Spätsommer 2017

August 2017, unser Urlaub nach Frankreich steht an. Wir beginnen in Schüttdorf als Zwischenstation und

dann nach Rhede (Münsterland). Dort macht sich auch schon wieder mein Hals bemerkbar, das Schlucken

fällt schwer!

Diese Beschwerden steigern sich nun Tag für Tag und auf unserer nächsten Station in Wassenberg entschließe

ich mich am Sonntag, doch mal das Krankenhaus aufzusuchen. In der Notfall-Ambulanz habe ich dann keine

Stimme mehr und mein Mund fühlt sich an, als hätte ich ein Stück von einem  Perser abgebissen!

Stellplatz Wassenberg

Die türkische Ärztin erklärt mir dann, dass sie mich wohl wieder aufbauen würde. Rachenspülung, eine Spritze

und 10 x 1000er Antibiotika, dann bin ich nach einer Woche wieder fit!

Dann aber entschließen wir uns, doch den Urlaub in Frankreich zu känzeln und in Deutschland zu bleiben. Damit

haben wir, im Nachhinein betrachtet, gut getan und richtig entschieden!

So fahren wir,- ich durchgeschwitzt – am nächsten Tag weiter bis nach Koblenz. Dort auf dem Platz gibt es eine

Übernachtung. Am nächsten Morgen zieht es uns weiter nach Mörsdorf. Dort wohnen Karin und Helmut Nöfer,

die wir besuchen wollen. Eigentlich holen wir uns dort immer und auf jeder Tour eine Tasse Kaffee ab und klönen

wie gehabt. Karin Nöfer ist die „Gasfachfrau“, die viele Kollegen aus dem Internet kennen. Dort bekommt man

kompetente Beratung in Sachen Gasversorgung!

Gegen Mittag starten wir nach Gau Algesheim, wohin auch sonst. Das ist schon fast unsere zweite Heimat. In

diesem Jahr wollen wir den 25. Besuch beim „Fest des jungen Weines“ miterleben.  Da es bis dahin aber noch

etliche Wochen Zeit hat, fahren wir eine Woche später an den Rhein nach Gernsheim. Toll! Ganz einfach toll!

Hier steht man auf einfachen Parkplatz, aber direkt am Rhein.

Hafen in Gernsheim

Über Worms geht es für uns nach Speyer. Fast wie in Gernsheim, nur hier stehen auch noch Kollegen, die man

für Fachgespäche braucht! Wir besuchen den Dom und genießen die Stadt.

Weiter gehst nach Germersheim. Dort machen wir allerdings Bekanntschaft mit stieseligen Holländern, die sich

auf dem Platz – aber sowas von breit – gemacht haben. Dort, wo eigentlich vier Mobile Platz finden, stehen sie

nun zu zweit!!

Stellplatz in Oberkirch

So beschließen wir, weiterzufahren. Oberkirch am Fuße des Schwarzwalds soll das nächste Ziel sein. Wir haben

Glück, als wir gegen Mittag dort eintreffen, denn auf der rechten „Sonnenseite“ finden wir einen tollen Platz,

und, man glaubt es kaum, stehen neben uns Kollegen, die mich früher oft auf meinem Platz in Bad Zwischenahn

besucht haben.  Nach über 13 Jahren trifft man sich wieder! Die Freude ist groß!

Eine Woche bleiben wir hier und genießen den Platz, die Stadt und den Sonnenschein. Mit einem Hallo verab-

schieden wir uns von den Kollegen und fahren über Oppenau und Freudenstadt nach Donaueschingen.

Auch dort bekommen wir einen schönen Platz im Schatten und es dauert keine 5 Stunden, dann haben wir eine

richtig tolle Clique um uns gescharrt! Manchmal macht unser Hobby richtig Spaß!

Stellplatz in Bad Schussenried

Ein paar Tage später fahren wir in Richtung Bad Schussenried, aber nicht, ohne dass wir die Stellplätze in

Neuhausen ob Eck und Messkirch in Augenschein nehmen. Neben uns stehen Kollegen aus Bremen. Ein Klön-

schnack, dann sitzen wir in der Brauerei-Gaststätte und genießen das leckere Essen und die Halbe!

Zwei Tage später nimmt uns der Stellplatz in Biberach an der Riss in Empfang. Auch dort sitzen wir unvermittelt

beim Chinesen gegenüber und futtern das Mittagsmenue in uns rein!

Unsere Tour geht in Richtung Norden. Memmingen, Nördlingen, Dinkelsbühl und Feuchtwangen sind die Orte,

bevor wir ins Taubertal einbiegen. Creglingen, Röttingen und dann Weikersheim. Dort wollen wir uns die Stadt

und das Schloss ansehen, weil es uns vor zwei Jahren nicht möglich war. Ganz einfach super und jeder, der dort

vorbeikommt, sollte hier unbedingt Halt machen. Es lohnt sich!

