März 2016

Unsere Tour durch Schleswig-Holstein – oder auch Fahrt mit Hindernissen!

Eigentlich sollte unser Urlaub vom 8. März bis zum 14 April gehen. Leider wurde nichts daraus, obwohl,

die Tour war wirklich gut, sogar mit Highlights bestückt!

Bis Reinfeld nahe Oldesloe, dann hatten wir unsere erste Station erreicht. Ein schöner Platz, nette

Kollegen, nur etwas kalt war es hier, jedenfalls in der Nacht und am Morgen. Frostige Temperaturen,

doch dann, stets am Vormittag, kam die Sonne durch, so dass wir herrliche Tage erlebten.  Reinfeld

ist ein schönes Städtchen. Nun ist der Kernbereich der Stadt mittlerweile auch saniert, so dass es sich

dort ganz gut leben lässt. Der Stellplatz befindet sich direkt am Stadtrand und am Herrenteich, einem

größeren See gelegen. Wunderschön zum Spazierengehen und zum Fahrradfahren, obwohl es hier ein

wenig hügelig ist!

Direkt um die Ecke rum wohnen nette Bekannte von uns, die wir irgendwann und irgendwo kennen-

gelernt haben. Kollegen übrigens! Und Hundefreunde, so führen sie stets meine kleine Freundin spa-

zieren, einen Kernterrier, meine Kira! So sind wir dann bis zum Sonntagmorgen geblieben, also 5 Tage.

Einen Freund wollte ich auf dieser Tour besuchen und so meldete ich mich erst mal per Facebook bei

ihm, damit er weiß, dass wir nun in der Gegend sind. Es ist ein Freund, beide fast gleichaltrig, mit dem

ich zusammen aufgewachsen bin. Er nur in Kiel und ich in Bad Zwischenahn. Unsere Verbundenheit

besteht aus unserem gemeinsamen Hobby, dem Motorsport. Er fuhr Rennen und ich schrieb darüber.

Ach, ihr wollt sicherlich wissen, wie er heißt? Na, Egon Müller, vielfacher Weltmeister auf der Langbahn

und auf der Speedwaybahn.

29 lange Jahre hatten wir uns nicht gesehen, da ich 1987, bedingt mehrere Krebs-Krankheiten,  meinen

Kugelschreiber beiseitelegte. Dann folgten andere Hobbys. Aber – Freunde sind wir trotzdem geblieben!

Er macht übrigens immer noch in Sachen Motorsport!

Wir sattelten unser Wohnmobil und fuhren nach Bad Segeberg, weiter nach Kiel und dort über Strande

nach Bülk. Dort am Leuchtturm steht man direkt an der Ostsee. Ein einmaliger Blick, besonders, wenn

man morgens die Jalousien runterlässt und die Sonne über der Kieler Bucht ins Mobil scheint.

Die nächste Nacht verbrachten wir auf dem großen Parkplatz beim Restaurant und Hotel Auerhahn in

Grevenkrug. Das Essen war Spitze und reichlich! Das Übernachten auf dem Platz ist kostenfrei, Strom gibt

es auch!

Von dort aus waren es nur noch wenige Meter bis nach Rodenbek, der Heimatadresse von Egon Müller. 

Einen halben Tag haben wir zusammen über alte Dinge gesprochen, über Erlebnisse, die wir gemeinsam

auf den Rennplätzen hatten. Somit haben wir die Freundschaft wieder aufgefrischt, was ich so nicht

missen möchte.

Irgendwann am späten Nachmittag wurde es dann aber doch Zeit für uns, aufzumachen, schließlich

mussten wir uns noch einen Stellplatz für die Nacht suchen. Dieses Treffen mit Egon war für mich das

Highlight unserer Tour!

So kamen wir am späten Nachmittag in Eckernförde an. Habe nur mal kurz gehalten und ein Foto

gemacht. Auf den Platz fahren würde mir im Leben nicht einfallen, dafür ist er mir zu teuer!

So sind wir über Kappeln bis nach Gelting gefahren. Dort am Hafen in Wackerballig standen wir allerdings

alleine, dafür aber absolut ruhig und am nächsten Morgen ein toller, unverbaubarer Blick auf die Ostsee!

