Platz kalt, nass und dunkel! Die Übernach-

tung aber hält sich in Grenzen, so dass wir am nächsten Morgen ausgeruht in Richtung Altena starten können. Dort

lacht wieder die Sonne und schon am Nachmittag unternehmen wir einen Spaziergang durch die Stadt, Eis essen und

beim Fleischer zu Mittag, das reicht dann. Übrigens, ein tolle Innenstadt. Am nächsten Tage locken die Straßen um

Altena, ich mache eine Radtour.

Unser Fernseher im Mobil hat eine Macke, so dass wir uns am nächsten Tag in Richtung Datteln auf den Weg machen.

Über Dortmund  kommen wir in diese Stadt, in der wir uns erst mal einen Übernachtungsplatz suchen müssen. Direkt

am Kanal stehen wir, ein toller Platz, den wir bestimmt nicht zum letzten Mal angesteuert haben.

Montagmorgen, unser Besuch in der TV-Firma. Der Fernseher wird komplett ausgetauscht und schon rauschen wir

weiter über die A2 bis nach Wünnenberg. Dort gibt es aber schon seit Wochen einen Netzausfall, so dass wir keinerlei

Verbindungen in die „Außenwelt“ haben. Wie ist so etwas möglich? Logisch – man hat ja ein Reisemobil – fahren wir

nur 12 km weiter bis nach Büren. Tolle Stadt und toller Stellplatz!

Ein toller Stellplatz in Büren

Die Tour führt uns weiter in Richtung Heimat. Ottenstein und Blomberg – zwei Orte mit Stellplatz, die ich immer schon

mal anfahren wollte. Nun kenne ich die Plätze! Der Besuch unserer Freunde Detlef und Martina in Bad Pyrmont steht

uns bevor. Leider, leider plagt mich seit Tagen wieder eine Erkältung (schon wieder mal!) Detlef hat aber ein Zauber-

mittel, so dass das Kratzen im Hals deutlich abnimmt.

Was gibt es Neues in Rinteln, was in Minden? Das müssen wir zum Schluss der Tour noch „abarbeiten“. So erreichen

wir am Abend den erweiterten Stellplatz in Diepholz, doch nur zum Übernachten. Dann am 17. Juli ist unsere dies-

jährige Sommertour vorbei!

Es war wieder mal eine schöne Tour, wenn man von einigen Dingen mal absieht, wir haben auf den verschiedenen

Stellplätzen wieder neue Kollegen kennengelernt und Stellplätze entdeckt, bei denen sich ein Besuch lohnt!