Marktplatz in Weikersheim

Über Külsheim führt uns der Weg nach Wertheim zu Hymer. Knüppeldickevoll steht der Platz und man steht

hier wie ein Hering in der Dose. Das ist nicht für uns und so fahren wir 30 km weiter nach Leidersbach. In dieses

Städtchen zieht es uns immer wieder. Es ist ganz einfach schön hier!

Kleinwallstadt als nächste Station kennen wir, Bad König aber noch nicht! So wollen wir uns das Städtchen an-

gucken, sind dann aber doch enttäuscht. Ein Stellplatz ohne Strom und ohne TV-Empfang! Das muss nicht sein.

Der Himmel verdunkelt sich, als wir in Michelstadt im Odenwald ankommen. Gerade wir ein Platz für uns frei und

wir beschließen, hierzubleiben. Leider beginnt es zu regnen und der wird immer stärker! Wer hat mehr Ausdauer,

der Regen oder wir? Der Regen, denn es gießt 36 Stunden lang ohne eine Minute Unterbrechung!!!  Die Stadt

gucken wir uns trotzdem an, es folgt am nächsten Morgen der Besuch bei Frau ALDI, dann geht’s weiter im

strömenden Regen.

Zwei Mal werden wir ausgebremst, denn Unfälle blockieren die Straße. Erbach und Reicheltsheim, dann haben

wir vom Regen die Schau… voll und beschließen, wie in Richtung Pfalz zu fahren.

Wir haben den Rhein erreicht, überqueren ihn und …… Sonnenschein!!! Was will man mehr? Osthofen steuern

wir an. Anfangs stehen wir hier alleine, doch gegen Abend kommen auch noch weitere Kollegen.

Drei Tage, dann sitzen wir hinter`m Lenkrad und fahren nach Sprendlingen. Dort wollen wir ein paar Tage bleiben,

weil sich unsere Freunde Sylke und Ernst aus Brake /Utw. angekündigt haben. Montagmorgen werden sie hier

eintreffen – voraussichtlich! Doch am Nachmittag kommen sie schon auf den Platz gesteuert. Die Freude ist groß,

denn nun fängt unser Urlaub erst richtig an. Tolle, problemlose Kollegen, mit denen es Spaß macht, gemeinsam

auf Tour zu gehen. Solche Freunde trifft man nicht oft!

Montagmorgen sind wir schon früher aus den Kissen gekrochen, denn EURA lockt mit einer Werksführung. Wir

müssen gucken, was es an Neuigkeiten auf dem Markt gibt!

Am Mittwoch drauf treffen wir auf dem Stellplatz in Gau Algesheim ein und hier verbringen wir wieder etliche

Tage. Detlef und Martina, zwei weitere Freunde aus Bad Pyrmont, sind auch schon da. Nun ist die Clique wieder

vereint!

Gemeinsame Radtouren zum Rhein, nach Bingen, Ingelheim, eine Tour auf dem Rhein-Radweg in Richtung Mainz,

es macht Spaß. Dann allerdings müssen die Freunde aus Pyrmont wieder nach Hause, die Woche ist rum! Schade!

So beschließen wir restlichen Vier, auch vondannen zu fahren.  Ich pfeife auf das Weinfest und die eventuelle

Ehrung.

Ernst und Sylke wollen gerne in den Schwarzwald und wir beschließen, dass wir uns dranhängen. Ich werde

den Beiden mal wieder schöne Plätze zeigen. Der erste Platz ist in Gernsheim.

Zwei Tage, dann geht’s nach Worms. Dom und Altstadt angucken. Es ist schön und macht Spaß, nur nicht der

Gitterkäfig, in dem sich der Stellplatz befindet! Da sollte eine Stadt wie Worms sich schnellsten was überlegen!!!

Für eine Woche geht´s nach Osthofen und wenn jetzt manche sagen: wie kann man nur ein Woche in Ost-

hofen stehen, so ´sage ich: uns hat`s gefallen! Viele Radtouren, viel gesehen und erlebt!

Stellplatz in Osthofen

Nun aber geht´s in die Pfalz, Edenkoben ist angesagt. Auch dort treffen wir natürlich Freunde und so wird uns

der Tag nicht lang! Ganz besondere Freunde und Kollegen treffen am Nachmittag auf dem Platz ein: Vitus und

Ruth Arnold. Sie stehen mit ihrem Mobil „gleich nebenan“ beim Winzer. Bislang kannte man sich nur von Face-

book und nun auch persönlich! Ich habe mich wirklich über den Besuch gefreut!

