Herbst-Urlaub 2014 in Gau-Algesheim

Wir verbrachten unseren diesjährigen Herbst-Urlaub 2014 wie immer im wunderschönen Gau-Algesheim.

Dieser Platz ist uns ans Herz gewachsen und es bedarf nur wenig Überredung, um hierher zu fahren.Man

trifft hier viele Freunde und Kollegen, aber auch schon mal "Strategen", die man nur als  Wohnmobilfahrer

bezeichnen kann. Einen solchen trafen wir auch diesmal. Wer den Platz in Gau - Algesheim kennt, weiß,

dass hier alle rückwärts einparken, doch nun hatten wir auf dem Platz einen Fahrer, der sich über alle Regeln

ganz einfach hinwegsetzte. Nachdem Motto "ich darf das" parkte er ganz einfach vorwärts ein und das so

dicht an den Nebenmann, dass der kein Fenster, keine Klappe und nicht einmal Wasser einfüllen konnte!!!

Auch das Entnehmen der Toiletten-Kassette wurde zum großen Problem! Kann man diese Strategen als

"Kollegen" bezeichnen??? 

So steht man in Gau- Algesheim, alle parken rückwärts ein

 

Und so das Resultat, wenn nur einer aus "der Reihe tanzt".

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Der Knaller des Monats!


Es gibt Strategen auf unserer Welt, die man absolut nicht als Kollegen bezeichnen kann. Menschen, die

sich schon morgens überlegen, wen sie denn wohl am Tage ärgern können. Zwei solcher Strategen haben

wir jetzt auf unserer Tour getroffen. Es wurde ein unschönes Treffen, das sei vorweg gesagt.

Wir waren gerade aus Frankreich über die Grenze nach Deutschland gefahren, Breisach und Freiburg hinter

uns lassend, und hatten als nächstes Ziel Donaueschingen ausgewählt. Für uns ein schöner Platz und eine

schöne Stadt.

Als wir den Platz erreicht hatten, mussten wir feststellen, dass der komplett belegt war. Also stellten wir

uns mittig auf den Platz auf Warteposition. (In meiner Tour - Beschreibung unserer jetzigen Tour habe ich

auch eine Aufnahme des Stellplatzes in Donaueschingen eingestellt! Somit kann man sich die Platzverhält-

nisse besser einprägen!)

Vor uns stand schon ein Wohnmobil aus Ulm. (Dort auf dem Bild, wo jetzt ein anderes Mobil unter der

Kastanie steht, stand der Ulmer und wir daneben) Wir stellten uns daneben. Nach wenigen Minuten stieg

ich aus und ging zum Mobil vor uns. Die Tür war geöffnet und mit einer Kindersicherung abgesperrt. Auf

mein "Hallo" in das Nachbarfahrzeug erkannte ich auch schnell den Sinn dieser Kindersicherung, denn ein

großer Berner Sennen -Hund steckte mir seinen Kopf entgegen und ließ sich kraulen.

Das Herrchen saß mir genau gegenüber am Tisch, den Körper in Richtung Türöffnung gedreht und las die

BILD-Zeitung. Ich wollte ein Gespräch beginnen und stellte einige belanglose Fragen, so wie man eben

ein Gespräch beginnt. Nicht ein einziges Mal nahm der gute Mann die Zeitung runter und sah mich an. Ich

existierte ganz einfach nicht für ihn!

Mit Schulterzucken begab ich mich wieder in mein Mobil und setzte mich hinter das Lenkrad, immer darauf

achtend, reagieren zu können, falls doch ein Kollege fährt.

 

Stellplatz Donaueschingen, Prinz-Fritzi-Allee

Nur 5 Minuten später beobachtete ich, wie sich ein Italiener zur Abreise bereit macht. Der fährt raus, ich

starte unser Fahrzeug und setze rückwärts unter die Kastanie (links auf dem Bild) in die Lücke. Während

des Zurücksetzend allerdings reiße ich mit meiner DVBT - Antenne (Omnimax) ein ca. 30 cm langes Zweig-

lein aus der Kastanie. Als ich dann aussteige, macht mich der Nachbar darauf aufmerksam, dass sich ein

weiterer Zweig in der Antenne verfangen hat. Ich bedanke mich für den Tipp, gehe in den Wagen,

kurbele das große Fenster ganz hoch, steige auf den Tisch und kann so diesen Zweig gut erreichen.