Da mir die Zeit etwas im Nacken saß, haben wir uns nach dem Frühstück in Richtung Handewitt aufge-

macht, vorher aber noch in Flensburg über den Platz gefahren. Hier standen auch nur 3 Kollegen!

In Handewitt musste ich zur Fa. Axel Augustin, Teile für meinen Ducato abholen. Augustin kannte ich

bisher nur übers Internet, nun vor und in der Halle war ich fasziniert! Alle Ersatzteile für den Ducato kannst

du hier kaufen und das zu äußerst günstigen Preisen!

So, dann den letzten „Schubs“ bis nach Niebüll. Dort standen nur 4 Kollegen auf dem Platz, so dass wir

freie Auswahl hatten. 5 Euro in den Autoamten, Stromangeschlossen, dass ließen wir den Herrgotte einen

guten Mann sein. Essen in der Stadt war angesagt, anschließend eine Radtour durch die Stadt. Ich war

auf der Suche nach einem Reparaturservice für meinen Laptop, der seit einigen Tagen muckte! In einige

Programme kam ich ganz einfach nicht mehr rein.

Mit Fragen fand ich ein Fachgeschäft. Ich fragte nach, ob die auch Reparaturen machten, fuhr wieder zum

Mobil, schnappte mir die Kiste und ab zum Service-Center. Schon nach einer kurzen Anlaufphase meinte

der Techniker, dass ganz offensichtlich die Festplatte eine Macke hatte.  So wurde es jedenfalls angezeigt.

Bis zum nächsten Morgen lief die Fehlersuche. Dann nach einem fröhlichen Guten Morgen erzählte mir der

gute Mann, dass es nicht die Festplatte, sondern das Motherboard war, das seinen Geist aufgegeben hatte. 

Totalschaden!

Friedrichstadt und Heide (gefällt mir nun nicht mehr nach dieser verdrehten Preispolitik!) waren dann die

nächsten  Ziele, die wir ansteuerten. Am nächsten Morgen schrieb mir Kollege Reinhard Wilde, dass morgen,

also am Samstag, Speedway-Training in Albersdorf anstünde. 18 km sind für mich keine Entfernung. So saß

ich unmittelbar nach dem frühen Mittag auf meinem Rad und kam noch vor 14 Uhr auf dem Platz an.

Der erste, der mir entgegenkam, war Kollege Reinhard. Die jüngeren und älteren Fahrer drehten ihre Runden.

Nach einer gewissen Zeit ging ich ins Vereinsheim, ein Tasse Kaffee trinken und aufwärmen.

Mit meiner Tasse Kaffee stelle ich mich vor den Kamin zu einem jungen Mann, gucke in seine Augen und

sehe: Das ist Dirk Müller, Sohn von Christel und Egon Müller! Nach vielen Fachgesprächen brachte mich mein

Rad wieder retour. So verging unser Wochenende.

Weiter wartete Brunsbüttel auf uns, oder besser gesagt,  die Kählau`s, Kollegen von uns. Dort waren wir

angemeldet. Lecker Kaffee und Kuchen und viel erzählt über vergangene Zeiten und Dinge. Die Zeit

verging zu schnell!

Itzehoe, die nächste Station! Wir erwischten den letzten Platz mit Strom! So konnte ich alle meine Gerät-

schaften aufladen.

Am Dienstagmorgen schaltete ich unseren 6 Wochen alten Fernseher an, höre nur ein Knacken, ein Knistern

und rieche etwas Verbranntes. TV abgestöpselt und durch die Stadt. Endlich hatte ich ein Fachgeschäft,

wo ich freundlich fragte, ob eventuell eine Sicherung ersetzt werden muss.

Es gibt keine Sicherungen mehr, was so viel heißt wie: Sachen einpacken und ab nach Hause! Ohne Fern-

seher und ohne Laptop, zudem noch ein tropfendes Waschbecken, das reichte! So kamen wir nach genau

2 Wochen am späten Abend wieder zu Hause an.  Schade, schade, aber irgendwann sitzen wir wieder im

Mobil und setzen diese Tour fort!