Für zwei Tage geht es nach Speyer, dort treffe ich Kollegen, die ich vom ersten Besuch kenne! Auch diese

Stadt genießen wir gemeinsam! Über Herxheim geht es für uns nach Rheinzabern. Dort verbringen wir eine

Nacht, um dann über Landau rüber nach Frankreich und dann nach Oberkirch zu fahren. Ernst und Sylke sind

begeistert und wir natürlich auch! Schließlich ist es nicht einfach, den Geschmack der anderen Kollegen zu

erkennen. Aber auch hier habe ich wohl mit meiner Wahl richtig gelegen.

Etliche Bahnfahrten und Radtouren durch den Schwarzwald unternahmen wir, so dass die Woche viel zu kurz

war! Offenburg, Freiburg und Straßburg waren nur einige Stationen.

Am nächsten Morgen geht es nach Donaueschingen, aber Oberndorf am Neckar liegt quasi auf der Strecke.

Stellplatz in Oberndorf am Neckar

Über

Freudenstadt kommen wir in diesen Ort, der erstens zwei Plätze vorweist und zweitens den Herbstmarkt

veranstaltet! Hier sind wir richtig! Man kann wählen zwischen dem Platz auf der rechten Seite, der die V+E

und Stromsäulen hat, und dem auf der linken Seite, der direkt am Neckar gelegen ist.

Am nächsten Morgen starten wir dann aber doch in Richtung Süd-Schwarzwald. Genau zu der Zeit, als sich

schon etliche Kollegen abgefahren sind, kommen wir auf den Platz an der Prinz-Fritzi-Allee. Es ist nach wie vor

warm, sodass wir abends noch hinter den Mobilen sitzen und „Fachgespräche“ führen.

Nun aber geht es doch zu Ende mit unserem Urlaub und der letzte Morgen wird schwer. Mit Magenschmerzen

frühstücken wir, packen alles zusammen und fahren dann noch gemeinsam zur Entsorgungsstelle am Klärwerk.

Für uns sollte es wieder durch Frankreich in die Pfalz gehen und für Ernst und Sylke in Richtung Osten. Sie

wollten unbedingt nach Ulm!

Stellplatz in Donaueschingen

Eine kräftige Umarmung, dann fahren wir los. Doch nur nach knapp 100 Metern halte ich, um das Navi einzu-

stellen. Dann stehen die Beiden neben uns und spontan entschließen wir uns, gemeinsam nach Biberach zu

fahren. Eigentlich wollten wir ja in Richtung Westen, nun aber geht´s in Richtung Osten!!! Heute ist unser

Hochzeitstag und so laden wir in Biberach unsere Freunde zum Essen beim Chinesen ein.

Imposante Bauwerke in Ulm

Zwei Tage noch, dann kommt die letzte Tour nach Ulm. Der Besuch dieser Stadt wurde für uns zum „kleinen“

Höhepunkt, denn wir sind allesamt begeistert von diesen Bauwerken. Das Ulmer Münster ist wirklich ein Hin-

gucker! Stellplatz für diese Exkursion war übrigens in Bad Blau oder auch Blaustein und keine Umweltzone,

etwa 6 km aus Ulm raus.

Stellplatz in Blaustein

Dort war dann am nächsten Morgen der reale Abschied. Ernst und Sylke fuhren von dort aus auf den Stellplatz

in Ulm und wir setzen uns auf die Autobahn in Richtung Westen, also Stuttgart.

In Pforzheim guckten wir uns den Stellplatz an, dann ging es weiter über Rheinzabern bis nach Osthofen.

Dort machten wir für eine Nacht Station, um dann am nächsten Morgen bis nach Gau Algesheim zu fahren.

Dort gab es die zweite Unterbrechung unserer  Heimfahrt.

In Stromberg vollgetankt, dann rauf auf die Bahn und ein paar Stunden später waren wir in Rees am Nieder-

rhein angelangt. Auch dort sind wir gleich zum Real-Kauf gefahren, um vollzutanken. Diesel für 1,10 der Liter!!

30 Liter Diesel für 300 km, Spitzenwert!

Am nächsten Morgen fahren wir in Richtung Holland, Obelink in Winterswijk  wartet! Den Abschluss der Tour

bildet dann die Übernachtung in Coesfeld.

3 Monate durch den Süden und Südwesten Deutschland, ich sage euch, es hätte schöner nicht sein können!

3 Monate und insgesamt 4 Tage Regen, das kann sich sehenlassen!

Eine Tour mit tollen Kollegen, viel Spaß und viel gesehen und viel erlebt! Wohnmobilisten-Herz, was willst du

mehr!