In dem Augenblick, als ich diesen Zweig aus meiner Antenne ziehe und abbreche, ertönt ein lautes Hupen

über den Platz. Anfangs konnte ich gar nicht orten, woher dieses wilde Hupen kommt. Erst als eine Frau

wie eine Furie aus dem Ulmer Mobil über den Platz auf uns zugestürmt kommt und wilde, unflätige Aus-

drücke um sich wirft, reagiert erst meine Frau und dann auch ich.

So etwas wie ich gehört eingesperrt ("in den Kerker!"), wegen mir würde der Platz gesperrt und weitere

kräftige Ausdrücke kamen aus dem Munde dieser Furie (eine Dame war das nicht!). Als dann auch noch

der Mann aus dem Mobil gekrochen kam, habe ich dann zum Rundumschlag ausgeholt. Daraufhin vernah-

men wir den Anruf der "Gegenseite" bei der Polizei. Wohlgemerkt, die beiden Zweige hatten je eine Länge

von ca. 25 - 30 cm!!!

Nur 5 Minuten später standen dann die Kollegen mit der blauen Lampe auf dem Fahrzeug vor uns und

nahmen dieses äußerst schwere Umweltvergehen und Baumfrevel auf.

Ein Bild, ein paar Aussagen und die Zusage von mir, dass ich am nächsten Morgen ins Rathaus gehen würde,

um diesen Fall zu klären, verließen die Kollegen den Platz.

Ein Holländer fast neben uns kam auf uns zu, schüttelte seinen Kopf über das gerade Vernommene und

sagte: "Ihr Deutschen seid schon ein wunderliches Volk. Da wird in der Ukraine ein Flugzeug abgeschossen

und ihr streitet euch über abgerissene Blätter!" Am Tage drauf bin ich morgens um 9 Uhr mit der Plastik-

tüte und den zwei abgerissenen Zweiglein in Rathaus gefahren. Schon die Dame an der Rezeption schüttelte

ungläubig den Kopf über einen solchen Unsinn und verwies mich an den Chef des Ordnungsamtes der

Stadt. Nun allerdings habe ich den Leiter des Amtes auf dem Gewissen. Er ist tot! Er hat sich ganz einfach

totgelacht über so viel Unverstand dieser Menschen!

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Wisst ihr, was mich ärgert????

Ich will es euch erzählen, muss dazu aber ein wenig in der Zeit ausholen. Seit 1968 fahren meine Frau und

ich mit einem Wohnmobil durch die Gegend. Angefangen sind wir also zu einer Zeit, als Wohnmobilfahren

noch in den Anfängen lag. Bedingt durch die wenigen Kollegen, die damals mit ihrem Gefährt unterwegs

waren, wuchs die Kameradschaft unter den Mobilsten. Blieb mal einer mit einem Defekt auf der Straße

liegen, so konnte er sich sicher sein, dass der nächstbeste Kollege, der gerade vorbeikam, ihm half. Das

war selbstverständlich!

Traf man irgendwo zusammen, so wurde gefachsimpelt. Man setzte sich zusammen, trank zusammen ein

Bierchen oder einen Kaffee und man ließ den Herrgott einen guten Mann sein. Das war selbstverständlich!

Tolle Tipps über Sehenswürdigkeiten erhielt man von den Kollegen. Auch das war selbstverständlich! Auf

jedem Parkplatz, den man ansteuerte, war irgendein Kollege, der einen einwies in eine Parklücke. Logischer-

weise war auch das selbstverständlich! Und man grüßte die Kollegen, die einem entgegen kamen. Ein

Handgruß und ein Winken waren uns nicht zu viel. Klar war auch das eine Selbstverständlichkeit!!!

Heutzutage hat sich fast alles grundlegend geändert. Und das wahrlich nicht zum Positiven! Kommt dir auf

der Straße ein Mobilist entgegen, so wird entweder zur anderen Seite geguckt oder der Fahrer beißt

gerade ins Lenkrad oder dein Gegenüber guckt einfach durch dich hindurch. So nach dem Motto: Was

wollte der denn von uns?? Mutter, haste geseh`n, der hat gewunken. Kennen wir den?

Steuerst du dann einen Stellplatz an, kommt mit Sicherheit keiner aus seiner Kiste gekrochen, um dir einen

Tipp beim Einparken zu geben. Lieber hinter der bis nach unten reichenden Gardine sitzen und zugucken,

wie sich der "Neuling" beim Einparken in die enge Parklücke einen abbricht. In die Glotze gucken ist sowieso

wichtiger als sich unterhalten! Oder mit einer Clique zusammen auf dem Stellplatz stehen und sich einen

Ast lachen, wenn der "Neue" sich ein wenig tollpatschig anstellt beim Rückwärtseinparken. Vielleicht trifft

er ja doch den Laternenpfahl!?!

Das da bloß keiner auf die Idee kommt, diesem Kollegen zu helfen! Gott bewahre mir meinen Starrsinn!

Ich bin ja schon hier und habe einen guten Platz! Was will der Kollege so spät auch noch auf diesem Platz!

Wisst ihr was? Es kotzt mich an! Unterwegs grüßen? Das war einmal! Und um es hier mal deutlich auszu-

sprechen: Je größer das Fahrzeug, desto weniger Kameradschaft ist diesen Fahrern noch anzumerken.

Offenbar ist es unter deren Würde, sich mit dem niederen Volk zu unterhalten, von ganz, ganz wenigen

Ausnahmen abgesehen.

So geschehen in unserem letzten Urlaub, den wir in Schleswig - Holstein verbrachten. In Heide standen

wir zusammen mit vier Concorde - Fahrzeugen auf dem Platz. Glaubt nun aber nicht, dass von denen auch

nur einer gegrüßt hat. Um Gottes Willen, dann könnte denen ja ein Zacken aus der Krone fliegen! Von all

den vielen Fahrzeugen, die uns in diesem Urlaub entgegen kamen, hatten gerade mal 5 die Freundlichkeit

zu grüßen! Ich musste einfach zählen!

Für mich sind das ganz einfach keine Kollegen, es sind ganz einfach Fahrer, die mit einem Wohnmobil durch

die Gegend fahren. Mehr nicht! In meinen Augen ganz arme Würstchen. Und wenn nun irgendeiner glaubt,

ich könnte mir kein großes Fahrzeug zum Protzen und Zeigen auf den Hof stellen, der irrt! Ich habe sogar

viele von diesen Fahrzeugen in Besitz und meine engsten Freunde wissen, was gemeint ist. 4 neue

Concorde mit Büro-und Sonderausstattung sind gerade bestellt! Grüßen kann ich trotzdem!

Nur als Beispiel möchte ich noch erwähnen, dass ein Fahrer eines Mobils in Niebüll auf den Platz gefahren

kam und sich unvermittelt auf dem aufgeweichten Platz fest fuhr. Ich war derjenige, der noch zwei wei-

tere Kollegen animieren konnte, um diesen Fahrer aus seiner misslichen Lage zu befreien. Soll ich euch

nun auch sagen, warum ich diesen Fahrer nur als Fahrer und nicht als Kollegen bezeichne? Bedankt hat er

sich bis heute nicht! Zwei Tage hat er neben uns gestanden und hat es in dieser Zeit nicht geschafft,

auch nur einmal ein einziges Wort mit uns zu reden. Entweder hatte er große Probleme oder er war ganz

einfach dumm! Mehr Möglichkeiten gibt es für mich nicht!

Es ist wirklich schade, dass das für mich schönste Hobby, was ich mir denken und vorstellen kann, anderen

Strategen so am "Ar..." vorbei geht. Wie schon erwähnt, früher war das mobile Reisen schöner, denn

heutzutage sind mir zu viele Möchtegern - Mobilisten auf der Piste!